Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784617
Bude, 
Francois. 
Funde, 
Sophie. 
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rcits durch mehrere Bilder sein 'l'alent zu diesem Fache. Seine 
Gefangennchmung des Claude Larcher, mit 7', lebensgrossen Figu- 
ren 1836; Claude Frnllo, nach V. Hugrfs Notre-clame de Parh; 
Curl II. und Alice Lcee, nach W. ScotFÄ VVoorlstocli, u. s. w. sind 
(gegenslände, welche er sich zur malerischen Darstellung gewählt 
alte. 
Bude: FTHUQOIS, Bildhauer, einer derjenigen liiinstler, welche 
die jüngste Richtung dieser Iiunst in Frankreich vertreten. Er 
wurde 1785 in Dijon geboren, anfangsivun David, und dann 
von Cartellier in Paris unterrichtet, welcher schon 1809 Seinen 
Zögling mit dem zweiten grossen Preise der Sculptur beehrt sah, 
mit einem Basrelief, welches Marius auf den Ruinen von Carthago 
vorstellt. Im Jahre 1812 wurde ihm der erste grusse Preis des 
Instituts zu Theil, und von dieser Zeit an lieferte er viele preis- 
würdige Arbeiten. Zu seinen frühesten, noch weniger freien, Wer- 
ken gehören die Basrcliefs aus der Geschichte des Achilles und 
des Meleager in einem Schlosse des Prinzen von Oranieii bei Brüssel. 
Diese 'l'afeln verratheii zwar eine gute Schule, der Künstler zeigt 
sich aber noch befangen. Von grösserer Bedeutung ist eine Sta- 
tue der uribefleckten Empfängniss Mariii in der Frauenkapelle in 
Saint-Gervais zu Paris, und eine Statue des Merkur, welche 1845 
in Bronze gegossen wurde. Dieses Bildwcrk fand ausserordent- 
liehen Beifall, es steht aber dennoch seinem neapolitanischen Fi- 
sclierknaben, der voll kindischer Freude eine kleine Schildkröte 
betrachtet, im französischen iWIuseuin, weit nach. Waagen H. und 
Ii. III. 75? Sagt, dieses im Jahre 1835 Vollendete Marinorwerli 
sei seinem Gefühl nach das Vurzüglichste, was die Sculptur in 
Frankreich in unsern 'I'agcn, ja in manchem Betracht wohl zu al- 
len Zeiten, hervorgebracht hat. Vor allem besitzt dieses Bild die 
in Frankreich seltene Eigenschaft eines durchaus naiven und wah- 
ren Getühls, sowohl in dem liebenswürdigJaumorislischen Aus- 
druck des Kopfes als im ganzen Nlotiv; dann aber istes in allen 
Theilen auf das Feinste IHdIVltlUiillSlFt, ohne doch in Styllosigkeit 
auszuarten. Die Auffassung der Formen erinnert nach VVaagen in 
Gesundheit, Frische tlllll Lebendigkeit gar sehr an die berühmten 
antiken Bronzen, den Dornaiiszieher iin Capitnl und den aiibeten- 
den Iinaben im Berliner iVluseuxn. Von viel geringerer Bedeutung 
sind seine Sculpturen an dem Triumphbogen der Barreire d,Etoile 
Flier ist das Basrelief von ihm, das Frankreich vorstellt, welche 
ihre Iiinder zum Iiaiiipfe aufruft, mit ungeheuer aufgerissenem 
Munde. wie Waagen bemerkt. Dieses ist eines der vier colossalen 
Piundwerke neben dem Bogen. Dann arbeitete Bude auch am 
Friese auf der Seite nach Passy zu. 
Ferner ist dieser Iiiinstlcr einer derjenigen, welche die Cup- 
peln der Hirche der hl. Magdalena zu Paris mit Stutuen verzie- 
ren mussten. Er übernahm die Statuen der einen dieser Cuppeln, 
{hasste aber nach dein 1855 erfolgten Tod "des _Bildhauers J. B. L. 
l oman auch diese Modelle der Statuen fur die erste Cuppel Yol- 
enden. Bude leistete aber in dieser Kirche wieder Ausgezeich- 
 50 dass seine Statuen vor allen übrigen sich bemerkbar ma- 
clhen- Dannayollendete er auch die von Roman begonnene Statue 
ltvgs Cato. blflö seiner eigenen Statuen steht jetzt im historischen 
Gallseläl? zu lefsallltß, jene. des lllarsclials von Sachsen. die In 
er s Gal. Inst. de Versailles von Piuhicrre gestochen ist. 
Bude wurde 1855 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. 
Bude, Süphle: geborne Freminet, die Gattin des "Obigen, widmete
        

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