Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785909
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Sacchi , 
Gaspafß- 
Sacchi , 
gefertiget habe; wir geben jedoch noch zwei Blätter dazu. In 
diesen liadirungen oEenbaret sich wenig Fertigkeit in Führung der 
Nalrllel, die Iiöpfe aber sind voll Ausdruck und geistreich darge- 
ste t. 
i) Die Anbetung der Hirten, nach Tintorettoß Bild im gros- 
sen Saale der Schule des hl. Rochus zu Venedig. Im unte- 
ren Bande ist Sacchi's Declication an den Grafen Lud. W. 
von Ortemburg. H. 18 Z- 9 L- mil 1 Z. 4 L. Band, Br. 
14 Z. 3 L- 
2) Die Anbetung der Könige, nach P. Veronese, mit SacchPs 
Dedication an Donato Coregiio IÖÄQ- H. 16 Z. ÖL. mit 1 Z. 
3 L. unteren Rand, Br. 15 Z. 2 L. 
5) Ratleic bringt die Leiber der Heiligen Marcellinus und Ti- 
burtius von Rom nach Deutschland. Batleic steht mit seiv 
nem Sohne in Mitte des Blattes und nimmt von Eginhard 
und seinen Mönchen Abschied. Links beladen zwei Män- 
ner einen Esel mit einer grossen Kiste, rechts halten andere 
Männer die Pferde. Im Grunde ist eine Kirche. Im Rande 
steht: Ratleico trasportando da Roma al Tempio de Oclanu- 
ad in Germania i corpi di S. Martiri Pietru Mercellino e 
Tiburtius etc. In der Mitte unten: Carlo Sacco Inu. e scolp. 
11.1 z. 9 L. mit 1 L. Rand. Br. 12 z. 4 L. 
In der Aretinischen Sammlung war ein Exemplar. 
4) Grosse Allegorie auf einen Fürsten, welcher knieencl bei dem 
niedergestürzten Neid und andern Lastern vom Üeberfluss 
gekrönt und von der Brust der Natur, die zu seiner Rech- 
ten ist, genährt wird. Die Fama mit den Wappen und die 
Gerechtigkeit ist über ihm. Im Hintergruncle rechts ist Neptun 
und im Vorgrunde ein heilender Hund. Unten steht: Caro- 
lus Saccus Papiensis sculp. et fecit. H. 14 Z. 8 L., Br. 
19 Zoll. 
Ein solches Blatt war in der Sammlung des Grafen Stern- 
berg  Manderscheid. 
5300111, GFJSPZITO, Maler von Imola, arbeitete in den ersten De- 
cennien des 16. Jahrhunderts, doch ist es unbekannt unter wel- 
chen Verhältnissen. Fabri und Orlandi fanden zu Ravenna Bilder; 
von ihm. Ein solches in der Salsristei der Schlosskirche S. Pie? 
tro zu Imula ist von 1517, und ein anderes in der Iiapelle Butri- 
gati in S. Francesco zu Bologna mit 1521 datirt. 
SEIOChI, PIGPfFHHCCSCO, Maler von Pavia, und daher Pier Francesco Pa- 
vose genannt, vielleicht ein Nachlsömmlmgjener Sacchi, welche schon 
als [Vlusailaarbeiter daselbst bekannt waren. Diese Familie verzierte 
frühe rlie Carlhause mit Mosaik aus harten Steinen. Pierlrancesco soll 
um 17:60 in Mailand gearbeitet haben, und Soprani findet von 
1512  26 in Genua über ihn Nachrichten. Im Oratorio von St. 
Hugo zu Mailand sind von ihm die vier Iiirchenlehrer. In Man- 
lua sah Lanzi ebenfalls noch Werke von ihm, die im Style je- 
nen des Carlo di Mantegna gleichen, mit welchem Sacchi nach 
Genua kam, wo sich aber nichts von ihm finden soll. Lanzi nennt 
ihn einen guten Ansichtenmaler, einen höchst angenehmen Land- 
schafter, einen fleissigen und genauen Zeichner. 
Sacchi, Nq Maler von Casale, war Zeitgenosse des W. Caccin von 
Moncalvo, und in letzterem Orte Gehülfe desselben. Da beschreibt
        

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