Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1779275
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Bhoen. 
Bhomberg , 
Joseph 
Anton. 
Juno gebaut habe, lobgleich er unter dem griissten aller ihm be- 
kannten Tempel denselben versteht. 
Rhoekos ist dann auch der Erfinder des Metalgusses, woraufer eben- 
falls in seiner späteren Zeit gekommen seyn muss, da sein Sohn 
Theodoros Antheil hat. Diese Erfindung war von hoher Wichtig- 
keit, da dadurch die Plastik eine breitere Grundlage erhielt, auf 
welcher sie im Stande war, ihre metallenen VVundervverlse zu schaf- 
fen. Jedoch erhielt diese Iiunst nicht aufSamns, sondern in Aegina 
ihre Vollkommenheit. Die iiginetische war neben der delischen die 
gelungenste Erzmischung, welche bekanntlich Poliklet allen andern 
verzog. VVOI] dieser Erfindung spricht Plinius XXXV. 12. 45 mit 
den Worten: Sunt qui in Samo priinos omnium plasticen invenisse 
Rhoecum et 'I'heodorum tradant multo ante Bacchiadas Corintho ex- 
pulsos. Die Vertreibung der Baccliiaden fällt Ol- 29- 2- (663 v. 
Chr.) und wenn Plinius sagt, dass schon viel früher von den bei- 
den genannten Künstlern der Erzguss erfunden WOPÖCW Sei, so 
scheint er die Formkunst (die eigentliche plastice) im SIDHG ge- 
habt zu habe, deren Erfindung bis in den Anfang der Olywnpiaden 
hinauf reicht. Allein das Wort plastice muss bei Plinius als Metall- 
guss genommen werden, worauf llhoekus und 'l'heodorus nicht lange 
vor Ol. 29 gekommen seyn können. Keineswegs reicht der Ursprung 
dieser Kunst bis in den Anlang der Olympiaden hinauf, aber auch 
nicht bis Olimpiade 60 herab, wie Hirt glaubte. In seiner Archäo- 
logie geht er auch davon ab. Pausanias konnte von llhoekus nur 
ein einziges Werk im Erz aullinden, nämlich die Statue der Nacht 
im Tempel der Diana zu Ephessus, bei dessen Bau Theodorus Ol. 
45 noch thätig war. Pausanias fand diese Statue roh, was natiir- 
lich kommen musste, da das Werk als einer der Erstlinge der 
Giesskunst zu betrachten ist. 
Bhoen , 
Roehn. 
xj  
BhOlUS, heisst bei Plinius XXXV. 15. Der Baumeister der mit Theo- 
(lgrug und Smilis den Labyrinth auf Lemnos baute. Neuere Ar- 
chäologen verbesserten die Lesart in Rhoccus.  
BhOIIIÜGPg, JOS3Ph AntOn; Historienmaler, geb. zu Dornbirn in 
Vorarlberg 1786, iiusserste schon in früher Jugend Talent zur 
zeichnenden Kunst, allein die ländlichen Arbeiten, denen er sich 
unterziehen musste, liessen ihm nur spärliche Musse , und bis in 
sein zwei und zwanzigstes Jahr blieb er ohne förmlichen Unterricht. 
Erst 1808 erfreute "er sich auf der Akademie der bildenden liiinste 
in München der freundlichen und väterlichen Unterstützung des 
Direktors von Langer, und als diese Akademie 1814 Noalfs Dank- 
opfer nach der Sündfluth als Preisaufgalze aussetzte, war es Rhom- 
herg's Arbeit, die gekrönt wurde. Die QOIIIPOSIÜOD liegt durch ein 
von Rhomberg selbst leicht im Umriss lithographirtes Blatt vor. 
Im Jahre 1816 verliess der Künstler die genannte akademische 
Anstalt, und unternahm eine Reise nach Wien, wo seine Bildnisse 
und historischen Gemälde mit grossem Beifalle aufgenommen Wür- 
den. Nach dreizehn Monaten kehrte er wieder nach München zu- 
rück, führte da einige historische Compositionen aus, und ging" 
endlich zum zweiten Male nach VVien, wo seine Werke auch jetzt 
Verehrer fanden. Die Bilder, welche Rhomberg in Oßäierreißll zu- 
riicklicss, sind ziemlich zahlreich, wie wir aus IIoi-mayfs Archiv 
1821 und 1822 ersehen. Sie werden da mit grussem Lobe erhoben.
        

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