Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785092
Billige; 
Otto 
PhiliPlL 
Blmgc , 
Otto 
Sigmund. 
53 
liess dieses Portrait nach dem Tode des Künstlers wohl zehnmal 
fiir Freunde cupiren. Das Original ist 1805 gemalt, und in l-{am- 
burg zu suchen. In Lithographie ist es seinen hinterlassenen Schrif- 
ten beigegeben. Dann malte er auch seine Gattin, gie Mtiglieder 
seiner Familie und mehrere andere Männer und Fr  Das voll- 
kommenste der von ihm gemalten Portraite ist jenes von Juli. Phi- 
lipp Petersen, jetzt zu Herrenstadt in Schweden. Andere Bildnisse 
5, Rungds hinterlassene Schriften, I. 560. 
Genrehilder hat er nie in Oel gemalt, in Zeichnung aber sind 
solche vorhanden. 
Schliesslieh erwähnen wir noch seiner zahllosen aus Papier mit 
der Scheere geschnittenen Bilder, worin er grosse Iiunstfertigkeit 
hesass. Es sind dieses Figuren und Thiere, ganze Scenen, Kränze, 
Laub- und Blumengewinde, Ornamente verschiedenerArt. 
Literarische Werke. 
Runge hat nicht allein in einzelnen Briefen seine Gedanken 
und Untersuchungen mitgetheilt, und in Dichtungen seine Gefühle 
ausgesprochen. sondern auch in eigenen systematischen Abhand- 
lungen seine Ansichten und Erfahrungen kund gegeben. lni Jahre 
1810 gab er bei Perthes in Hamburg eine Farbenlehre heraus, un- 
ter dem Titel: Farbenkugel, oder Construktion des Verhältnisses 
aller Mischungen der ll-"arben zu einander etc. Nebst einer Ab- 
handlung über die Bedeutung der Farben in der Natur, von H. 
Steßiens. Mit; in den 'l'ext eingedruckten Figuren, welche die Con- 
strulition des liugelverhältnisses anschaulich machen sollte, und mit 
der Kugel selbst endigen. Letztere ist nach zwei perspektivischen 
Aufrissen und mit zwei Durchschnitten colorirt dargestellt. Diese 
Abhandlung ist in den hinterlassenen Schriften des liiinstlers, 2 B. 
Hamburg 1840-41, wieder abgedruckt, mit einem früheren Frag- 
mente: „die Elemente der Farben , oder auf wie viele Theile sich 
alle Farben und Schattirungen etwa reduciren lassen, und wie sich 
die Elemente zu einander verhalten. ln diesen beiden Bünden 
sind als erstes Buch auch Rnnge's Gedanken und Erörterungen 
über die liunst und das Leben, ferner eine Auswahl seiner Briefe, 
jugendliche und scherzhafte Versuche, Phantasien und Mährchen, 
und die Ciitiken und Berichte über seine Kunstwerke abgedruckt. 
Dieser literarische Nachlass, welcher zum Besten seines Enkels, des 
Söhnchens des Otto Sigmund Bunge, herausgegeben wurde, ist zu- 
gleich ein wichtiges Dokument für die Geschichte der Entwicklung 
der neu-deutschen Iiunst. 
Radirungen. 
1 -4) Die Tagszeiten, in Rahmen voll religiös-allegorisclier 
Beziehungen, im Umriss radirt, roy. fol. Bei Weigel G Thlr. 
Rungß, Otto Sigmund, Bildhauer, der Sohn des Obigen, stand 
nach dem 1810 erfolgten Tode in Hamburg unter Obhut seines 
Onkels, während sich seine Mutter in Dresden niederliess, wohin 
endlich 181g auch Otto sich begab. Hier zeigte sich bei ihm eine 
vivrwiegeude Neigung zur Bildllüllerlillfßl, worin ilim Professur Mat- 
tliäi Unterricht ertheilte. Die Mutter aber fand immer nuch Be- 
denklichkeit in der Stamleswahl ihres Suhncs, da ihr der'Gatte 
noch in seinen letzten Lebenstngen als Pllicht auferlegt hatte, wenn 
einer seiner Söhne sich für die Iiunst vviirile bestimmen Wollen, 
ihm die Gewährung seines Wunsches erst reuht schwer zu machen. 
Allein Bange äusslerte entschietlenes Talent zur Bildhauerei. und 
somit sorgte man für die Mittel zu seiner Ausbildung auf Akßdlf" 
mien. In denlahren 182i e-. 26 _arbeitete e: zu Berlin unter Lex-
        

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