Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785005
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Bumohr , 
Carl 
Friedrich , 
Baron 
TOD. 
heit die Ansichten der Künstler getrennt und eine Spannung ein- 
getreten, und somit suchte er nach seiner Rückkehr in Florenz in 
den Studien Entschädigung, als deren Resultat seine nltalieni- 
sehen Forschungen. 5 B. Berlin 1826  51K 111 betrachten 
sind. Aus diesem höchst interessanten Werke sind zwei Abhandlun- 
gen besonders abgedruckt: vUeber Rafael und sein Verhiiltniss zu den 
Zeitgenossenu, und vviiber den gemeinschaftlichen Ursprung der Bau- 
schulen des Mittelaltersu. Bei der Herausgabe unscrs liiinstler-Le- 
xikons waren uns diese italienischen Forschungen eine der wichtig- 
sten Quellen. Die Herausgabe dieses VVerkcs besorgte von Rumohr 
auf seinen Gütern, aber noch war der letzte Band nicht erschie- 
nen, als er, diesmal in Begleitung des Malers Nerly, 1828 zum 
drittenmalc über die Apenninen ging. In Florenz angekommen, 
warf ihn eine Iiranlsheit auf's Lager, aber kaum hatte er sich wie- 
der von diesem erhoben, so ersuchte ihn der geheime Bath Bxunsen, 
damaliger preussischer Gesandter in Rom, Ankäufe für das Berliner- 
Museum zu machen, und als der Kronprinz von Preussen nach 
Florenz kam, machte er dessen Cicerone. Der Kronprinz äusscrte 
nach seiner Rückkehr auch den Wunsch, dass die zur Auswahl 
und Anordnung der Gemälde des Museums zu Berlin ernannte 
Commission sich mit ihm in Verbindung setzen möge. Der Ein- 
fluss, den hernach Rumohr, der sich 1829 wieder auf seinen Gii- 
tern befand, auf das Arrangement im Museum iibte, rief den be- 
iriichtigten Angriff des Hofraths Hirt hervor, gegen den v. liutnohr 
von Dr. Waagen, dem jetzigezrDirektor des Museums, vertheidiget 
worden ist.     
 Nach Beendigung dieser Arbeit entfaltete B. v. Bumohr wieder 
neue literarische Thätigkeit, aber auf die Kunst beziehen sich zu- 
nächst nur seine wclrei Reisen nach Ilallenm Leipzig 1332, 
und mlic Geschichte der k. Iiupferstichsammlung zu 
Copenhagene, die er 1855 mit Professor Thiele herausgab. Die 
anderen Werke sind grösstentheils hellenistischen Inhalts, und von 
der Zeit an, als Bumohr als Nuvellist auftrat, war das freund- 
schaftliche Verhiiltniss mit Tieck gestört. im Jahre 1857 trat er seine 
vierte Reise nach Italien an, vorher aber liess er in Leipzig drei 
Schriften über die Formschneidcltunst erscheinen: vvHans Hol- 
bein der jüngere in seinem Verhältniss zum deut- 
schen FOFKXISClLHltiLWGSGUK, 1856; in _Clemselhctt Jahre: yvAuf, 
Veranlassung und Ervviederung von Einwürfen eines 
Sachkundigen gegen die Schrift: Hans Holbeinn um; 
nZur Geschichte und Theorie der Formschneide- 
kunst,185?u.  
 Rumohr kam diessmal nicht iiber die Lombardei hinaus; auch 
ging die liunst ziemlich, leer aus, da der Freiherr in späterer Zeit 
seinen Blick auch auf andere Verhältnisse gerichtet hatte. Als Frucht 
dieser Forschungen ist sein werthvollcs Werk: nlleise durch die 
östlichen Bundesstaaten in die Lombardei Cm, in besonderer Be- 
ziehung auf Völkerkunde, Landbau und Staatswirthschaft, Lübeck 
1858e , zu betrachten. I)och wurde durch diese im späteren Alter 
sich Bahn brechende praktische Richtung die Theilnahme an Kunst- 
interessen keineswegs beeinträchtigen ln A. [teumondg Italia, 2, Jahr- 
gang 1840, ist von ihm eine Iiunstnovelle: RafaeYs Lehr- und 
Wandcrjahre, etwas früher sind seine Aufsätze in des Grafen Ra. 
czynski Gesch. der neueren deutschen Iiunst, und noch im Jahre 
18-11 erschien in Leipzig eine wÜntersuchung der Griindc 
für die Annahme: dass Maso di Finiguera Erfinder: 
des Handgriffes sey, gestochene Metallplatten auf 
genetztes ?apier abzudruckeina
        

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