Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1786485
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Saftleeven , 
auch 
Sachtlenen 
und "Zachtleeven , 
vum sind zwei Männer, der eine mit dem Queen- 
sack auf den Stock gelehnt. 
3) Die Hütten von Bäuruen umgeben; rechts vom zwei 
Cavaliere im Mantel, der eine mit dem Degen an 
derSeite.  
4) Der Cavalier auf dem Felde von einem Armen an- 
gebettelt. In der Ferne ist der Hirte mit den Schaa- 
ien, im Grunde Gehölz mit einem alten Thurme 
dazwischen zur Linken. 
5) Das Weib auf dem Felde, welches mit einem auf 
' dem Boden sitzenden Bauer spricht. Rechts im 
Grunde sieht man zwischen Bäumen einen Iiirch- 
thurm, links steht am Boden: H. S. L. 1027, 
 Diese Blätter werden in alten holländischen Cara- 
logen dem H. Saftleven zugeschrieben, und auch 
Bcgnault Delalande erklärt sie im BigaPschen Ca- 
taloge als Badirungen dieses Meisters, die Bartsch 
entgangen sind. Allein neuere Schriftsteller, wie 
Brulliot, K. Weigel erklären sich gegen diese An- 
nahme. Schon Christ deutet das Monogramrn H. 
S. L. auf diesen Blättern auf H. L. Schaerer, der 
aber anderwärts seinen Namen ausschrieb. 
2) Ansieht eines alten Städtchens, mit einem Thore in der 
Mitte, und einem runden spitzig zulaufenden Thurme. Vorn 
sitzt ein Zeichner vom Rücken gesehen. Links am Bas- 
sin eines Brunnens ist das Zeiehen II. S. L., ähnlich 
demjenigen, welches auf den obigen Blättern vorkommt, 
und rechts am Baumstarume steht die Jahrzahl 1012. I1. 5 Zu 
Br. 4 Z. 4 L. 
Brulliot I. Nro. 2403 reiht dieses Blatt als sechstes an die 
obigen fünf an, während YVeigel nicht die eine und die- 
selbe Hand erkennt, sondern zwei verschiedene deutsche 
Meister. Von Saftleven kann dieses Blatt in keinem Falle 
herrühren, da derselbe 160g geboren wurde, mithin erst 
drei Jahre alt war, als jenes Blatt erschien. 
5) Die Erndte, ein Feld, linhs mit zwei Schnittern, wovon der 
eine mit der Sense steht, der andere mit dem Iiruge sitzt. 
In der Ferne binden zwei Männer Gerben und rechts sieht 
man zwei Reiter den VVald zu galoppiren. Gegenüber im 
Grunde ist ein Fluss. Dieses Blatt hiinnte nach einerZeichnung 
von Saftleven gefbrtiget seyn, aber nicht vom ihm selbst, du 
es in der Arbeit zu roh und zu trocken erscheint. H. 8 Z., 
Br. 10 Z- 2 L- 
Saftleeven, auch Sachtleuen und Zachtleeven, Cornehs, 
Maler und Radirer. de? Bruder Hermalfä, Wurde um 1612 zu Rot- 
Äerdam geboren, und unter unbekannten Verhältnissen zum Künst- 
ler herangebildet. Er malte m Brounfexds und 'I'enier's Manier Sol- 
 datenscenen, Bauern in und ausser ihren Wohnungen, Küchen u. 
s: w., gew-öhnlich humoristische Darstellungen mit getreuer Nach. 
ahmung der Natur. Dann malte er auch Landschaften mit Figuren 
und Thieren , kommt aber hierin semem Bruder nicht gleich, ob- 
gleich auch seine Gemälde sehrschätzhar sindu Seine Genrebilder sind 
aber trefflich in ihrer Art, sie scheinen aber selten, oder in Hol- 
land versteckt zu seyn, da in _den grossen Galleflüh zu München, 
Berlin, Wien etc. nichts von Ihm vorkommt. Im Museum zu Cöln
        

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