Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785861
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Sacchetti , 
Antonio. 
Sacchi , 
Andrea. 
ches sechs Decorationen der Oper Coriolan enthält. Diese 
wurde im k. k. Hoftheater am lii-irnthnerthor gegeben. 
Oper 
SEXCChelIU, AIIIOUIO, Decorationsmaler, der Salm des Ohigen, 
wurde 1790 zu Venedig geboren, und vom Vater zur Kunst ange- 
leitet. Seine ersten Arbeiten führte er unter dessen Augen in 
Briinn aus, wo Imrenzo im Herloutensaale arbeitete. Der Sohn 
löste seine Aufgabe mit so glücklichem Erfolge, dass der Graf 
Pachta, welcher damals die Brünner Schaubühne übernahm, den 
 jungen Künstler als Decorateur für sein Theater bestimmte. Sa- 
cchetti zeichnete sich durch diese Arbeiten dergestalt aus, dass er 
im Jalu-e 1310 einen Ruf an die Prager Bühne erhielt. Auch hier 
zogen seine Decorationen die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich 
 und gewannen ihm solche Anerkennung, dass er nach dem Tbde 
des stänclischen Theatermalers mit allgemeiner Zustimmung an des- 
sen Stelle ernannt wurde. In Prag malte Sacchetti auch mehrere 
Panoratnen, ganze und Halbrutidgemält-le, durch welche er auch 
ohne Hülle von optischen Gläsern Täuschung hervorzubringen 
 wusste. Besonders ausgezeichnet ist das Iltmdgemiilde von Prag, 
jenes von Wien, von Carlsbacl etc. Seine Panoramen wurden in 
den ersten Städten mit ungetheiltem Beifall gesehen. Im Jahre 
1855 malte Sacchetti in Wien den Vorhang des Iiötngsstärlter 
Theaters. Er stellte darauf das h. Schloss in Potsdam , den Markt 
mit dem Bathhause und die Colonnade vor dem Landnngsplatze 
dar. Dies ist ein Meisterstiich von perspektivischer Darstellung. 
Sacchetti, Glovanm Bamta, Architekt; war in Turin Schüler 
von F. Juvara und ein Meister von Iluf. Er baute in Turin den 
Pallast Paesanu im Style Juvara's , ging aber später nach Madrid, 
wo sich Carl III. seiner Kunst bediente; Er baute daselbt das kö- 
nigliche Schloss, da 175]! der alte Alcazar ein Raub der Flammen 
geworden war, Zu diesem neuen SClllOSSß hatte schon Juvara Plan 
und [Ylodell gemacht, Sacehetti verwarf aber alles, und fertigte 
neue Risse. Das Gebäude enthält ungeheuere Massen und Ge- 
wölbe, die liir eine Festung geeignet wären. Milizzia gibt eine ge- 
naue Beschreibung von diesen Steinlasten findet aber wenig archi- 
tektonische Schönheit.  
Sacchetti wurde Professor der Baukunst an der Akademie in 
Madrid, und starb daselbst um 1'265. 
SBCChl, Andrßa, Maler, genannt Ouche, wurde nach Pnsseri zu 
Rom 1600 geboren (nach anderen 1594 oder 159g), und von Sei. 
nem Vater Benedetto unterrichtet, bis er in die Schule des F. A1- 
bani kam, unter dessen Aufsicht er einige kleine Gemälde verfer- 
tigte, die ihn schon sehr vorthcilhvaft bekannt machten, und den 
Glauben erregten, dass Albani's Geist auf ihn übergegangen sei. 
Hierauf führte er mehrere Gemälde fur die Iiirchen Roms aus, im 
Ganzen aber sind seine Werke nicht zahlreich, da er mit grosser 
Ueberlegung zu Werke ging, eingedenk seines Wahlspruches: 
vvBc-sser wenig und Vollhommenes als viel und Mittelmässigesie. 
Allein seine Sorge in Beobachtung der akademischen Regel ging 
bis ins Pedantische, und schloss sein ganzes VVescn in bestimmte 
Grenzen ein, so dass er sich selbst den Weg zur weiteren Fortbil- 
dung absperrte. Der Gegenstand seiner höchsten Begeisterung war 
Rafael, er gerieth in Exitziichung, wenn er eine Zeichnung von 
oder nach diesem lYleister sah, und wenn ihm seine Freunde die 
Langsamkeit im Arbeiten vorwerfen, so antwortete er, Rafael und 
Carracei miichten ihn schüchtern und schlugen seinen Muth dar-
        

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