Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rubens, A. - Santi, Rafael
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1784434
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1785517
Ruysdael 
oder 
Buisdael , 
Jakob. 
9a 
Wasserfall. der in verschiedenen Absätzen schiiumend bis zu den 
Felsen im Vorgrunde herabstiirzt. In dieser übrigens schön com- 
ponirtcn Naturscene wpltet der braune Ton zu sehr vor, auch ist 
die Behandlungfast zu breit. wie Waagen bemerkt. Das Bild ist über- 
höht (5 Z. 6 F.)  Lord Dudl ey besitzt das Bild einer weiten 
Pläne, welche ganz den grossen Reiz hat, welchen dieser Hiinstler 
durch Feinheit der Zeichnung. Zartheit der Abtonung und einfal- 
lende Lichter solchen Gegenständen abzugewinnen weiss. Es ist 
dabei besonders fleissig ausgeführt, mit dem Namen und der Jahr- 
zahl 1660 versehen._ Die H. Be van und Sanclerson besasseu 
1336 ebenfalls das Bild einer grossen reichen Pläne, in der Ort- 
schatten. Waldstiiclee, Wiesen und Kornfelder abwechseln. Im 
stillen Wasser des Vurgruudes spiegeln sich Ruinen einer Burg, 
und aus dem wolkenbedeckten Gewitterhiminel, einem der schön. 
sten, welche Piuysdael jc gemalt hat, fällt ein heller Sonnenblick 
auf den Mittelgrnnd. Ein tiefes ernst-melancholisches Naturge- 
fiilil spricht ergreifend aus diesem Bilde, welches ungefähr von der 
Grüsse der berühmten I-lirschjagd in Dresden, und nach Waagen 
das Hauptbild dieser Art ist. Die Staiiagemalte A. van de Velde. Ein 
zweites Bild des Banquier Bevan zeigt einen Wasserfall, der in ei 
ner wilden Gegend zwischen Felsen herabstiirzt. Dieses Bild ist 
durch Grösse, Conipusition und fleissige Ausführung gleich ausge- 
zeichnet.  Hr. li uys_c h in London besass zur Zeit, als Waa- 
gen in England war, ein sehr poetisches, fleissiges Bild in dem in 
seinen Gemälden seltenen Charakter seiner Badirungen Nro. 2 und 5. 
Es ist eine waldichtc und wasserreiche Gegend mit dunkel bedeck- 
tem Himmel, von den Strahlen der Abendsonne spärlich beschie- 
nen. Ein Wald am Wasser mit kleinem Fall, mit Staliage von v. 
d. Velde, ist durch die grosse Frische, die zarte Beendigung sehr 
ansprechend.  In der dem Marquis Landsdowne zu B0- 
wood gehörigen Sammlung ist der berühmte Seesturm aus der 
Sammlung Branicamp, welcher mit dem Seestiicke im Louvre und 
im Museum zu Berlin das Vorziiglichste seyn soll, was Buysdael 
in dieser Gattung hervorgebracht hat. Der Lord kaufte das Bild 
uin 555 Pf. St. Auch zwei Landschaften besitzt er.  Im Hause 
des H. B eckfo rd in Ba th ist eine sehr fleissig ausgeführte, wilde, 
stark mit Bäumen bewachsene Gegend, in welcher der Waldbach 
einen Fall bildet.  In der Sammlung in Burleighouse ist ein 
Wasserfall von kräftiger Ausführung.  In der dem Martluis 
Bute gehörigen Gallerie zu L utonbo tise sind drei ausgezeich- 
nete Bilder von ltuysdael, darunter das Innere der neuen Iiirche 
zu Auiserdam, mit Figuren von Ph. Wouverman. Dieses 1 F. 10 Z. 
hohe, und 2 F. I; Z. breite, aus der Sammlung Braaiucamp stam- 
mende Bild ist einzig in seiner Art, aber nicht eine blosse Guriu- 
sität, sondern ein wahres Meisterstiiclt von freier Linien- und 
Lnftperspektive, und in dem kühlen, sehr harmonisch durchge- 
führten Ton, welcher dem Huysdael eigen, von wunderbarem Reiz. 
Wie dieser grosse NIeister in seinen wenigen Seestücken mit den 
besten Bildern der grüssten Seenialer wetteifert, so that er es hier 
den besten Ai-chitekturnialern gleich. Eines der beiden anderen 
Gemälde enthält eine wilde Gegend mit hohen Fichten und einen 
von einer Bergruiue gekrönten Berg, so wie einen zwischen Klip- 
pen herabbrausenilen Wasserfall. Dieses breit und meisterlich be- 
handelte Bild ist von erstaunlicher Iiraft und Wirkung und ein 
Hauptwerk von dieser Art, worin dem Buysdael offenbar Everdirl- 
gen zum Vorbilde gedient hat H. 4 F_, Br. 5 F. 10 Z. Das drlflß 
Gemälde, durch die grosse Wahrheit besonders anziehend, Zelt-Kt 
eine flache Gegend, worin im Vorgrunde ein rasch flicssendes WIIS-
        

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