Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1788737
Dem 
Santi (Szmzio), Rafael." 
Rafael zugeschriebene 
Werke. 
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den lileinen Johannes umarmt. Rechts ist Joseph auf den Stab go- 
stiitzt. linhs St. Franz. Ein solches Bild ist im Besitze des Hr. 
ltoiiiney, und Prof. Heidelolf in Stuttgart hat es gestochen. Pas- 
savant erkennt es nicht nls llafaeYs Werh. 
Maria mit den beiden Kindern, die mit Tauben spielen, dabei 
auch Elisabeth. Dieses Bild ist in Schweden, von Martin 17g? für 
1'. Tham's Ilcise gestochen. Passavaiit erkennt es nicht als Ra- 
faeliscli. 
Maria, halbe Figur, reicht dem auf einem Kissen liegenden 
Kinde die Brust. Diese Coniposition gehört dem Leonardo da 
Vinci an. dessen Originalzeichnung in der Ambrosiana zu Mailand 
ist. Vangelisti hat nach einer Copie von Solari im Pariser Museum 
selbe irrig unter dem Namen RafaePs gestochen.  
La Vierge aux balances. Dieses Bild ist im Pariser Museum 
und von L. da Vinci. Auf einer anonymen Radirung steht Ba- 
fael's Name.  
Die heil. Familie mit dem VVasserbeclten. Dieses schöne Bild 
in der Dresdner Gallerie ist von Giulio Romano, aber auf den 
Blättern von P. Fachetti und M. Frey irrig als Rafael bezeichnet. 
Maria mit dem Kinde auf dem Schoosse und daneben der an- 
betenile St. Hieronymus, oben Gott Vater und der heil. Geist. Dieses 
Bild ist in der Gallcrie zu Wien und von Gleditsch als Rafael 
gestochen. Passavant erklärt es als ein Werk der Ferraresgr 
Schule. 
Maria mit dem auf dem Tische laufenden Iiinde, halbe Figur. 
Dieses Bild, ehedem im Besitz des ltegierungsratlies lileinschmidt 
in Wien, hat David Weiss als Werk llafaePs gestochen, ist aber 
nach Passavant ein altitalienischcs Gemälde. . 
Eine heil. Familie in St. Maria de Piazza zu Florenz trägt 
die Inschrift: Pretiosain tabulain hanc a Raphaels Urbinate depic- 
tam etc. Dieses Bild ist nach Pungileoni p. 89 ein Werk de; 
Gentile Bonifanti, was auch Passavant bestättigct. 
Die sich mit dem linlien Arm auf ein Postament stützende 
Maria hält das auf einem Kissen sitzende liind auf den: Schoosse. 
Auf dem Tische steht ein Gefiiss. Ein solches Bild ist in der Gal- 
lerie zu Pommersfelden, und wurde da früher als RafaePs Werk 
erklärt. Jetzt wird es Leonardo da Vinci genannt, allein weder 
Passavant noch Waagen (Deutschland I. 121) stimmen damit über- 
ein. Ersterer glaubt es von einem Schüler Leonardds und nach 
dessen Vorbild ausgeführt, und Waagen behauptet, es stimme in 
allen Eigenschaften mit der schönen das Kind säugenden Madonna 
riiu Louvre überein, welche da den Namen des Andrea Solario 
trägt. Dieser Schriftsteller hält es aus (äriinden für das wahre Ori- 
ginal so vieler, von geschickten loinbardischen und niederländischen 
Malern gemachten, mehr oder minder getreuen Wiederholungen, 
deren die meisten nicht viel später als das Original fallen. 
Ein der Vibrge aux Rochers von Leonardo da Vinci ähnliche! 
Madonnenbild ist in der vom Marchese de' Rossi gestifteten Jo- 
hannescapelle zuxPalei-mo, über welches 1835 folgende Schrift EF- 
schien: Sopra un quadro di Baffaelo Sanzio, posseicluto dai P. P. 
Filippini. Oratorio in Palermo. Osservazzioni storlcokci-itiche cli 
Agust. Galle." Andere erkennen in diesem Bilde die Art des (zau- 
dcnzio Ferrari. Kunstblatt 1856. 
Piaglerht fiikinstler  Lax. Bd. XIV. 27
        

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