Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1788765
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Santi (Sanzio), Rafael. 
Rafael zugeschriebene 
Dem 
Werke. 
In der Pinakothek zu München ist das lcbensgrosse Bild eines 
schreibenden Hieronymus, welches C. F. Hess als Rafael gestochen 
hat. Es ist nicht von diesem Meister. In der Iiirche des lilosterS 
Ebrach bei Bamberg ist eine Copie. 
In der Gallerie des Cardinal Fesch ist ein kleiner Hierony- 
mus, der aber nach Passavant mit Unrecht dem Rafael zuge- 
schrieben wird. 
Johannes auf einem Adler sitzend, mit der Tafel in der Lin- 
lsen und den Blick nach oben gerichtet. Unten sieht man ein 
Stück der lnsel Pathmos und das Meer. Dieses jetzt im Nluseum 
zu Marseille befindliche Gemälde galt früher für Rafael, man he- 
trachtet es aber als ein Schulbild. Im Berliner Museum ist eine 
Copie auf Leinwand, die aus der Gallerie Ginstiixiani stammt. Die 
Behandlung der Landschaft entspricht nach Passavant der aus der 
Mitte des 16. Jahrhunderts. 
Maria ltlagdalena. Ein solches Bildchen soll siehj565 im Nach- 
lasse des Guido Fontana befunden haben, wie Pungilcunc p. Q2 
benachrichtet. Man weiss weiter nichts über dieses Bild. 
Die heilige Magdalena, Ludwig von Frankreich, Bonaventura, 
Chatharitia, Bernardino aus Siena und Gio. Capistrano. Diese sechs 
Bildchen, im Besitze des Grafen Bisenzo in Rom, wurden vun 
Pungleoni p. 285. und von einem Berichtgeber der Ape ltaliaixa 
1834 als Jugendwerlse Rafaels erklärt, sie sind aber nach Passavant 
nur schöne Tbxnperamalereien Peruginds. Sie sollen ehedem ein 
Altarbild des letzteren in Tudi umgeben haben. 
Zwei Engellmahen auf Goldgrund, wahrscheinlich einstens die 
beiden Fliigelbildchen eines Madonnenbildes, werden in dem 
Guida di Perugia 1784 dem Rafael oder einem Schüler Perugimfs 
beigelegt. Damals waren sie im Hause Cesarei, jetzt besitzt sie der 
Advucat Eugenio Basponi in Rom. Passavant erklärt diese stark 
übcrmalten Bilder als Arbeit eines Mitschiilers von Rafael. 
Der heil. Sebastian. Ein solches Bild gibt Duchesne eine im 
Musee de peinture in Abbildung und legt es dem Rafael bei. Es 
war im Cabinet Migneroxi zu Paris. Passavant erkennt es nicht 
als Werk des grossen Urbiners. 
Das Brustbild des Erzengels Michael im Panzer, Fragment ei- 
nes gärüsseren Bildes in ovaler Form, ehedem im Besitze des Hau- 
ses bampieri zu Bologna, jetzt in der Pinakothek zu München. 
Dieses Bild setzt Passavaut ebenfalls in die Reihe der dem Rafael 
zugeschriebenen Werke. Es ist in jeder Hinsicht dieses Meisters 
würdig. Der grosse Iienner Dillis hielt es auch unstreitig für ächt. 
Mythologische und allegorische Darstellungen. 
Die Charitas und die Spes in Halbkreisen. Die erstere ist eine 
stehende junge Mutter, welche zwei Kinder an ihre Brüste hält- 
Iiechts liegt vor einem Gebirge eine Stadt. Diese Bilder waren 
ehedem in der Gallerie Burghese, und wurden da zuweilen dem 
llafael zugeschrieben, während andere, und auch Passavant, F. Pen- 
ni"s Hand erkennen. Letzterer sah die Charitas 1851 bei Hrn- 
Neeld in London. Früher besass sie William Becliford zu Foul" 
thill und dann Lawrence. 
Die Holfnung. eine jugendliche weibliche Figur, hält in der 
Rechten eine Blume, und mit dcfLinlsen einen Theil des Gewan- 
des Olupur. Den Grund bildet eine felsige Landschaft. Dicsß5
        

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