Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1783475
Buben, 
Christoph. 
mete sich da unter Cornelivs der Malerei, bis dieser im Sßptßmhep 
des Jah. 1825 seinem Rufe nach München folgte. Auch unserm 
Künstler, der eine Iirenzabnehmung für eine Kirche in Westphalen 
gemalt hatte, wurde es im folgenden Jahre möglich, in München 
den Meister wieder zu sehen, wo Ruben in der Folge ebenfalls 
seinen Ruf gründete. Er hatte einigen Antheil an den historischen 
Fresken des königlichen Hofgartens, gemalt hat er aber nur eine 
allegorische Figur. Werke von grösserer Bedeutung sind seine cu- 
lorirten Cartons, die er unter Respieienz des Professors Hess "e. 
hen C. Schorn, J. Schraudulph und J. Fischer für die neuen Glas- 
fenster des Domes in Regensburg ausfiihrte. Er zeichnete die Car. 
tons für zwei grosse und zwei kleinere Fenster, welche die Anbe. 
tung der Hirten , die Bergpredigt des Johannes, die vier Kirchen- 
viiler und einen Cyclus von sechs kleineren llrldern aus dem L9- 
bcn des hl. Stephan vorstellen. Diese Compnsitioncxl machten dem 
Künstler bereits einen riihnilichen Namen, und zu den schiingten 
Werken ihrer Art gehören seine späteren Gartens, die er für die 
neue Marienlsirche in der Vorstadt Au ausfiihrte. Üa sieht man 
nach ihm das prächtige Chorfenster mit der Krönung Mariü und 
die vier Evangelisten gemalt, so wie die Kreuzigung auf einem Sei- 
ten-Chorfenster. Die ausgezeichnet schönen Cumpositiotien dieser 
gemalten Fenster gab Eggert in lithographirten Nachbildungen, 
die ebenfalls zu den meisterhaften Arbeiten dieser Art gehören, 
Sie sind auf das feinste in Stein gravirt. 
Nach Vollendung dieser Compositionen erhielt Kuben den Auf. 
trag, zur Ausschmiiclsung des Schlosses Hchcnschvrengaix beizu. 
tragen. Er fertigte zu diesem Zwecke 18.30 die Entwurfe für meh. 
rere Bilder, die in den Sälen des Schlosses gemalt wurden. Sie 
stellen das Burglebexz der Frauen im Mittelalter, und die Sage des 
Schwanenritters dar. 
Nach Vollendung dieses Bilder-Cyclus in Hohenschwangau fand 
Ruhen mehr lYIusse in Oel zu malen, und nun entstanden jene 
herrlicher) Genrebilder, in denen heitere lluhe der Natur und 5m- 
ler Friede {der Menschenbrust das Tlheuia bilden. Der Nlönch, wie 
er auf eine Mauerbriistung sich stützend, schsvcrmüthig auf eine 
lachende Landschaft hinblickt, und das Abendgebel am dem See 
wurden immer mit reger Theilnahme betrachtet. Letzteres unge. 
mein ansprechende Bild zeigt einen Nachen auf dem ruhigen See, 
in weichem beim Untergange der Sonne der Schiffer und ein Mgjd- 
chen den frommen Pater nach dem Kloster fuhren. Schau liiutgt 
die Glocke zum Gebete, und alle drei folgen ihrem Rufe. Eben 
so ansprechend ist auch sein Bild der Novize, vrclches durch die 
wirksame Beleuchtung und die frische Farbe von ungerneinem Reize 
ist. Dieses Bild besitzt Baron von Lotzhecli. Im Jahre 1837 nmltg 
er eine Riiuberscene , ein in der Darstellung einfaches aber effekt- 
volles Bild, welches ebenfalls allgemeinen Beifall laud. lflrei liiiu- 
ber brechen aus dem Schlupfwinkel hcrimr, um einen Reisenden 
anzufallen, allein es überfällt sie Furcht und Scham. als der den 
Kommenden begleitende Iinabe die Laterne Glßijüflliilt, und da; 
Sakrament beleuchtet, welches der Kapuziner dem Sterbenden brin- 
geil will. Später malte er für den Kunstverein in Hannover Her. 
zog Erich von Calenberg zu Hardegen 1555. Dieses Bild wurde 
135g den Iiunstvereinsxnitgliedcru in Abbildung gegeben. 
Buben führt alle seine Bilder mit warmem Gefühle durch, und 
mit sa streng ausgeprägter Individualität, dass seine Werke neben 
den ausgezeichnetsteil Erzeugnissen der neueren deutschen Kunst 
sich halten werden. Sein neuestes Werk, welches noch nicht vul-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.