Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1788800
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Dem 
Santi (Sanzio), Rafael. 
Rafael zugeshriebene Werke. 
bleaux du palais royal. Paris 1727 als jenes des Binde Allonesi (Al- 
toviti?) [in Cataloge der Gemälde aus der Gallerie Orleans kommt 
es nicht vor. Passavant zweifelt an der Aechtheit. 
Portrait einer alten Frau. Dieses Bild war 1737 ebenfalls in 
der von St. Gelais beschriebenen Galerie des Palais Boyal. später 
kommt es nicht mehr vor. Passavant hält es daher für apolaryphisch. 
Alfonso d'Este, Herzog von Ferrara. So betitelt Landen 
(Oeuvres zle Raphael) ein Portrait, welches das von Titian gemalte 
Bildniss des Giorgiune ist. 
Franz I. König von Frankreich, im Pmm gesehen, Ein so]- 
ches Bild hat J. de Bie unter dem Namen Rafael gestochen, Pas- 
savant glaubt aber, es sei dem schönen Gemälde von Titian im 
Pariser Museum entnommen. 
Brustbilcl eines Cnnonicus, fast von vorn gesehen. Mit der 
Rechten, deren Daumen und kleiner Finger mit Bingen geziert 
sind, hält er sein dunkles Oberlaleid. Im Hintergrunde ist Land- 
schaft. Dieses Bild besitzt Hr. Giuseppe Bonalcli, und G. Rottini 
hat es in Brescia als Rafael lithographirt. Passavant glaubt nicht 
an die Aeehtheit. 
Bildniss einer italienischen Herzogin, in halber Figur. Ein 
solches Bild ist im Cataloge der Sammlung Jakob II. von England 
genannt. Passavant vermuthet, es sei beim Brand in Whitehall 
1697 zu Grunde gegangen. 
 
In der Gallerie Borghese befand sich eine Meine Landschaft 
in einem mit Cornllen verzierten Rahmen, welche dem Rafael zu- 
geschrieben wurde. Passavant sah dieses Bildchen bei den Brü- 
dem Wfoodburu in London, und erkannte es als Studium eines 
aiten Niederländers. 
 
Entwürfe zu Bildwerken. 
Zeichnung zu zwei Schüsseln, für Agostino Chigi ausgeführt. 
Dieser Zeichnung haben wir schon oben S. 544 gedacht. Das 
Document darüber gibt Passavant II. 456. 
Letzterer Schriftsteller vermuthet, dass Rafael dem Cesarino auch 
die Zeichnung zum Beliquienhästchen und Tabernaltel gemacht 
habe. welches dieser nun 1511 mit Giulio Dante für den Dom zu 
Perugia gefertiget hatte, um darin den Trauring der Maria aufzu- 
bewahren. 
Zeichnung zu einerMedaille. Eine solche machte Rafael für den 
Grafen Castighone, da dieser nach der Sitte damaliger Zeit eine 
Medaille auf dem Hute trug. Auf der einen Seite dieser Medaille 
ist das Bildniss des Grafen mit der Umschrift: Balthasar Ca- 
stilion. Cr. F. (Christofori Filius.) Auf der Rückseite sieht 
man Phöbus au; dem Sunnenwagen zur Erde steigen, den Scepter 
in der Rechten haltend, die andere nach einer der Huren ausge- 
streckt. Links sieht man eine andere Hure, beide das Pferd hän- 
digend. Die Umschrift lautet: Tenebrarum et Lucis. Diese 
Medaille ist im Museum lllazzuchelliaxium, scu numismata virurum 
ductrina praestantium etc. tav. 43. IV, abgebildet. 
Der zweite Entwurf zu einer Medaille ist durch Marc Antoifs 
Stich bekannt, unter dem Namen: Das Erwachen der Aurura. Sie
        

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