Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1786510
Sagstätter , 
G ottfried 
Sahler, 
Otto 
195 
Familie von ihm, die gewöhnlich seinem Schüler M. Bonecchi zu- 
geschrieben wird. _So benaclirichtet Lanzi, es ist aber dies die Fami- 
lie des heil. Joachim, wie die hl. Jungfrau als Mädchen im Tem- 
pel dargestellt wird. Dieses Bild hat L. Eredi für die Etturia 
pittriee gestochen. Starb 1751 im 71. Jahre.  
Sagstäiter, Gottfried Herrmann, Genremaler, geb. zu München 
1311, der Sohn eines Bürgers, verlor als niiiniindiger Jüngling in 
einem Jahre beide Eltern, und wurde dadurch dem bittersten "Lei- 
den preisgegeben, da ihm die Habsucht eines Gläubigers nicht 
nur kein Vermögen iibrig licss, sondern dem Minderjährigen auch 
noch die bürgerliche Gerechtsame seines Vaters entzogen wurde. 
Schon frühe mit Vorliebe der Zeiehenkuiist sich widmend, fand er 
aber jetzt an Cornelius eine Stütze, und machte an der von die- 
sem geleiteten Akademie in kurzer Zeit glänzende Fortschritte. Er 
entwickelte einen glücklichen Sinn für die Genremalerei, welche 
ihm bereits eine bedeutende Anzahl von Bildern aus dem Volltsle- 
ben verdankt. Viele derselben sah man in den Sälen des Kunst- 
vereines ausgestellt, von wo aus sie theils durch Ankauf, tlieils durch 
die Verloosungen in verschiedene Hände übergingen. Eines dersel- 
ben, welches in den Besitz der Königin Caroline von Bayern über- 
ging, stellt eine Wirthsstube vor, wo Bauern iiber den Ludwigs- 
kanal discutiren. Dieses schöne Gemälde hat Bodmer für die Mit- 
glieder des Iiunstvereins litliographirt. Ein anderes. Bauern beim 
Kartenspiele , hat Graf Raczynski für sein Prachtwerk, Ge- 
schichte der neueren deutschen Iiunst, auf Stein zeichnen lassen, 
eine Ehre, die nur vorzüglichen Werken zu Theil wurde. Schade 
nur, dass es in letzterer Zeit zu München in Schaeherliände ge- 
rieth und etwas beschädigt wurde. Ein drittes Bild, Claus und 
Steffen in der Schenke betitelt, wurde von Schäfer lithographirt. 
Sahagun, Hernando de, Bildhauer, arbeitete um 151a zu Alcalä 
de Henares, und zwar in Gemeinschaft mit Bart. de Aguilar. Ber- 
mudez nennt diesen Künstler. 
Sahler, OICO cilflStlilfl, Maler und Waehshossirer, geboren zu. 
Augsburg 1727, trat anfangs bei einem Silberarbeiter in die Lehre, 
und erlangte als solcher grosse Fertigkeit. Er ubte sich ebenfalls 
im Mudelliren, was ihm nicht nur für seine Kunst nützlich war, 
sondern zuletzt allein den Unterhalt sicherte. Im Jahre 1752 lies: 
er sich in Dresden nieder, und bossirte da zahlreiche Bildnisse 
und andere Darstellungen in Wachs. Ueberdiess befasste er sich 
mit der Kupfersteeherkunst. Er suchte Kreidezeiehnungen nachzu- 
ahmen, wobei er sich nach Art des J. Lutma des Spitzhammers be- 
diente. Es finden sich einige Blätter von seiner Hand, die aber in 
der Behandlung sehr unvollkommen und überhaupt von keiner 
Bedeutung sind. Im Jahre 1770 begab sich dieser Sahler nach 
Berlin, wo ihm seine in Wachs bossirten Bildnisse grossen Beifall 
erwarben. Er bossirte die Portraite der preussischen Königsfamilie, so 
wie jene der Kaiserin von Russland, und anderer Mitglieder der kais. 
Familie. Auch mehrere Gelehrte liessen sich von ihm darstel- 
len. Bei dieser Gelegenheit zeichnete er seine Individuen nach 
dem Leben oder malte sie in Pastell. Später wurde er Lehrer 
seiner Kunst an der Akademie in Berlin, so wie Zeichenineisten 
bossirte aber noch immer Bildnisse nach dem Leben, und sqgß? 
geschichtliche Darstellungen in Wachs. Einen anderen T_heil seiner 
VVerke machen die Pastellgemälde und seine Prospekte in Saftfar- 
ben aus. Von erstem hat D. Berger jenes des Moses Ivlendelssohn 
radirt. Starb 1807. ' ist 
        

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