Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1786491
Sailleven , 
Saclxtlexlen 
auch 
und Zachtleeven, 
193 
ist von ihm ein höchst humoristisehes Bild von 1682: mehrere Ka- 
tzen um ein aufgeschlagenes Notenbuch und der Uhu! als Capel- 
mcister thronend. Diese Musiker sind trefflich gruppirt, urige- 
mein wahr in ihrer thierischen Natur, und die Färbung ist wie man 
sie nur bei einem tüchtigen Meister seines Vaterlandes findet. Das 
Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. Nach der Jabrzahl des 
genannten Bildes zu schliessen, war er 1682 noch in voller Thiitig- 
keit. Van Dycli hat sein Bildniss gemalt und L. Vorstcnnann e; 
gestochen).  
Einige Werke dieses Itiiizstlers sind auch in Kupfer gestochen. 
Sehr schon und selten ist ein Blatt von Marinus. welches Bauern 
in der Schenke vorstellt, wovon ein betrunkener seinen Ucber- 
flnss von sich gibt, in der Nähe eines Schweins, des Symbols 
seines Zustandes. Marinus stach auch ein Blatt mit der Auf- 
schrift: De Rommelpot. Es stellt Iiinder vor, die mit der 
Tnpftromrnel bei Nachtlicht umherziehen. Ein drittes Blatt von 
Murinus enthält singende und spielende Bauernkinder , mit 
1655 datirt, aber ohne Namen des Künstler, so wie folgendes, viel- 
leicht zweifelhafte Blatt: zwei Männer beim Iierzenhchte Damen 
spielend, währendein Dritter mit der Pfeife im Munde zusieht. 
Gegenüber spielt ein Mädchen neben einem Alten die Lauthe. Die- 
ses Blatt ist zweifelhaft, qu. fol. Von J. Bylaert haben wir ein 
Blatt in Crayoti-Manier, welches eine sitzende Alte mit der Krü- 
cke vorstellt. A. Bartsch rarlirte nach seiner Zeichnung einen 
Hundskopf, es steht aber auf diesem Blatte irrig: Livcns deliu. 
Eigenhändige Radirungen, 
schöne geistreiche Blätter, die in guten alten Abdriicken sel- 
ten sind, und noch seltener in completter Folge. 
i) Die fünf Sinne, unter grotteslsen Figuren dargestellt. Am 
Himmel eines jeden Blattes ist der Name des Sinnes zu le- 
sen, und unten rechts in der Ecke steht die Nro. der 
Folge.  Br-SZ. 1  
1) Gehoor, ein Mann mit dem Stelzfusse und einer 
 Bandrolle, auf welcher steht: De Vyf Sinnen wt ge- 
beelt door C. Sachtleven. 
2) FGesicht. 
3) De Smaecli. 
4) t'Gevoel. 
5) De Reuck.  
Diese fünf Darstellungen kommen auch auf ei- 
nem einzigen grossen Blatte vor, aber sehr selten. 
I. Die erste Adresse ist jene von M. Pool. Abdrücke die- 
 ser Art werthet B. Weigel auf Ö Thlr. 8 gr. 
II. Fredericls de Widt excudebat. 
III. C. J. Visscher excud. 
2) Bauern in verschiedenen Stellungen, einzelne Figuren, in 
einer Folge von 12 Blättern. Auf dem ersten Blatte ist ein 
 sitzender Bauer mit einer Bandrolle in den Händen, auf 
welcher" steht: C. Sachtleeuen Fecit i. P. Beerendrecht. M. 
Pool exc. steht. Rechts unten am Boden sind die Numern 
1-12.  
I. Mit M. Pools Adresse. 
II. Mit der Adresse H. H. exc. 16585. 
5) Landschaft mit einem Hirten, der ein Schaaf, drei Ziegel! 
und einen Hammel hütet. Rechts vom frisst eine ZWEI 
Naglefs Künstler -Lex. Bd. XI V. 13
        

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