Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778768
Bes ch 
oder 
Hieronymus. 
Hösch , 
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noch bei Lebzeiten des linisers (1 151g) in Holz geschnitten sei, 
(Leben Diirer's vo_n Heller, II. 2. S. O99), da die "Sie AUS-gebe 
ein späteres Dat trägt IISSQ); allein Neudörffer, dessen Nachrich- 
ten früher nur im Auszuge von Murr vorhanden waren , hat den 
Zweifel gehoben, und wir wissen durch B.von Bumohr (ZurGesch. 
nÄTheorie der Formschneirleltnnst, S. 111.) sogar, dass die zu Ehre 
des IJijIlSGFS gefertigten Ehrenwerkc mit dem Tode des Kaisers in 
Vergessenheit geriethen. Man kann daher nicht annehmen, dass 
erst nach dessen Tod dieselben begonnen wurden. Dagegen cr- 
hebt v. Rumohr ein anderes Bedenken (l. c. 85), ob nämlich "der 
haxidwerltsxialissige Forxnschneider Hieronymus Bosch den Triumph- 
wragexi geschnitten habe, wie NeudÖrFfex' angibt." Letzterer scheint 
Wirklich die von Hieronymus in Holz und Stahl geschnittenen Schrift- 
züge höher geschützt zu haben, da er sie neben die Schrift des 
Teuerdanlfs setzt, unter welche der Kaiser eigenhändig „Te Denm 
laudmnus" schrieb. Er schnitt die Schriftzüge. deren viele auf Dii- 
war's VVerliCn vorkommen. und auch jene der Ehrenpforte sind von 
ihm. Nach einer allgemeinen Annahme hat er aber diese nicht al- 
lein geschnitten, sondern auch an den allegorisch-historischen Com- 
positinnen Durefs gearbeitet. Neudörfier machte ihm Frakturstihrif- 
ten, die llesch zuerst in Holz, später in stählerne Punzen, und in 
verschiedener Grösse geschnitten hat, nach v. Huinohr's Vermuthung 
so, dass jene in grösseren, diese in kleineren Dimensionen von 
ihm ausgeführt wurden, beide aber, um als Matrizen verwendet, 
geformt, geltlatscht, und wiederum in Blei, Zinn oder Letternzcng 
ausgegossen zu werden. Diese Schriften konnte er in seiner eige- 
nen Druckerei verwenden. Dann schnitt Ilic-ronymus auch Stem- 
pel für die Dliinze, und auch hierin soll er sehr geschieht und be- 
rühmt gewesen seyn, wie Neudürifer bemerkt. 
So wie man nicht genau bestimmen kann, welchen sicheren 
Antheil Ilieronymns an den Holzplatten der Ehrenplorte hat, niim- 
lieh ausser der Schrift, so kennt man- auch keine anderen Holz- 
schnitte, die ihm mit Sicherheit beigelegt werdentkönnen. R. Z. 
Becker legt ihm zwar in der von J. A. v. Derschau veranstalteten 
Sammlung alter Holzschnitte ein Monogramm mit der Jahrzahl 
1551 bei; allein die Sache ist nicht zu erweisen. Es ist diess ein 
alter Holzschnitt, ein satyrisches Blatt, die Narrenmiihle vorstel- 
lend, nach dem Buche der Sprüchwörter C. 27- 22- Dvr Zeichner 
ist unbekannt, und dass der IYIonogrammist HR. l-iieronymus Rasch 
heisse, ist ebenfalls nur Hypothese, (ahne hinreichenden Grund. 
Wir kennen ein seltenes Buch mit fünf grosscn Holzschnittcn, wo. 
von man eben so gut behaupten könnte. dass sie von H. ttesch 
seyen, da das Werk wenigstens aus seiner Ollizin hervorging. Es 
hat den Titel: Wahrhaftigc Beschreibung des anderen Zuges der 
Böhmen in Oesterreiclt wider die 'l'iirken etc. gedruckt zu Nürn- 
berg durch Jheroilixnum Formschnytler, 155g. fol. Dann druckte er 
den Zweiten Theil von Diirefs Proportion: Impensis viduae Du- 
Terlünaß per Hieronymum Formschneitler, Nurimbergae, 1534. 
Ferner sind in der k. Iiutistkammer zu Berlin vier grosse, in 
Holz geschnitteneReliets (1 F. 8 Z. hoch. 1 F. ist Z. breit), wel- 
che Scenen aus der Geschichte des verlurnen Sohnes darstellen, 
nach Composititinen von H. S. Beham, die in Iiupfer gestochen 
und in Holz geschnitten vorhanden sind. Die genannten Reliefs 
sind mit einem aus Hit. bestehenden Monogramme und der Jahr- 
zahl 1554 bezeichnet. Ersteres wurde auf Hier. Rösch gedeutet. 
eine Annahme, die nach Iiugler (Beschreibung der liunstltainmcr  
S. 104) nicht Wohl Gültigkeit haben dürfte, da bei einem Kunst-
        

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