Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1787289
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Sanitär: 
Jakob 
Philipp- 
Szmtcrrc, 
Jean 
Bapt. 
 In 
Hugo 
ein 
Prag lebte gegen Ende des 17. Jahrhunderts 
von Santen, wie Dlabacz angibt. 
Bildhauer, 
Santcr; dilli-Qb  Bildhauer und Architekt, geb. zu Brnnecls 
 in 'I'irol 1755, wurde von seinem Vater, einem Maler und Fasser, 
dem dortigen Bildhauer Sylli in die Lehre gegeben, und nach er- 
standener Lehrzeit arbeitete er bis 1780 bei Jakob Gratl in Inns- 
bruck. In diesem Jahre begab er sich nach Augsburg, um daselbsi 
die Akademie zu besuchen, wo er 1783 den Preis der Architektur 
zeichnung und der Bossirlaunst erhielt. Von 1781i  87 lag Santex 
in Paris seiner weiteren Ausbildung ob, endlich aber ging er in 
seine Vaterstadt zurück, wo er jetzt Stadtbnumeister wurde. 
Sunter baute die Pfarrkirelse zu Brnneck und jene zu Antholtz 
 wo auch die Altäre sein Werlrsind. Als Beweise seiner Geschick- 
lichkeit in der Bildhauerei dienen die Grabnuiililer des Fiirsthisehnl": 
 Joseph Grafen von Spaur im Dome zu Brixen, und des Freiherrn 
Joseph von Sperges in der Nlariahilfkirche zu Innsbruck, letzteres 
mit zwei trauernden Frauengestalten geziert. im Gesehmaeke dex 
Antike. Santer hatte entschiedenes Talent zur Plastik, und der be- 
rühmte Maler Schopf sagte daher, Tirol hätte an ihm einen Ca- 
nova aufzuweisen, wenn er der Iiunst sich stets hätte widmen könl 
nen. Syiiter bekleidete er nämlich auch die Stelle eines Bürger 
meisters. und zuletzt übernahm. er die Spitulverwaltimng. Dann be 
fasste er sich ebenfalls mit der Geometrie, und hatte in jener Ge- 
gend die Direktion des Strassenbaues übernommen. 
Dieser treHiliche Mann starb zu Bruneck 180g. Im Boten vor 
 Tirol. 1823 Nr. 95 u. 96 sind ausführliche Notizen iibur sein Let 
ben und Wirken. 
SQIHCP, Vvllhelm; Lithograph zu Breslau, ein jetzt lebender Iiiinst 
. ler, der bereits durch mehrere Blätter helmnxxt ist. Die Oflglllall 
gehören zu den besten Erzeugnissen des lUUllCPIlCTI Genre's. 
1) Fausfs Gretchen (den Brautschmucls betrachteml) nach C 
Cretius, ful. 
2) Der Beichtiger, nach C. Crelius, gr. fol. 
5) Spielende liincler auf der älterlichen ljrandstätte. nach A 
v. d. Emdds Bild im Besitze des Herzogs Eugen von Wlir 
temberg, roy. ful. 
4) Ansicht einer Capellc am Rhein, nach D. Quaglio, qu. fol. 
Santerre, Jean BElPtlSt, Maler, geh. z_u Dqngny bei Pontoise 1651 
hatteanfangs einen mittelmiissigen lVIeister Namens le Maire, fam 
  aber dann bei Ben Buulugue erspriesshcherexi Unterricht, uml ii 
Folge desselben überstieg sein Ruf llllltl die Grünzen Frankreichs 
Santerre war Maler der Mode, VOD Lfdflivig XIV. beivunde-rt, um 
von den Gmssen des Reiches nur um sovmehr angestaunt. Italien sal 
er nie, was gerade für ihn lsein gPPSSCPÄÜBPÄIIst war, cla seine Darslel 
lungsvveise eine ganz eigenihümliche ist, einfach und graziös nacl 
dem Geschmaclie seiner Zeit und seines Hofes. Ein Maler Rafael 
scher Maclunnen wi-ire aus ihm nie gewurden, und auch zu rei 
chen, grossartigen Compositiuxieu fehlte ihm die Gabe. Dagegei 
malte er mit ausserorclentlichcin Beifalle halbe weibliche Figuren 
und graziöse Heilige, Alles mit gewissenhafter! Sorgfalt. Eben s 
grussc lVliihe verwendete er auf seine Bildnisse, und wann er ein 
schöne Frauenhand zu malen hatte, pinselle er ganze Wochen lan 
daran. Solche Bildnisse scheinen sich jetzt "wenig mehr zu finilei 
In der historischen Gallerie zu Versnilleß ist von ihm das Puirtrai
        

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