Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784673
Bueland. 
Buelle , 
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Hälhe des vorigen Jahrhunderts und war auch Mitglied der alten 
Akademie daselbst. Er gab 5 Hefte mit Studien von Figuren, Thie- 
ren, Landschaften, Blumen, Ornamenten etc. heraus, die 1806 un- 
ter dem Titel: Oeuvres completes de J. B, Ruel erschienen. Er 
nennt sich da Mitglied der alten Alzademie, weil sich das neue 
Institut wahrscheinlich um ihn nichts belsiimmert hatte. 
Bueland: derNmne eines alten österreichischen Malers, welcher erst 1845 
 aus dem Dunkel der Geschichte her-vorgezogen wurde. Sein Wirkungs- 
 hreis scheint im liloster Nenburg bei Wien zu suchen zu seyn, wo ne- 
ben anderen vier Bilder aus der Geschichte desTäufers sich befinden, 
wovon die Gefangennehixiung des Heiligen auf der Helleburde eines 
Schergen den Namen RUELAND trägt. lVlit diesen Bildern stimmen 
vier Darstellungen aus der Passionsgeschichte und von derselben 
Hand sind auch vier Bilder aus der Legende des hl. Leopold, die 
Gründung des Klosters betrelfend. Diese erinnern in der Frische 
und Naivetät der Vorstellungen und Farben an die besten Minia- 
turen der Eychschen Schule. Auf dem ersten Gemälde zieht der 
heil. Leopold mit seiner Frau, mit Knappen und Hunden auf die 
"Jagd aus; auf dem zweiten ist die Eher-jagt]. wobei die Frau 
den Schleier verliert, was aber nicht dargestellt ist; auf dem drit- 
ten die Wiederfindung des Sc-hleiers, und das vierte, das reinste  
von allen, stellt die Arbeiten an dem Iiloster, eben an jener Stelle 
wo derSchleiergelunden Vftlfflß dar. St. Leopold kommt mit der Frau 
am Arme herbei. Dieses Bild ist 1501 bezeichnet. Passavant legt 
diese Bildchen im Iitinstbleitte 18111 Nro. 1611 (Beiträge zur liennt- 
niss der alten Malerschulen) dem Meister B.  1501- 1507 bei, er 
 ist aber wohl sicher der Nleister Buelnnd, dessen Nomen Dr. 
Bincliher im ljiunstblntte 18.13 zuerst nennt. Dr. F. Iiugler theilt 
da S. 535 eine Berichtuxig desselben mit, nach welcher ein lebens- 
grosscs Bild des hl. LlZOPOlKl in dem genannten liloster nicht mit 
B.  1507, wie Passnvant angibt, stmdern mit B. F. 1507 bezeich- 
net ist. Um diesen heil. Leopold sind 12 lsleinere Bilder. je vier 
zusammengehörig, die an Ort und Stelle für NVerlse desselben 
Meisters gelten, was auch andere Sachverständige beslattigen. Der 
Maler des hl. Leopold ist wahrscheinlich mit. dem Ptnelantl wieder 
derselbe, so (lass die Buchstaben H. F. als llueland Fccit zu neh- 
men sind, ivcnn sie nicht auf einen älteren Meister gehen, da Pas- 
suvant glaubt, sein hileister li. E. habe dabei ein älteres Vorbild 
zu Grunde gelegt. 
Ein älterer Meister R. F. findet sich in der Gallerie der Belve- 
dcre zu lNien, wo man vier grossc '1':ifeln sieht, die mit Gegen- 
Sliinden aus der Leitlensgeschichte bemalt, und li. F. 11191 bezeich- 
DPI sind. Diese Darslellungcn sind alle auf Goldgrund gemalt mit 
eiugedriichten Verzierungen. Die Figuren sind schlank, aber nicht 
lffigßf. die Beivegungen meist richtig, wenn gleich zuweilen steif, 
die Gewänder scharf gebrochen, die Färbung hlar und in den 
bchatten saftig. Diese Bilder sind nach Pussavnnt nicht von R. E- 
uder unserm Buelund, was auch liugler und lliecliher bestättigen. 
Buelandts ChYiStOph, Bildhauer und Smccmurcr in IVIÜnChCn, 
stand im Dienste dns Herzogs YViHmlm, und war beim Bnuq der _Je- 
suilenlzirche beschältiget. Im Lahn-e 1600 sieht er auf der LlSTß 
 der KüIIsLIcr des Herzkogs lYIuximiHan, mit einem Gehalte von T!- 
Gulden. 
Buellc, 
IIUIS 
plällldß dC 18, Zeichner und Maler aus Lothringen, ge- 
m der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Nancy grossen
        

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