Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1783489
Rubens , Peter Paul. 
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landet ist, schildert uns den Moment, wie Columbus und ieine 
Gefährten das lang ersehnte Land erblicken. _Seine Gemälde 
sind noch nicht zahlreich; denn Buben geht mit grüssler Ueber- 
legung zu YVerke, undbringt nur ein tief durchdachtes Ganze. 
Es npriclmt daraus eine ungewöhnliche 'I'ieI'e des Gemüths und eine 
lebendige Charakteristik. Im Jahre 1841 erhielt er den Ruf als Di- 
rektor der Akademie in Prag, wo der Künstler jetzt lhätig ist. 
Einige seiner Bilder sind bereits in Abbildung vorhanden. Im 
zweiten Bande der Geschichte der neuern deutschen liunstvum Grafen 
A. Raczynslsi ist das Auerfenstergemälde mit der IirönungMai-iä li- 
thographirt und colorirt; Dieses Fenster bildet das Altargemälde. 1m 
Texte ist ein Hplzschnitt eingedruckt, der den Münch darstellt. 
A, liauffinann lithqgraphirte das Gemälde der Leuchtenbergäcläen 
Sammlung, welches die Macht des Glaubens vorstellt. Auch das Ave 
Mariajmt liaufünqnu lithographirt, beide für Hohe's neue Mal- 
werlse ausiMiinchen. Das letztere Bild besitzt Hr. Dr. Spiess in 
Frankfurt! Hohe lithographirte das hannoverische liunstvereins- 
blatt fiiifIBg-q, Herzog Erich von Calemberg vorstellend, naclnclem 
Origineilgeniälde im Besitze des Herrn liemper in Orlingliausen. 
Den Räuber lithographirte C. Kratz 183D liiir den Augsburger liunst- 
"verein. Üßie Novize ist vün Bergmann auf Stein gezeichnet, in gräs- 
serern und kleinerem Furniere. Ein zweites yon Bergmann litho- 
graphirtes Bild hat'clexi'_Titel der Perle.   
_In dem von 14839, bei J. Buddeus zu Düsseldorf erschienenen 
Album deutscher Künstler in Originulraclirungen ist auch ein Bei- 
trag von Buben. 
BUlJGIIS, Peter Paul, ein Künstler, der unstreitig zu den merk- 
 wiirdigsten und bedeutendsten Erscheinungen der neueren Kunst- 
 ggeschichte gehört, welcher aber vorzugsweise das Schicksal gehabt 
 hatrentweder mit ungemessener Bewunderung allgemeinhiu ge- 
priesen, oder mit einseitigem und ungerechtem Tadel herabge- 
setzt, niemals aber nach seiner Art und Geist aufgefasst und ge- 
 wiirdiget zu werden. Ja selbst über die Geburtsstadt des liünst 
 let's ist man ,erst in neuester Zeit einig gewßrdßll- Cölß lllld A11!- 
  yrerpen haben auf diese Ehre Anspruch gemacht, aber lange dauerte 
der Kampf, bis die Sache-entschieden Wßfd- ..Dieses gelang. GPS? 
 1840 bei Gelegenheit der zu Antwerpen begangenen 200 jährigen 
 Gcdäehtnissfeier des Rubens. Schonim ersten Deeennium des ge- 
genwärtigen "Jahrhunderts trat der liunstliiindler F. X. de ßurtin 
m Brüssel, der durch einenTraite thedrique et pratique des _con- 
naisänces etc." bekannt" ist, als Widersacher] Cöln's auf, allein seine 
rhistorisclien Forschungen nach positiven Beweisen über die Geburt 
 di-IS Künstlers iin Antwer eh, so wie seine polemischen Gründe 
i scheinen keinen sonderlichen -Erfolg gehabt zu haben, tlatlieispii- 
 teren Verzeichnisse der Gemälde der Museen zu Brüssel und Am. 
 werpen allenthalben Cöln als Geburtsort beifügen. In neuer Zeit 
 wollte Antwerpen 1335 der Stadt Cöln wieder ihr Vorrecht strei- 
ltig miichen (S. "Beiblatt zu Cöln. Zeit. Nro- 13. und liuglefs "Nlu- 
 seumNro. 50l.jedoeh nicht mit, länzendercm Erfolge, und 18'413 wurde 
der Streit wieder aufgegriffen. Eamals erwiesFJVei-aghger, Aröltivar 
 in Cöln, bei Gelegenheit der zu Antwer en be an enen 200 iähvi- 
      P s s 
gen Ilubelleier des Rubens in Nro. 213 der genannten Zeitung aus 
authentischen Quellen, dass der Stadt die Ehre, des Rullßßi C'e- 
 burtsstndt zu seyn, nicht mehr streitig gemacht werden könne. 
 Dennoch erhob sich dagegen in Antweppencine Stimme, die aber lll 
NFU- 249 desselben Blattes beleuchtet und widerlegt wurde. um! Ein 
Nllgler-Kv Künstler-Lear. Bd. XIII. 33
        

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