Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785656
Byckaort, 
Aortn. 
ausscr denselben, ländliche Feste, Kirehmebsen, Dorf-Musikern 
ten, Concerte in besseren Iireisen der Gesellschaft, Alchymisten, 
Pferdeställe, Zauberer u. s. w. In den späteren Zeit gefiel er sich 
in allerlei phantastischen Darstellungen, in Teufel- und Hexensce- 
nen etc. Oefter wählte er die 'v'ersuehung des hl. Antonius zum Ge- 
genstand, wo Teufel und Ungethürne verschiedener Art ihr Spiel 
treiben. Doch gefielen auch diese Werke, da Byckaert überhaupt 
viele Vorzüge besitzt, ohne gerade zu den llauptmeistern zu gehören. 
Man trifft aber in den ausgezeichnetsten Gallerien Bilder von 
ihm. ln der Gallerie des Belvedere zu Wien sind vier schöne Bil- 
der von ihm, darunter eine Dorfkirchweih mit einer Menge tan- 
zender und zechender Leute, und einer vornehmeren Familie. Die- 
ses Bild trügt den Namen des Meisters und die Jahrzahl 1648. Ein 
zweites Bild, von 1640. stellt Soldaten vor, die ein Dorf plündern, 
und vor dem Wirthshause schwelgen , während die Bewohner fle- 
lien und die Iiirche in Flammen steht. Descamps rühmt beson- 
ders ein Bild, welches die Grausamkeiten eines rohen Iiriegsvol- 
lses mit schauerlicher Wahrheit darstellt. Dieses Gemälde war da- 
mals im Besitze des H. Carl Brouver zu Gcnt, und ist wahrscheinlich 
nicht das oben erwähnte Bild in Wien. ln der Pinakothek zu. 
München ist eines der vorziiglichsten Werke des Meisters, das 
von Bauern gefeierte Bohnenfest vorstellend, eine von den nieder- 
ländischen Meistern oft gemalte Scene. In der Gallerie zu Pom- 
mersfelrlen ist ebenfalls eines der Hauptwerkellyclsaertfs, ein Fami- 
lien-Concert, in trefflich ilurchgeführtem Silberton. In der Samm- 
lung zu Dresden findet man drei Bauch- und Trinkgesellschaften. 
Byekaert war ein Künstler von Ansehen, nur in Gesellschaft 
von grossen Herren, die an seinen niederen Volksscenen grosses Ge- 
fallen fanden. Sein besonderer Gönner war der Erzherzog LOG-y 
pold. Im Jahre 1651 wurde er Direktor der Akademie zu Ant- 
werpen, wo er 16T? starb. 
F. Bouttats stach das Bildniss dieses Künstlers. halbe Figur in 
Octav. Prenner stach die genannten Scenen der k. k. Gallerie in 
WVien, und das Bohnenfest der Pinakothek in München ist durch 
Piloty's Lithographie bekannt. H. Barry stach ein mythologische: 
Bild, welches Ceres vorstellt, wie sie mit Betrübniss ihre Tochter 
Proserpina sucht, beim Fackelscheine der Alten. Von P. Chenu haben 
wir ein Blatt mit einem alten Manne, der mit den Kindern spielt. 
nach dem Bilde des Cabinet Vence. J. de Weerdt stach eine Folge 
von Blättern. welche die Hauptsüuden vorstellen, mit vier hollän- 
dischen Versen. 
Eyckaert soll auch in Kupfer radirt haben, wir fanden aber 
kein Verzeichniss seiner Blätter. Die folgenden könnten von ihm 
seyn. 
1) Ein ländliches Fest, geistreiche Composition. D. Byckaert 
pinx. gr. qu. 8.  
2) Der liupf eines lachenden Bauern, im Geschmackes A. Bron- 
wex-'s radirt, mit dem Monogramme DR Fecit bezeichnet, 8. 
5) Zwei andere Köpfe und Büsten von Bauern, in derselben 
Manier, ebenso bezeichnet, 8.  
Byßliaßrt, ACPtSZq Maler von Wjck op zPZee, haue säen Beinamen 
Ryck matter stell, weil er einen Stelzfnss hatle. 1185er Kumue." 
gehört zur Familie der Aerlsens, den Rycknert VAertsz. heisst [F17 
chard Sohn des Aerts. Er ist der ältere der Familie. C13 e!" bar?" 
1520 in der Bruderschaft des heil. Lucas zu Antwerpen erschßlnte
        

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