Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1787014
San dberg, 
Sandby , 
Paul, 
245 
Zu seinen besten Oelbildern gehören: Erick XIV. i'm Gefäng- 
nisse, des Königs Einzug in Ladugnnrland, mit treuen Portraits; 
Scenen aus Wingalser, und die drei Valkyriexi, ein höchst vortrelf- 
liches Gemälde. Freja sitzt im Qucrsattel auf einem glänzend weis- 
sen Pferde, auch Rota und Gudur erscheinen glänzend geriistet zu 
Pferde, und nach den Schwestern kommt die bedächtige Skuld in 
grauer Tracht auf dem Schwarzschimmel. Sie schweben auf dunk- 
len Wolken herab, die sich um die kämpfenden Heere breiten, in 
deren_ Mitte man den Skalden sieht, der die Discn begriisst, wel- 
che dic Helden zu Odins Heimath rufen, 
An diese Werke reihen sich mehrere meisterhafte Bildnisse, 
worunter jene des Königs, und des Kronprinzen zu Pferd sich vor. 
nehmliclm hervorheben. Er ist auch im historischen Portraite aus- 
gezeichnet. 
Nach seinen und F0rsell's Zeichnungen sind die Blätter in ful- 
gendcm Werke ausgeführt: Une annee en Sudde, ou tableaux des 
cnstumea etc., par Forsell. Stockholm 1857. 
Sandby, P3111, Zeichner und Maler, wurde 1752 zu Nottingharn 
geboren, kam aber mit vierzehn Jahren nach London, und machte 
du solche Fortschritte, dass er schon 1748 den General VVntson 
als Zeichner nach Schottland begleiten konnte. Bei dieser Gele- 
genheit entwarf er in den Hochlanden zahlreiche Zeichnungen, die 
er während seines Aufenthaltes in Edinburg radirte, und nach sei- 
ner Rückkehr zu London in einem Foliobande herausgah. Im Jahre 
1752 zeichnete er zu Windsor 17 Ansichten jener Gegend, welche 
dem Sir Joseph Banks so wohl gefielen, dass cr den Künstler auf 
einer Reise durch Wales mit sich nahm. Auch bei dieser Gelegen- 
heit fertigte Sandhy viele interessante Zeichnungen, so wie später 
in Begleitung des Sir Watkin Williams Wynne, mit welchem er die 
nördlichen Gegenden Englands bereiste. Diese Zeichnungen wur- 
den in Bister- und Tuschmanier gestochen, ein Unternehmen, wel- 
ches die Aquatinta-Nlanier zu einem früher nicht gekannten Grad 
förderte. Um 1758 wurde Sandby Mitglied der Akademie in St. 
Martin's Lane, als er aber die Anstalt besser organisiren wollte, 
war lilugarlh sein hartnäckiger Gegner. Dafür machte Sandhy (les- 
sen Analysis ot" Beauty durch 6  8 radirte Blätter lächerlich. Bei 
der Gründung der k. Alsademic war Sandby einer der ersten lllit- 
glieder, und später bekleidete er die Stelle eines Chief Druwixxg- 
master an der NIilitär-Akademie zu Woolwich. 
Paul Sandby ist derjenige, welcher bald nach der Griiixdung 
der Akademie die ersten kunstmässigen Versuche in der Ninlcrei 
in Wasserfarben machte, allein er strebte mehr nach Genauigkeit 
der Umrisse als nach Kraft der Farben. Die Gegenstände wurden 
damals mit der Feder oder dem Bleistift mit grösster Genauigkeit 
ausgeführt, und die getuschten Zeichnungen, in denen Licht und 
_Schatten bereits mehr oder weniger kräftig angegeben waren, mit 
In Wasser verriebenen Farben so überzogen, dass die, Gegenstände 
einen entsprechenden Farbenmn erhielten. So lieferten Samlby 
{lud seine Zeitgenossen Hearne und Byrne Bilder, die zwar zu 
ihrer Zeit für schön galten, in der Thnt aber ungemein dürftig 
"I'd geschmacklos waren. Glover und besonders Nieholson ver- 
liehen der Wasserfarbenmalerei bedeutend mehr Schönheit und Wir- 
"mgv Indem sie bei genauer Zeichnung statt schwarzer Tuscliß 
Glau anvvandten. In Nicholson's Fussstaplen traten Turner und 
Girtin, durch welche dieser Iiunstzvveig bedeutend gefördert Wurde- 
Vßn dieser Zeit an machte die Aquarellmaierei. einen dauernde" Ein"
        

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