Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785841
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Salalct , 
Sablon , 
Pierre. 
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sehen Tanz, nennt ebenfalls das Colorit schön, aber die Zeichnung 
unvollkommen. Bisher malte Sablet immer nur Genrebilder, endlich 
aber concurrirte er auch um den historischen Preis, welchen er mit 
seinem Bilde erhielt, welches Aeneas vorstellt, wie er im Pallaste des 
Priomus dieHelena tödten will, aber von Venus daran gehindert wvird. 
An dieses Gemälde reihen sich nur sehr wenige andere ähnlichen In- 
halts, da er wieder zu jenem Genre zuriiclslsehrte, welchem er 
seinen Ruf verdankte. Unter den spätem Bildern dieser Art nannte 
man besonders die Zigeunerin, welche einem welschen Bauern- 
miidchen aus der Hand weissagt, und das Familienhild des liiinst- 
lers. Der Iiünstler steht in seinem Atelier und richtet den Blick 
auf seinen Vater und seine Sliefmutter, die seine Werbe betrach- 
ten. Dieses Bild erwarb der Schultheiss Miilinen in Bern. Auf 
der öffentlichen Bibliothek daselbst ist von ihm eine allegorische 
Darstellung, welche die Bernische Regierung vorstellt. wie sie 
Künste und Wissenschaften fördert. 
Sablet gehört zu den besten Künstlern damaliger Zeit. Seine 
besonderen Gönner waren der Cardinal Fäsch und Lucian Bona- 
parte. Die Urtheilc iiber ihn lauten in früheren Schriften öttei- wi- 
dersprechend. (s. Ziircher-Journal, 42. 209., MeusePs Archiv I. 
49, dessen Miscc-ll. V. 561., Nouv. des arts II. 579). so viel ist 
aber gewies, dass er im edleren Genre mehr geleistet hat, als viele 
seiner Zeitgenossen, so wohl in WVahrheit der Auflassung, als in 
der Färbung. Er starb 180.3 in Madrid, wohin er Lucian Bona- 
parte begleitet hatte. 
Copia stach nach ihm: le maröchal de la Vendöe. Mit Ducroz 
gab er eine Folge von modernen römischen Trachten heraus. 
Ducroz stach die Zeichnungen Snblefs in Tusclimanier. 
Folgende Blätter sind von ihm: 
1) Ein am Tische sitzender Mann, mit einem ottcnen Buche 
auf demselben. F. Sablet pinx. et sculp. Romae 1786. lsl. 
folio. 
2) Eine Beteude, ful.  
5) Eine Mutter mit dem liincle, 1786, fol. 
Sablet, JOhillln BQPIIISII, Maler, wahrscheinlich der ältere Bru- 
der des Obigen, lebte ebenfalls in Rom , und widmete, sich (la der 
Historien- uurl Genernalerei. Die LGbGIISVCPlIälIUISSG dieses Iiiinst- 
lers scheinen weniger bekannt zu scyn, als die seines Bruders. 
Nach einer, vielleicht unsicheren Angabe, starb er zu Paris 1805. 
Sabllll, Nq nennt Fiorillo in seinen kleinen Schriften einen russi- 
schen Iiupferstecher, von welchem man ein kleines Bildniss von 
Alex. Sumarokulf, Ilach J. Parcliwklü, 14611116. 
SEIblOH, PIBITG, Zeichner und Radirer von Chartres, ein nach 
seinen Lebensverhältnissen wenig bekannter Künstler, wurde 1581i- 
geboren. Dieses wissen wir _eus_ der Aufschrift seines Bildnisses, 
und ausserclem sprechen die ubrigen Blätter von ihm. Folgende 
Blätter beschreibt Hubert Dumcsml 1111 P. gr. fr. Vl. 149. 
1) Das Bililniss des Künstlers, Büste im Profil nach rechts, in 
bvaler Einfassung, mit der Umschrift: Pierre Sablon 
C hartrain. XXIII- AHS- 1607. Im Rande sind viel- fran- 
zösisehe Verse: Me ccmtemplan un jour etc. H. 12g millim. 
mit 18 In. Rand, Br. 87_millin1. 
2) Lamech und Cam, Copie nach Lucas von Leydmh Rgcm;
        

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