Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1782610
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Bossi , 
Angela 
Rossi 
oder 
Bosso, 
Ant. 
hoch gepriesen wurden, besonders die feinen Carrikaturen, welche 
die Grossen Emu's ergötzten. Unter diesen war der Cardmal Qt, 
tuboni der besondere Gönner des Iiiinstlers, welcher durch ihn 
das Grabmal Alexander's VIIL, eines Ottoboni, verfertigeu liess, 
Er zierte dieses Monument mit einem grnssen Basrelief, welches 
Dandre Barden als ein Meisterstiich der Perspektive preist. Es 
stellt die Canunisation einiger Heiligen dar. Zu der von J. Ben 
tuzzi in Erze gegossenen Statue des Pabstes lieferte er nur das 
Modelln so wie zu den allegorischen Figuren der Religion und 
der Iilugheit, die Gagliardi ausfiihrtc. Dieses Monument erklärte 
man als eines der schönsten in St. Peter. Ludwig XIV. liess da, 
von einen Gypsabguss nehmen, und selben in dem Gebäude der 
französischen Akademie aufstellen. Mit dem Basrelief, welches Ne_ 
hucadnezar vorstellt, wie er die drei Jünglinge in den Feuerofen 
werfen lässt, erhielt er den Preis der Akademie von St. Luca, und 
zugleich eine Stelle an derselben. Für den Hochaltar der Jesui- 
tenkirche in Rom fertigte er ein Basrelief mit lebensgrossen Figlh 
ren, in welchem er die Bestätigung des Ordens durch Pabst Paul 
III. darstellte. Ein anderes Basrelief dieser Kirche, St. Ignaz, der 
den Teufel austreibt, ist nach seinem Modelle in Bronze gegossen. 
Im Lateran ist die colossale Statue des hl. Jacobus lVlinur sein 
Werk, und in der St. Peterskirche die Statue Clemens XL, die 
Farjat 1718 schön gestochen hat. Unter seinen kleineren Statuen 
deren cs aber sehr wenige gibt, rühmt man den Satyr, der ein; 
Traube isst. Der Cardinal Ottoboni besass von Russi ein Bass-e. 
lief, welches das Gebet im Garten vorstellt, ein Geschenk de, 
Iiiinstlers an seinen Gönner, weil es der berühmte Corelli zu 
theuer fand. Rossi starb zu llolu 1715 im 44- Jahre- 
de, Bildhauer zu Rom, war Schüler von Bernini, 
gewöhnlich nach den Modellen desselben. Lebte 
Pmossi, Angelo 
und arbeitete 
um 1625. 
Bossn, Don Angeln Benedctto, ein Geistlicher aus der Ge_ 
genrl von Genua gebürtig, erlernte bei D. Parodi die Malerei, und 
erlangte hierin grosse Fertigkeit. Er rnalte gerne scherzhafte Dar- 
stellungen, wozu ihm die Spässe des Plovan Arlotto den Stoff bo- 
ten. In anderen Bildern ahmte er dem Maratti nach. Starb 1755 
im Öl. Jahre. 
K055i, Angeln de, Maler von Florenz, wurde um 1670 geboren, 
Er arbeitete viel in Venedig; aber was er lieferte) trägt nur das 
Gepräge des verderblichen Manierismus seiner Zelt. Starb 174g, 
Seiner erwähnt Guarienti. 
E0551, AIUGHO, Maler von NGEIPG], war einer der vorziigliirhsten 
Schiiler des L. Giorclauu. Er cupirte viele Werke dieses lVlieisler-s, 
und begleitete ihn dann nach Spanien, wo Russi in ligl. Dienste 
trat und zahlreiche Werke nusfiihrte, die ihm theuer bezahlt wuy- 
den. Nach seiner Rückkehr ins Vaterland verzehrte er die Erwup- 
benen Mittel, und fiihrte ein fröhliches Leben, wie Duxncnici be. 
behauptet. Starb 171g im 59. Jahre.  
BOSSl Üdßr BOSSO, AHIZOIIlO, Maler von Cadurc, ein Vorgänger 
des grussen Titian uncl ein Meister, dessen Arbeiten in Titiau die 
Liebe zur Kunst selfun frühe genährt haben konnten. lYIan sah 
in S. Sebastians) zu Mailand noch eine Tafel vfJn ihm, welche den 
Iiirchenheiligen vorstellt, wie er den Mantel mit den Armen thcilt,
        

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