Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1788781
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Santi (Sanzio) , Rafael. 
Dem Rafael zugeschriebene Werke. 
In der Sammlung zu Wiesbaden ist eine Copie dieses Gemäldes. 
Biidniss eines Cardinals in halber Figur, welcher im Cataluge 
des Museums zu Neapel Passerino heisst. In der Rechten hiilt cf 
ein beschriebenes Blatt Papier, die Linke lässt er her-abhängen. 
Zur Seite rechts sieht man etwas Landschaft. Passavant erliliirt 
dieses Bild als Schiilerarbeit. 
Der Carclinal Polus. Dieses Bild galt in der Gallerie Crozat 
als Werk BafaePs, Kenner erklären es jetzt als Muchwerla des 
Seb. del Piombo. Man sieht es jetzt in der Eremitage zu St. Pe- 
tersburg.  
Das Bildniss des Alexander Farnese, ein bewunderungssviirdi- 
gas VVerk von Titian im Pallaiste Corsini zu Rom, wurde von H- 
Rossi 1730 unter dem Namen RafaePs gestochen. 
Das Portrait eines Cardinals in der Leuchtenbergischen Gnllc- 
rie zu München. Es gilt dnsclbst als RafaeVs Werk. Passavant 
will aber die Hand des ausgezeichneten Portraitmalers Scipione 
Pulzone Gaetano erkennen. 
Gio. Francesco Penni, il Fature genannt, in halber Eignr- 
Dieses interessante Portrait kam aus der Sammlung des Luciml 
Bonaparte in den Pallast des Prinzen von Oranien zin Brüssel. E! 
hält in der Linken einen Brief mit der Aufschrift: Dom. Fraxio 
Penni Florentiam. Ein Monugramm am Tisch, S. in R. verschlun- 
gen, scheint eine neuere Zuthat. Indessen findet Passavant das 
Bild, besonders den Iiopf in BafaePs Art behandelt, und wenn C5 
nicht von diesem, sondern vun Penni selbst sollte gemalt seyn, 
so hat er sich als ein tüchtiger Schiller seines grossen Meisters 
bewährt. 
Lorenzo Pucci wird im Hause Rossi zu Bologna ein schönes 
Portrait genannt, welches vor 1511 gemalt seyn miisste, da Pucci 
noch nicht als Cnrdinnl dargestellt ist. Passavant sagt, nach dem 
was er darüber erfahren habe, sei das Bild unbezweifelt ächt. ES 
ist indessen sehr verwaschen und iihermalt. 
Bildniss eines jungen Mannes in schwarzer Kleidung und 
weissem Hemd iiber die Brust, ohne HJnde. Ein solches Bild 
soll im Pallaste Alba zu Madrid und von grosser Schönheit seyn- 
Marc Antonio Baimondi, in schwarzer Kleidung mit Baretf, 
im Brustbild. Ein solches Bild besitzt H. Parade de IiEstang zu 
Aix, der es von Leisnier in Kupfer stechen licss. Es wird dem 
Rafael zugeschrieben. 
Bei Hr. Giuseppe Vallardi in Mailand sah Passnvant ein schön 
ausgefiihrtes laleines Bildniss dieses bci-iihmten Hupferstechers, wel- 
ches ebenfalls dem Balhel zugeschrieben wird. Der genannte 
Schriftsteller hält es für Arbeit eines Schülers von Francia. 
Bildniss eines jungen lYIanncs, beinahe von vurn gesehen, mit 
einer schwarzen Mütze. Den Hintergrund bildet eine leichte Land- 
schaft. Ein solches Bildniss ist im StädeYschen Iiunstinstitute Zll 
Frankfurt n. M. Passavunt findet darin Anklänge an llafaePs du" 
gendarbciten. 
Bildniss eines angehenden Jünglinge in schwarzer Kleidung: 
faät V0" vom 869911911, der Kopf etwas nach rechts geneigt, halbe 
Figur. Die hernbfallenden Haare bedeckt eine Mütze, ähnlich der" 
jenigen im beruhmten Bilde aus dem Hause Altoviti. Dieses an 
ßafaeYs frühere Manier erinnernde Bildnis: hat aber auch in de"
        

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