Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1786442
Saftlceven , 
Hermann. 
rige Theil des Himmels ist mit der kalten Nadel iiber- 
gangen. Oben sind Iireuzstriche. 
26) Der ruhende Bauer. Er sitzt rechts auf dem Boden, fast 
en face, den liopf nach rechts zuriickgewendet, wie er mit 
beiden Händen den Krug zwischen den Iinieen hält. Im 
Grunde links geht ein Bauer hinter der Egge, die ein Pferd 
nach dem Grunde zu zieht. Rechts unten ist das Zeichen und 
die Jahrzahl 1646. Im Rande sind vier lateinische Verse: 
Terra factus homo terram proscindit arator etc. H. 7 Z. 
Q L. ohne 1 L. Rand, Br. 6 Z. 
B. Weigel kennt zwei verschiedene Abdrücke; 
I. Vor den schraffirten Wolken am Himmel, 
II. Mit denselben. Bartsch kannte nur einen solchen Ab- 
driick. 
27) Das Gehölz (le bois), ein kostbares und sehr seltenes Haupt- 
blatt, worin Saftleven seine grösste Meisterschaft entwickelte. 
Es stellt den Eingang eines Waldes dar, mit zwei hohen 
Bäumen links am Hügel, zwischen welchen der Weg durch. 
geht. ln lViitte des Grundes sind zwei Jäger, wovon der eine 
die Flinte auf der Achsel trägt. Links ist weite Ebene und 
ein Fluss mit Bäumen. Unten steht das Monogramln und 
die Jahrzahl 164.1. H. 9 z. 10 L., Br. a z. 5 L. 
Dieses herrliche Blatt wird im guten alten Drucke mit 
50  60 Gulden bezahlt. Saftleven hat es selbst retouchirt, 
da die erste Arbeit zu zart war, wesswegen die Platte wenig 
Abdrücke gab. Später arbeitete er mit der kalten Nadel hin- 
ein, und wendete auch zum zweiten Male das AEtZWGSSCY an. 
28) Der grosse Baum, tretHicheLandschaft mit schöner Ferne und 
einem Flosse. ,Der Baum erhebt sich rechts vorn , und bei 
diesem sieht man drei Männer, wovon der eine sitzt, und 
der andere sich auf den Stock lehnt. Links unten ist das 
Zeichen und die Jahzahl 161W. H. g Z. 5 L., Br. 3 Z. 2 L. 
Dieses schön radirte und seltene Hauptblatt bildet das Ge- 
gensttick zum obigen. In der Schvvarzenbergischen Auktion 
wurde es mit 9'Thl. bezahlt. Weigel werthet dieses seltene 
Hauptblatt auf 18 Thlr. 
29) De Witte vvrouwen-poort, ein Stadtthor von Utrecht. Dic- 
ses weisse Frauenthor hat in der Mitte einen Thurm mit 
Zugbrücke, auf welcher zwei Männer stehen. Im Wasser 
links sieht man einen Bauer mit zwei Pferden und anderen 
Figuren. In Mitte des Randes ist obige holländische In- 
schrift, links das Mouogramm und rechts die Jahrzahl 1646- 
H. 10 Z. 5 L. und 10 L. Rand, Br. 8 Z. 7 L. 
Man kennt von diesem Blatte zweierlei Abdrücke. 
I. Der Himmel ist fast Weiß? man bemerkt nur leichte 
Umrisse mit der kalten Nadel. 
Der Abdruck der Sammlung des Grafen v. Fries in 
Wien, auf welchem nur die Jahrzahl 1546 steht, ist 
wahrscheinlich einzig- 
II. Mit Wolken am Himmel. Bei Weigel 7 Thl. 
IlI. Die modernen Abdrücke, theils schwach, theils graulicb 
und monoton. 
30) Der Schweinhirt, auch die superbe Landschaft genannt, Er 
treibt bei autgehender Sonne, den Bündel auf dem Bücken, 
in der Mitte vorn vier Schweine nach links hin. lln Mittel- 
grunde sieht man zwei Männer mit Butten beladen, und im
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.