Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1786850
allein er ist Ehlehtiher, der alle genannten Meister iiachnhmte, 
thcilvrcise nicht unwiirdig, wenn auch mit minderer Hraft. Er 
zieht durch eine gewisse Zartheit und Milde an, die Tiefe des Le- 
bens und der Empfindung eines Rafael erreichte er aber nicht. 
Salvi ist der Maler zahlreicher lieblicher Madonnen, so dass 
ilun schon seine Zeitgenossen den Beinamen des nPittore delle 
belle Madoniieu gaben. Sehr häufig hemmt der Kopf oder da; 
Brustbilcl der betenden lYlaria vor. Ein wahres Original dieser Ma- 
donna crlißnnl TVa-igen (H. u. li. I. 251) in dem Bilde der Gal- 
lerie in Devonshirehouse, einem Geniiilde von seltener liraft der 
Färbung und grosser Vollendung. Ymrtreiilicli, zart in einem war- 
men lslaren Ton verschmolzen: ist auch jenes der Gallerie des 
Louvre. in der Pinakothek zirhliiiiclieii und in der hcrzogl. Leuch- 
tenbcrgkchen Gallerie daisclhst, in der Gallerie zu Dresden. in hu- 
tonhouse in England. Auch andcriviirts lsonunen solche Bilder vor, 
die aber nicht immer von ihm selbst hcrriihren, (ibgleieh heltannt 
ist, dass er Öfter die eigenen YVerhe Cupirt habe. Diese Gciniilrle 
enthalten nur liiiiife und etwas Brust. Eine beteiide fVlariri in hal- 
ber Figur in natürlicher Grösse ist von Folo gestochen. Auch das 
auf dem Schoosse der Maria schlafende Iiiud malte er zu wie- 
derholten Malen, und darnach wurden Copicn in ganz Europa 
verbreitet. Das wahre Original derselben erkennt Wiziagen 1. c. U. 
532 im Bilde der Sammlung zu Lutonhouse in England. Es gilt 
da. als Werk der Elisabeth Sirani. Auch die Bilder in der Gallerie 
des Louvre und im lielvederc zu YVieii sind vorzüglich und des 
Mnisters würdig. in der Gzilleric zu Dresden sind zwei Bilder mit 
der das schlafende liind betrachtenden Madonna. Auf einem er. 
scheinen Cherubimliöpfe. Die Darstellungen mit und ohne Clieru- 
bini wechseln. im Geuiiilde der Leuchtenhergkchcn Sammlung zu 
München hiilt sie. lebensgrosses liniestiich, das Iiind in den Armen. 
In der Bildersammlung zu Lutonhmise ist auch ein sehr schönes 
Bild der Maria mit dem stehenden liinde, dem Joseph ehrerbietig 
die Hand hiisst. im h. Museum zu Berlin ist eine ähnliche Dar- 
stellung; aber etwas griisser und bedeutender, nach läiugler (ßesch. 
d. lVI. S. 155) von seltener VViirtle und schlichter Iloheit, ist in 
derselben Gullerie die ganze Figur des heil. Joseph mit dem Chri- 
stusltinde auf den Armen. im Nltiscuin zu Berlin sind auch zwei 
Bilder von Salvi. die er nach Rafael malte, das eine die Grablegung, 
wovon die Zeichnung im Besitze des liuiisthiiiiillers VVoodborn ist. 
ln diesem Gemälde UliiCIIlJQYCI sich ein nicht ganz gliichliches Ein- 
gehen auf den cltilfitläißl" Von l{alael's früheren Leistungen. Das 
andere Bild ist eine Conie des ßildnisses der Johanna von Arra- 
gonien, im hlaren Ton der Farbe in jeder Hinsicht als Qopie er- 
liennbar. Dann malte Sassoferrato auch die Madonna stehend und 
mit gefaltenen lliinrlen, nach aller YVcise. Ein solchesßild, lieb- 
lich und rein. in FUND und läusdrucla nicht unbedeutend, ist in 
der Gnllerie des Louvre. Die Ausführung findet Waagen beson- 
ders fleissig, die lebhafte Färbung aber etwas bunt. Lanzi nennt 
unter Salvi's Werken vor allen eine Madonna mit dem Iiinde im 
Pallaste Casali, und als eines der kleinsten, ein wahres Kleinod, 
den Roseiihranz in St. Sabine, wahrscheinlich die Bosenhriinze aus- 
theilende Madonna, von Balestrzi gestochen. Sein qriisstes Cueniäldß 
ist ein Altarbild in der Catlierlrale zu Montefiaserine. In der Gal- 
lerie zu Florenz ist das liildniss des liiiostlers, von M. Francia 
gestochen. Im Jahre 1035 starb er, und zivar in Boni. Das g?- 
nüflß Geburts- und Tlitlcsiziiir erfuhr Lanzi aus eirlßl" Ulimmf"; 
beiui Bischofe von Nutzern IYIassaitioli. Dadurch werden die All-
        

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