Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784865
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Bnhl, 
Johann 
Christian 
16) Die Vermählung des Ilieronymus BOUQpäJMG, nach Begnanltfä 
Gemälde in der hist. Gallerie zu Versailles, lal. ful. 
17) Ludwig der Heilige empfängt die Gesandten (les Alten vom 
Berge, nach G. Hougefs Gemälde in der hist. Gallerxe zu 
Versailles, kl. fol. 
18) IfAttenb- du Bal. Ein junges Mädchen mit der Maske in 
der Hand auf eihei-Fensterbriistung sitzend, nach P. E Des- 
touches 1837!, gr. fol. Ldprs. auf chin. Pap. vor der Schrift, 
10 Thaler. 
19) Das Titelblatt für die zweite Aqflage des Werkes über Aegyp- 
ten , nach Lafitte, gr. fol.  
ßuhl, JOlIäHLI ChrlSIlän DIZ, Bildhauer, geboren zu Kassel 
: 1'164, erlernte seine liunst bei dem berühmten Hiilbiltlhaiier Johann 
August Nah], und trug an der Iiiinstaliaileuiie zu Iiassel einigeinzil 
den Preis in der Bildhauerei davon, der ihm vor vielen gebühr- 
te. Im Jahre 17257 machte Rulil auf Iiosien des Kurfürsten von 
Hessen, Wilhelnfs 1., eine Reise nach Paris, uiii sich in seiner 
Iiunst weiter auszubilden, verweilte dasclbst unter Leitung des 
Bildhauers und Direktors Fajou ein Jahr, und ging sodann nach 
Italien, wo er sich zwei und ein halbes Jahr aufhielt, die Antilieri 
studirte, und sich in seinem Faehe immer mehr zu vervollkomm- 
 nen strebte. Verschiedene damals von ihm verferligte ßnsreliefs 
O in Marmor zeugten von seinem nicht gemeinen Iiunsttalente. In 
Italien war es auch, wo er die persönliche Bekanntschaft mit Gö- 
the, der seiner in der Schrift: Winclielinann und sein Jahrhundert 
S. 355. ehrenvoll gedenkt, und mit dem, trotz mancher Schwä- 
chen, doch auhtungswerthen Professor lVIoritz machte. Nach sei- 
 "ner Ililclilielir in die Vaterstadt wurden ihm die siiinmtlichen Bild- 
 hauerarbeiten auf dem Sehlosse Wilhelmshiihe und die verschiede- 
nen, dort anzubringjreiicleii Ornamente anvertraut, die er auf eine 
 sehr beifallswiirtlige Weise austiihrte. Hier verlieirathete er sich 
auch mit einer Schwester des riihmliehst beliannten Philologen und 
Archäologen, Ober Hofraths und Bibliothek-Direktors Dr. Volke], 
welche ihm die zwei folgenden, als Iiiinstler gleichfalls ausgezeich- 
 neten, Söhne gebar; 
  "Buhl wurde jetzt von Ieröme Bonaparte, dem neuen Könige 
 von Westphalen, auf mannigfaltige Weise beschäftigen bis zur Auf- 
 lösiing des Reiches. Der König ernannte ihn t808_1.um Hofbild- 
 hauer,'unil übertrug ihm zugleich die Oberaufsicht iiber die Deco. 
rationsarbeiten liir die verschiedenen Bauten, welche der Hofarchi- 
telit Grandjean de Montigni leitete. liiinig Jerüme gab ihm aber 
auch noch verschiedene andere Aufträge. So fertigte lluhl die 
Büste des liiinigs in Marmor, Vvelßllß ällihßßschenli fiir den liaiser 
Napoleoii bestimmt war. In colussaler Grosse tulirte er sie für den 
Saal der Bibliothek "in Göttingen aus, und zum dritten hrlale wie- 
derholte er sie fiir das Schluss zu Cassel. Ein anderes Ritt-miss 
des Königs diente als Vorbild zu den neuen Münzen. Dann führte 
er im Auftrage des Königs auch die lebelisgrosse Statue eine; ju- 
gendliehun Bacchus in Nlarinor aus. Weniger Arbeit fand er nach 
 der Zuriicliliunft des Churtursien Wilhelm 1., nach dem ßegierungh 
antritte Wilhelirfs II. aber wurde er wieder reichlich entschädigen 
Es fanden die neuen Bauteil, darunter auch das läesidenzpafals, 
viele bildliche Ausschiniiekung, und auch andere Arbeiten wurden be- 
stellt." In diese Zeit, und um einige Jahre früher, fallen ebenfalls 
die liir den Bibliutlielisaal der Georgia Augusta in Göttingen im- 
stimmten colussalen Biisten von Heine, Blumenbagh, Beckmann und
        

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