Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1779250
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Bho , 
Dyonis. 
Johann 
Bhoden , 
Martin 
VOD- 
kaum Eine Person ist. Von ihm ist folgendes seltene Blatt: Der 
liürper der heil. Cäcilia, wie er in derselben Lage 1599 in Rom 
aufgefunden wurde, nach der Natur gezeichnet und 1605 gestu- 
chcn, von diesem Künstler. Dieses Blatt ist sehr merkwürdig und 
gut in der Zeichnung. Frenzel beschreibt im Catalog der Samm- 
lung des Grafen Sternberg-lllanderscheid einen Abdruck. 
B110: Dißllys, Abbä und Mininturmaler, lebte 
Der berühmte F. Ramelli war sein Schüler. 
um 
1680 
in 
Rom, 
Bhode , 
s. Rode. 
Bhoden , Johann Martin VOn, Landseliaftsmaler, wurde um 1782 
zu Cassel geboren, und daselbst in den Anfangsgriinden der Iiuust 
unterrichtet, bis er endlich nach Italien sich begab, um der rei- 
chen Natur jenes Landes seine Studien zu weihen. M. v. Blinden 
gründete in Rom frühzeitig seinen Ruhm, nur waren aber diesem 
damals die Zeitverhältnisse nicht günstig, und endlich suchte er 
vor den Kriegsunruhen im Vaterlande Schutz. Später ging er wie- 
der nach Rom, wo er im Vereine mit jenen berühmten deutschen 
Iiünstlern lebte, die sich den grossen Zweck einer [äestauratiun 
der Iiunst vnrgesetzt hatten, und da ist auch Rhoden seit einer 
Reihe von Jahren als Künstler ersten Ranges bekannt, Im Jahre 
182? berief ihn der Churfiirst von [lassen als Hufmaler nach Gasse], 
allein 1855 kehrte der liiinstler mit Erlziubniss seines Fürsten wieder 
nach Italien zurück, und da lebt er noch gegenwärtig seiner ltiunst. 
Rhoden uralte zahlreiche landschaftliche Darstellungen, die 
alle ein Talent vo_n seltener Reife verrathen. Schon in Güthrfs 
VVinlselmann und sein Jahrhundert 1805, S. 545, heisstes, dass 
der junge Blinden schöne Früchte von sich hoffen lasse, in- 
dem schon damals anmuthige und mit lüblichem Fleisse behan. 
delte Bilder von ihm zu selten waren. Er befliess sich schon frühe 
einer bewunderungswiirdigen Treue in Nachbildung des Einzel- 
nen, und ging dann mit einem Fleisse zu-Werke, der manchmal 
fast an Aengsllichlteit gränzt. Auch ist in seinen früheren Bildern 
der Effekt nicht genug cuncentrirt, und kein ganz richtiges Ver- 
hältniss zwischen den Gründen. Diese Mängel seiner Jugendarbei- 
ter verschwanden aber in der Folge sallc, ohne dass der Künstler 
in der bis in das kleinste Detail gehenden Ausführung ermiidete. 
Der dichterische Sinn,'der seine liunstschiipfungen durchdringt, 
die liebliche Färbung, die duftigen Fernen, die Kraft der Vorgriin- 
de, die üppige italienische Vegetation, der wnnnige Himmel des 
Südens, die Beste einer untergegangenen Pracht, zaubern den Be- 
Schauer in (lie Unxgebung des liünstlers. Trefllich sind seine An- 
sichten aus der Villa dcs Iladrian. von Tivoli, Ariccia, Subiaco 
u. s. w. Andere sind gemalte ldyllen. Ein Bild der letzten Gat- 
tung, von unglaublichem Eindruck, besitzt H. v. Quandt in Dreir- 
den. Es ist diess eine Darstellung der italienischen Vegetation 
und des unterscheidenden Charakters der Landschaften Italiens. 
llhoden begann damit eine neue Weise landschaftlicher Darälßl- 
lung. und liefert hierin eines der gelnngensten Werke des deut- 
schen Geistes, dem sich seit 1824 viele andere anreihen- M- v. 
Ilhuden wird in der Allgemeinen Zeitung 1842 S. 570 noch immer 
seiner ungeschwiichten Thiitiglseit wegen gerühmt. Es wurde da- 
mals besonders eine Ansicht aus der Villa des Irladrian ervviihnßwvu- 
rin uns der Iiüttstler die einsame Stille jener Iluinenwelt verführt.
        

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