Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1787009
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Sanctis , 
Gregorio 
Sandberg, 
curations-Malereien gewöhnlicher Art, sondern die reinsten Kunst- 
werke in ihrer Weise. Im Casino der Negozianten zu [Vlpilaiul ist 
ein von ihm ganz allein gemalter Plafond, meisterhaft in dem, was 
die Italiener rsotto in ein (in der Ansieht von unten nach einen) 
nennen. Der Meister wollte da die Arbeit durch seine Schiller 
vollenden lassen; allein er war bei der ersten Iletrachlxmg mit dem 
Werke so unzulriedexi, (lass er es vernichtete, und den Plafnnd 
eigenhändig malte. Sanelerico halte eine zahlreiche Schule gebil- 
det, aus welcher ebenfalls trelfliche {Vleister bei-vergingen. Der 
berühmte Flligliara gehört unter diese, wählte aber in der Folge 
ein anderes Fach. 
SQUCÜS, Grcgorio de, Edelsteinsclmcider, arbeitete um 1810 in Rom. 
Sanctis, Orazio de, s, samis, 
Sanctis, Giovanni, s. Giu. Santi, Rauer; Vatur. 
Sand, GCOTg Balthasar VOII, Maler, stand im Dienste des Her- 
zogs von Coburg. Er malte zahlreiche Bildnisse,__ileren mehrere 
gestochen wurden, E. Hainzclinann stach jenes des [ierzogs Joh. 
Wilhelm von Sachsen Gotha. Dann malte Sand auch einige an- 
dere Darstellungen, wie die vierTeniperamente, welche der liiinst- 
ler in die Consistorialstube des Gymnasiums zu Coburg schenkte. 
In der St. Morizkirche sind Bilder, die sich auf die Reformation 
beziehen. Starb zu Coburg 1718- 
Sandberg, d. G3, Historienmaler zu Stockholm, wurde 1732 ge- 
boren, und von der Natur mit entschiedenen] Talente zur Kunst 
begabt. Dieses aber war sich selbst überlassen; Sandberg erhob 
sich durch eigene Kraft zu jener ausgezeichneten Stufe, auf wel- 
cher ihn das Vaterland bewundert, ohne Rom, ohne eine liunst- 
anstalt des Auslandes gesehen zu haben. Im Besitze vollkom- 
mener Mittel geht dieser Iiiinstler immer mit strengem, nur 
nach eigener Befriedigung strebenden: Geiste zu Werke. Er be- 
sitzt grosse technische Fertigkeit, Sorgfalt in der Behainllung, und 
einen schönen Farliensinn, so dass seine WVerkc im Allgemeinen 
nie ihren Eindruck verfehlen. Seine Ijehrexi sind auch vielen 
jungen Hünstlernjrvohlthätig geworden; denn Sandberg bekleidet 
die Stelle eines Professors der Malerei an der k. Akademie zu 
Stockholm. 
Sandberg hat sich fast in jeder Richtung yersucht, und stets 
mit glücklichem Erfolge, wenn er auch nicht immer mit gleichem 
poetischen Geiste zu Werke ging. Seine Irlauptwerke sind die 
Frcskomalereicn, unter Welchen jene aus der Geschichte Gnstav III. 
in der Grabkaiwelle dieses Königs im Dom zudlpsala oben anste- 
hen dürften. Er fiihrte da von 1851  55 sieben Gemälde aus, 
wovon die beiden grössten Gustav's letzte Rede an die Stände auf 
dem Pieichstage von 1560, und den Einzug in Stockholm 1525 vor- 
stellen. Die kleineren Gemälde enthalten folgende Darstellungen: 
Laurentius und Olaus Petri, wie Sie 1541 die erste schwedische 
Bibeliibersetzung überreichen; GUSNW mit dem Hauptbanner in der 
Schlacht bei Brämkirka 1518? GUSTW vor dem Rath zu Lübeck 
1519; derselbe König zu Rankhyttan in Dalarne 1520, und wie er 
1520 zu den Dalkurlen spricht. Diese Gemälde werden im Kunst- 
blatte 1841 Nr. 91 ausführlicher beschrieben, und besonders in Hin- 
sicht auf das historische Costiiin und in der Färbung ggfühgnt; in 
der Coinposition könnte man aber bisweilen mehr Wahl der lVIo. 
mente und eine geistvollere Ausführung wünschen.
        

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