Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784820
Buggieri 1 
Guidto. 
man, und zerstreut sind. Naeh rechts unten steht: A FON- 
TANA. BLEO. BOL., und in der Ecke das Munogramm. 
11.11 7.. 5 L., Br.15 Z. 5 L. 
Bartseh erwähnt dieses Blattes im P. gr. XVI. p. 403 unter 
deirauonylnen Blättern von Stechern der Schule von Fun- 
tainebleau, welches nach seiner Behauptung im Geschmaulae 
des Louis Ferdinand behandelt ist. Bei einer früheren Gc- 
legenheit (P. gr. IX. p. 25.) erklärt er es als Arbeit einen 
unbekannten deutschen Meisters, bemerkt aber, dass man 
im ersten Drucke A FONTANA. BLEO. HOL. lese, wor- 
unter Primaticcio zu verstehen ist, so dass auch Vasari im 
Irrthume sich befindet, wenn er die Composition dem Bosso 
Itussi beilegt. Die zweiten Abdrücke haben statt derobigen 
Schrift die Adresse von Isafreri, so dass man also anneh- 
men könnte, die Platte sei später nach Rom gekommen, wo 
Aeneas Vicus diese Vorstellung in derselben Grösse miti eini- 
gen Veränderungen copirte. Im Originale reichen rechts die 
Iielsen bis an den Rand, Vicus brachte da weite Landschall 
an, und drückte dem Ganzen das Gepräge höherer Vollen- 
dung auf. Zanetti (Cab Cicognara, Nr. 1162) fand die Sa- 
che durch den Vergleich beider Blätter bestiitiget, und Su- 
mit ist Malaspina im Irrthum, welcher nur glaubt, dass die 
Platte des Aeneas Vicus von einem anonymen Meister, allen- 
falls von Georg Frenzel, retouchirt sei. Ob aber die Buch- 
stnhen G. F. Guidus Feeit, oder Guglielmus Fecit bedeuten, 
ist eine andere Frage. Lafreri war ein Franzose, und könnte 
die Platte von seinem Landsmanne erhalten haben. 
Penelope, mit ihren Frauen wehend, nach Primaticcio. 
Dieses Blatt legen einige dem Bonasoilc, andere es dem 
Buggieri bei. Bartsch P. gr. XV. Nr. 2. hiilt G. Ghisi für 
den Stecher. 
7) Mutius Scävola, stehend mit dem Dolche in der Linken und 
die Rechte iiher das Feuer haltend. welehgg aus gincm Can- 
 delaber lndert. Iin Grunde ist Architektur. Die Jnhrzahl 1535 
und das Nlunugraiuiu G. F. steht links oben. H. 5 Z. 5 L., 
Br. 2 Z. 2 L. 
Dieses Blatt eignet Bartseh P. gr. IX. p. 241. dem Mo- 
nogrammisten F. G. zu, welcher nach seiner Ansicht ein 
Deutscher ist. 
8) Dieselbe Darstellung, aber Scävola vom lliichen gesehen, 
wie er die Rechte mit dem Dolche über die Glntpfnnne halt, 
in Gegenwart des Porsenna, welchen man im Zelte sieht. 
Das Munugramm und die Jahrzahl 1557 sieht 111311 in der 
der Mitte oben. H. 4 Z. 5 L., Br. 2 Z. 11 L. Bgu-[gch l. e. 
erklärt dieses Blatt als Arbeit eines unbekannten deutschen 
Meisters F. G. 
Q) Ein junger Mann, der von zwei anderen und einem XVeibe 
an der Stadtmauer hingetragen wird Voraus gehen dm; mu- 
sicirende Männer, hintendrein zwei Alte.  g L. 6 L., 
Br. 14 Z- Baftäch P- gr- XV- P- 415. beschreibt dieses nach 
Primaticcio gestochene Blatt, und wäre geneigt, das aus G- 
J. R. und F. bestehende Monogralnm dem Bnqgieri beizu- 
 legen. Will aber (lOCh lieber dem Georg Ghisi (llßll Stich vin- 
diciren, da er den Buggieri nur als Maler nimmt. Die spä- 
teren AlldfllCliß sind retoucliirt. 
10) Zwei geflügelte Liebesgiitter bei zwei Löwen auf dem Boden 
liegend, Das liulas liegende liind huscht mit den llaindcu
        

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