Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1787652
Santi 
(Sanzio) a 
B21 fa el. 
309 
selbennnicht niiher, sondern  nur bei , dass sie überaus schön, in 
des liunstlers zweiter: florentinischerManierausgefiihrtseyen. Pas- 
savant glaubt. das eine dieser Bildchen sei in der Eremitage zu 
St: Petersburg zu suchen, das [iniestiick einer heiligen Familie 
mltfloscph ohne Bart. Maria sitzt in einem Zimmer und hält das 
Clmslklnfl auf ihrem rechten Itinie. welches den l'iopf' links 
llaQll (16111 bei ihm stehenden Joseph wendet. Dieser stützt sich 
auf den Stock. Rechts sieht man durch ein gcivölhtes Fenster 
etwas Landschaft. Dieses Bild, dessen Entstehung dem Cha- 
raliter der Zeichnung nach ins Jahr 1506 fiillt, war friitherhin im 
Hanse Angouleme, und da es stark iibcrinalt war, wurde es für 
geringen Preis an Herrn Barroi verkauft. Der Maler Vencline 
"T1555? es gut herzustellen; in dieser erneuerten Gestalt liain es in 
die Sammlung Crozat, und von da in die Eremitage. 
Das zweitrBild, welches Rafael fiir den Herzog gemalt ha- 
ben liiinnte, ist eine hleine Mailonna aus der Gallicrie Orleans, 
ebenfalls Iiniestiich. Maria, fast im Profil nach rechts gewendet, 
sitzt auf einer Bank, und hiilt das Christkind, welches iiii Begriff 
sich aufzurichten , den lilciilersaiiin an der Brust der lYliitticr er- 
UISST- Den Eliiitergriiiid bildet eine Zllllmertffillld mit einem Bänk- 
chen, auf dem einige Gefiissc stehen. Dieses ziemlich gut erhal- 
lßne Bild ist in Iiataefs zweiter Manier behandelt. Friiherhin war 
es im Besitz Ludwigs XIV.., beim Verkaufe der Galleric Orleans 
in London Hgtterstanil es [Icrr Hibbert um L. 500, und 1835 
wurde es "1 Paflä für 50,000 Frs. ausgeboten. 
 Iiafael malte während seines Aufenthaltes in Urbino auch das 
Bildniss des Herzogs Guiduhaldo, welches aber verschwunden ist. 
Dass ein solches vurhandirn wiir, beweiset der Brief des Pietro 
Bülllbt). vom 19. April 1516 an den Cardinal Bibiena. Baldi, Vita 
ß lFatti di Guidubiildo  1605 geschrieben, scheint es noch ge- 
seien zu haben, das Bildniss, welches aber der Mailänder Aus- 
gabe Seines Werhes beigegeben wurde, ist nach der Marmor- 
bllste nut seinem Grabe gcfertigct. Volkmann nennt ein im Hause 
Bovi befindliches Bildniss des Herzogs von Urhino, beschreibt es 
aber nicht genauer. Dann diirfle Rafael auch das Bildniss 
der Herzogin Elisabeth gemalt haben; denn in einer Nachricht des 
lflllunio Belfa Negriiii in den Opere del Conte U. Castiglioiie p. 
029 heißt ES, Graf (jzistiglioiie habe das Portrait einer fürstlichen 
Damit Von Piafaefs ullXHhbCSCSSCH. Man weiss nicht, wohin die- 
äs Bililiiissigelsoiiiinen ist, Nachbildungen dieses Purtraits und des 
RPPZpgs Guiduhalilo liiiiiiitcn aber jene beiden seyn, welche nach 
l "m; (llleiiiorie stor. dellzi Mai-ca di Ancona 1854 U. 3?) eilte!!! 
llüntschrittlichen Gedichte in der Bibliothek S. Salvvatore zu Bo- 
äiVFflhelgegeben sind. Das Gedicht wurde bei Gelegenheit der 
dgfuiimfnf-Tfiltß Monte di Picta zu Fabrianu 1509 geferliget, iid 
d_  ellßgln Elisabeth und dem Cardinal Antonio del Monte da- 
Päälb-l Der Herzog war schon 1508 gestorben. Dann ervfiihnen 
In gi Q0111 und Longhena auch eines Bildiiisses des Federico da 
n Omeiehrfh Eliten Herzogs von Urbiho, welches Rafael nach ci- 
dell] Bildnisseseiiics Vaters copirt hat. Der Herzog ist in Rüstung 
 (lßOmdPOihET riiit llernieliii__bcsetzt_en Mantel des] ls. 
ein B h n  eiis taruber. hr stutzt mit beiden Hain ßll 
band uc auf den fllSCh. und daneben liegt der Orden des Hosen- 
link e?! Rechts Qlldel ein grüner Vorhang den Hintergrundfmd 
Bilds llzffnet sich eine Aussicht auf das Schliiss von Urbiiio. Dieses 
Cav G"? "fiCh deiirToile des IYlal-zrs Agostino Comerio an den 
 rlvelli in Mailand. Die Diirstelliings- und Behandlungs-
        

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