Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1783905
Iixlbbns, 
Peter 
Paul. 
555 
Die Taufe Christi durch Johannes, ein früher in Frankreich 
hefindliches Bild. gest. von G. Paunecls. A. Lommelin stach eine 
ähnliche Composition. 
Die Enthauptung des Johannes, ein im Manuel du Einsen 
frangais erwähntes Bild. P. de Jude stach ein solches. 
Salome überbringt dem Herodes das Haupt des Täufers, 
ein berühmtes Bild , welches durch Bolswerfs Stich bekannt 
ist, unter dem Namen des Festes des Herodes (Feslin dTierode). 
Das Original befindet sich in der Sammlung des Schlosses Chri- 
snansburg in Copexihagen, J. C. Spenglerk Verzeichniss derselben, 
1327. Der frühere Besitzer war Graf Josias Iianzow, Marschal 
von Frankreich.  I 
Salome enzpfängt, von einer Dienerin begleitet, vom Henker 
das Haupt des Johannes, eine öfter vorkommende Darstellung, wo- 
von (nach Waagen Ii. und Ii. II. 40g) das Original sich in der 
Bildersammlung zu Castle Howartl befindet. Es ist dies ein {leissi- 
ges, in der glühenden Farbe, in dem ganzen lilachwerl: höchst 
energisehes Werk aus der spätem Zeit des Meistees. Früher war 
es in der Sammlung des Sir Joshua Ileynoltls. 
Die Tochter der Herodias überbringt dem Herodes das Haupt 
des Tiiufers. In der ligl. Sammlung zu Madrid. Diese Scene ist 
auch im Stiche vorhanden. Ein treHliches anonymes Blatt, wahr- 
scheinlich von C. Galle, zeigt die Herodiade, sie wie das vom Henker 
erhaltene Haupt auf einer Schüssel hält. Panneels hat diese Darstel- 
lung in kleinerem Formate radirt. 
 
Christus vom Teufel versucht, in einem Felde des Plafonds der 
Jesuitenlsirche in Antwerpen gemalt, die 1717 abbrannte. In der" 
Sammlung des M. Schamp van Aveeschzwut zu Gent war bis 1840 
die Skizze. Im Holzschnitt von Ch. Jegher,   
svLasst die Kindlein zu mir kommenu, ein herrliches Bild in 
der Gallerie zu Blenheim, welches Waagen (I. c. II. 111) dem Ru- 
bens beilegt. obgleich es bestimmt vnn der Weise dieses Meistens 
abweicht. Es ist hier der Besteller und seine Familie, welche sich 
in ihrer niederländischem Tracht dem Heiland verehrend nahen. 
Diese Portmite sind nach Wangen von dem höchsten naiven Na- 
turreiz, voll der gesunclestcn Lebensfrische, 'frei und doch fleissig 
in einem satten, warmen Ton modellirt. Der Hopf der Frau ist 
in Weiche, Klarheit und Rundung ein wahres Meisten-Stück. Auch 
die Würde in dem Christus, der Umville in den Aposteln ist vor- 
trefflich ausgedrückt, die Färbung darin von erstaunlicher Gluth 
und Tiefe.  
Die Erweckung des Lnzarus, in Gegenwart der Angehörigen 
und einer Anzahl anderer Figuren, die das höchste Staunen aus- 
drücken. Jesus, von seinen Jünger-n umgeben, steht auf der ei- 
nen Seite und gegenüber kniet die Schwester, in Freude, dass der 
Bruder wieder erwacht ist. Rubens malte ein solches Bild für ei- 
nen Altar in der Abtei zu Auclenaercle, das von B. a Bolswert ge- 
stochene Gemälde, und dasselbe, welches jetzt in der Gzillerie zu 
Turin sich befindet. In der Sammlung Schzimps van Aveschout WM? 
bis 18510 die Skizze zu "diesem grossen Bilde. 
Die Erweckung des Lazarus, ein berühmtes Bild der Gallerle des 
Museums zu Berlin, welches nach liugler (Besch. d. G. S. 215) VUY- 
nehmlich ein Beispiel für Rubens dramatische Abstufung des Alfectcs 
darbieten Christus, eine edleGestalt mit ungemein schönem, mit dem
        

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