Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1788855
(Sanzio) 1 
Santi 
Rafael. 
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tista dei Fiorentini in Rom, und zwar inxConcuri-enz mit Antonio 
di S. Gallo, Baldassare Peruzzi und Jacopo Sansovino; Leo X. am- 
schied aber für den Plan des Letzteren. Von dem Plane BafaeYs 
baben wir nicht die geringste Iiunde. 
Dieses ist auch der Fall mit dem Plan zur Wiederherstellung 
der Kirche St. Maria in Doininica oder della Navicella, welchen 
ihm F. Titi (Airimaestrainento etc. p. 134) beilegt. Auch Passavant 
glaubt, dass die kleine Vorhalle vun drei Bogen mit toslianischen 
Pilastern nach IiafaePs Plan gebaut sei, obgleich hierüber keine 
Ducuinente vorliegen. Melcliiori (Guida di Roma 1854 p. 291i) 
setzt diesen Bau in das Jahr 1500. 
Dann fertigte Rafael in Rom auch mehrere Pläne zu Privatgebäu- 
den, unter welchen wir jenen zu seinem eigenen Hause zuerst erwähnen. 
Dieses stand in ßorgo nuovo, und wurde unter Leitung des Bra- 
maiite gebaut, ganz mit Baelisteinen und mit in Formen gegosse- 
nem Mürtel (getto eon casse) , nach einer schönen und neuen Er- 
findung, wie Vasari im Leben Bramantds sagt, und im Leben Ra- 
fael's wiederholt. Aus beiden Stellen Vasari's geht hervor, dass Pia- 
fael und nicht Bramante das Haus für sich baute, und es ist da- 
her anzunehmen, dass Marc Antonio Michiel di Ser Vettor nicht 
recht unterrichtet war, wenn er in einem von Passavant mitgetlieil- 
ten Brief vom H. April 1520 Sagt, Rafael habe sein Haus von Bra- 
niante fiir 5000 Dukaten erstanden. Er scheint nur von den Ho- 
sten des Baues irgend etwas gehört zu haben, Dann ist auch die 
Angabe ziveifelliaft, dass Rafael sein Haus dem Cardinal Bibiena 
vermacht habe. Zur Zeit Alexander VIL, als der Petersplatz er- 
weitert, und die Siiulengänge des Bernini erhaut wurden, erstand 
der Pabst diesen Pallast um 7105 Scudi 3-1 Bajocchi rom. vom Prio- 
rate von lYlalta, und liess ihn abbrechen. Wir haben aber eine Ab. 
bildung, wahrscheinlich in denißlatte eines Ungenannten, mit dem 
Titel: llapli. Urbinat. ex lapide eoctili Bomae exstructum. Lafi-eri 
153g. Vgl. C. PuntanPs Obere archit. di Raifaello Sanzio. Firenze. 
viertes Heft, wo ein Facsimile dieses Passavant unbekannten Sti- 
clies ist. Dann ist eine Abbildung in der Piaccolta de' palazzimu- 
derni des I". Eerrariu I. 15, so wie in Saudi-an's Akademie III. 2. 
Taf. 5. C. Fea, Nutizie ete., p. 50., theilt den Grundriss mit. Die 
Ilauptfagade, welche nach Sandrart 105. nach Fea 170 rüin. Pal- 
men in der Breite hatte, ging nach dem Petersplatz und hatte drei 
Stockwerke. Das untere Stockwerk zierten sechs dorisclie Halb- 
säiulen, mit einem Thor in der Mitte und Werkstätten oder Iiauf- 
liiden zu den Seiten. Im zweiten Stecke schmückten kleine ioni- 
sclie Säulen die fünf Fenster mit abwechselnder: spitzen oder ge- 
rundeten Giebcln, und zu den Seiten der Fenster waren Nischen 
angebracht. Im dritten Stecke hatten die kleineren Fenster eine 
flachere, den Antiken entlehnte Einfassung. Das Ganze krönte ein 
jonisches Gesinis mit einer Balustrade. Ueber dem mittleren Fen- 
ster prangte das Wappen Leo X. Auch waren an der Facatle noch 
sechs Medaillons mit Bildnissen. Diese verschiedenen architekto- 
nischen Glieder hatte ßrainante nach einem neuen Verfahren in 
einer Art Stucco oder Mörtel ausführen lassen, was damals als et- 
was Neues allgemeines Aufsehen erregte. Die Nebenseiten nach 
den Strassen und die Hinterseite nach der Piazza d-e' Rusticuect 
waren unregelinässig. 
Su wie der Pallast IlafaePs so musste auch jener de? Pilbsllb 
clien Iiaininerherrn Giu. Battista ßrancnnio aus Aquila bei der Er- 
WEIICFXJDS des PetersPlatzes weichen. Den Plan fertigte Bilmifb 1d- 
lein es ist "uns weder ein Iiupferstiche noch eine Beschreibung
        

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