Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1789824
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Snnti 
Rafael; 
dass Coxcie einige flüchtige Entwürfe RafaeYs für diese Dar- 
stellungen besessen, sie benutzt und viel von den Seinen 
hinzugefügt habe. Fiir Rafael befremdend ist die öfters da- 
rin vorlsommcntle niederländische Darstellungsweise, die Un- 
anstiindiglxeit einiger Bilder, die schwerfiillige Zeichnung des 
Nackten, die unverhiiltnissmassig starken und langen weib- 
lichen Arme, die Fiille ihrer Leiber, der Mangel an RafaeYS 
eigenthiinilicher Grazie, so wie man auch dessen feines Ge- 
fiihl für Schönheit und Naturwahrheit im Nackten vermisst. 
 Von Skizzen HafaePs hat sich indessen nichts vorgefunden. 
und somit diirfte die Note liuttariis, der im Leben llaifaeYS 
bemerkt, der englische Maler Carlo Jatris (Jervas?) habe 
acht Entwürfe dieser Cumpositionen besessen, ungegriin- 
det seyn. 
Die oben genannten Blätter von Agost- Veneziano (RXIV. 
235  238) und von dem Meister mit dem "Würfel (B. XV. 
59  70) wurden auch cppirl. 
Von J. Androuet du Cerceau, Gegenseite, hart und schlecht 
verstanden, mit den italienischen Versen, 51 Bliitten-Len- 
nard Gaultier, mit französischen Versen und Titel: L'Amour 
de Cupido et de Psiche mere de la volupte, prise des cinq 
et sixieme livres de la metamorphose de Lucieu Apuleus 
etc. 54 Blätter.  Fr. fiougenbergh, mit deutschen Versen, 
51 Blätter 1575  Dubois und Marchais, nur Umrisse mit 
lat. und franz. Text, 52 Blätter,  
Die Umrisse im A. Lenoir's Musöe des Monumens fran- 
cais sind nach den Glasfenstern, welche Bern. de Palissy im 
Auftrage des Anne de Montmorency für dessen Schloss in 
Ecouen grau in Grau malte. Es sind diess [15 Stücke, die 
Lenoir alle in Umrissen bekannt machte. 8- S. auch Palissy. 
Sechs und zwanzig dieser Darstellungen wurden auch in 
eine 106 Ellen lange Tapete gewirlst, die, wenigstens stück- 
weise, noeh vorhanden seyn muss. S. Passavant H. S. 655. 
673) Psyche, die Götter anrnfend, wird eine bekleidete weibliche 
  Figur, in lebhaft bittender Stellung auf VVollien kniend ge- 
i nännt, obgleich zur näheren Bezeichnung ihr die Flügel 
fehlen und auch die Bekleidung mit dem antiken Costiim 
nicht übereinstimmt. Sehr geistrcicher Entwurf in Rothstein, 
der durch die Sammlungen Crozat, Calviere, Destouches, 
d'Argensvilie und SachSen-Tieschen in jene des Erzherzogs 
 Carl von Oesterreich gelangte. H. 7 Z  8 L., Br. 10 Z. 
67g) Psyche erkennt den Amor beim Lampenschein, einzelnes 
Blatt aus obiger Folge von 52 Blättern. 
Gest. von J. B. Brühl. 
630) Psyche gegeiselt, Composition von Qliigureti und 4 Kindern. 
Rechts fasst eine Alte die zur Erde hingefallene Psyche. Diese 
Composition scheint nicht dem Rafael, sondern dem Giulio 
Romano anzugehören, 
Rad. von N. Fr. Malfei, R. V. I. gezeichnet, gr. fol. 
631) Amor auf dem Delphin reitend mit einer Muschel in der 
Rechten. Links ein Schilf. Diese Darstellung wird irrig dem 
Rafael beigelegt.  
Gast. von einem alten italienischen Meister. H. 4 Z. 5 L., 
Er, 6 Z.  Copie von der Gegenseite, ohne Schiff. Radirt. 
632) Amor mit ausgebreitetenjlügeln sitzend und einen Pfeil hal-
        

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