Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785156
Rupert , 
Prinz. 
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Dieses höchst seltene Blatt ist nach der Jahrzahl zu ur- 
theilen aus der Jugendzeit des Künstler, was auch die ge- 
ringe Fertigkeit in Handhabung der Nadel beweiset. Immer- 
hin ist aber die Arbeit geistreich.  
2) Ein Reiter im Mantel, nach links hin gallopirend. In der 
Ferne sind Gebäude und Gebirge, im Vorgrunde rechts Fel- 
sen und Gestriiuch. Von diesem in Callot's Manier radir- 
ten, höchst seltenen Blatte war ein Abdruck in der Samm- 
lung des Grafen Sternberg-Manderscheid, auf welchem un- 
ten von alter Hand geschrieben steht: vvDaz hat Plelzgraf 
Bub. in seinem Arrest zu Lintz gradirtu. H. 1 Z. 10 L., 
Br. 1 Z. 5 L. 
S) Ein Bettler in zerrissenem Mantel, mit der Linken auf den 
Stab gestützt, in der Rechten einen Bosenkranz haltend. Zu 
beiden Seiten sind mehrere Gruppen von Menschen, in der 
Ferne liegt eine Stadt am Flusse und im Vorgrunde liegen 
einige architektonische Fragmente mit einem versteckten 
Wappenschilde, auf welchem die Iirone sich zeigt, und 
ganz klein die Buchstaben R P mit der lirone darüber. H. 
 
Dieses äusserst seltene Blatt, wovon Inspektor Frenzel ei- 
nen Abdruck aus der Sammlung des Prinzen Friedrich An- 
gust von Sachsen beschreibt, ist in Call0t's Manier behan- 
delt, und ein früher Beweis des Talentes unscrs Pfnlzgrafen. 
Ob die Erfindung dem Prinzen selbst oder dem Callot ange- 
hüre, ist noch nicht ermittelt.  
B. Arbeiten in Schwarzhunst. 
4) Dil: heilige Magdalena, halbe Figur, mit folgender Unter- 
sc rift: 
Rupcrtus D. G. C. P. D. B. Princeps Imperii 
Animi gratia lusit - 
M. Merian pinxit. 
Dieses ist einer der ersten Versuche in Mezzotinto. Es 
wurde in die Platte punhtirt und mit dem Stichel nachge- 
holfen, dennoch aber keine gute Wirkung erzeugt. H. 8 Z. 
4 L., Br. Ö Z. 2 L. 
B. Weigel werthet einen Abdruck mit abgeschnittcfem 
Unterrand auf 20 Thlr. 
5) David, oder ein Krieger mit einer hutfdrmigen Mütze, mit 
der Lanze in der Rechten. und den Schild in der Linken, 
rechts sehend, im Kniestiicls. Auf dem Schilde liest man: 
1658. Rup. P. Fee. lm Grunde steht auf weiss schwarzen 
Grunde. ein G mit einigen anderen Schriftzeichen, Was man 
auf Gerhard Dow oder Giorgione deuten will. Hat Dow 
das Vorbild geliefert, so könnte dieser David den liünst- 
ler selbst vorstellen, Brulliot u. a. bezeichnen dieses 
Blatt geradeweg als Bildniss des Prinzen. Graf Laborde ent- 
scheidet sich aber mehr fürßiurgione, da Evelyn und San- 
drnrt, welche dieses Blatt nennen, nichts von Dow uucl von 
Iluperts Bildniss sagen. In der Ausführung verräth dieses 
Blatt grosse Sicherheit. und dann ist es auch von ausge- 
zeichneter Wirkung. H. 10 Z. 5 L., Br..7 Z. lt L.  
Diamnnd spricht auch von einer Wiederholung dieses G0- 
genstandes, die v; Z. hoch und Öl; Z. breit ist. Es ist Wahl"- 
scheinlich die Copie von W. Vaillant darunter zu verstehen- 
Das Original urerthet Weigel auf zwanzig Thaler. Die- 
ser Iiunstlienner erwarblauch den Abdruck auf (Atlas im!
        

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