Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1782591
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Rosser , 
Johann. 
Bossetti , 
Domenico. 
ten liess. In St, Maria die Monte Oliveto zu Neapel befindet 
sich von ihm auch eine Ilelieftafel, auf weldher die Geburt Christi 
dargestellt ist. mit anmuthigen Engeln iiber der lirippe,_ Wüvgn 
Vasari ebenfalls sagt, dassMcissel und Geist nichts Besseres 1D Mar- 
mor hervorzubringen vermögen, und weiter bemerkt er, dassuMichel 
Angela Rossellmds VVerke darum so hoch schätze und selbe fur mehr 
als vortrefflich erkenne. Cicognara gibt dieses in der nach ihm 
genannten Capella del prcsepio befindliche Bildvvcrk in Ahhilrlung 
II. tav. 16. In der Dechanei von Empoli ist noch der heil. Seim- 
stian, welchen Vasari erwähnt, namentlich auch dcsswegen, weil 
er die Handzeichnung davon besass. Zwei andere Werke, we]_ 
ehe Vasari nicht erwähnt, sind im Corridor der modernen Sculp- 
tureu der Gallerie zu Florenz. Das eine ist die Büste des alten 
lVlatteo Palmieri, mit der in der innern I-Iöhlung befindlichen In- 
Inschrift: Opus Antonii Gamberelli Mattheo Palmcrii: Sal. an, 
MCCCCLXVIII. Diese Büste war viele Jahre unter dem Thore des 
Hauses Palmieri, und desswegen ist die Oberfläche des Marmor; 
etwas zerfressen. Das zweite Werk ist ein rundes Belief von egwa 
zwei Ellen im Durchmesser, und stellt die Madonna vor, welche 
das Kind anbetet, hinter ihr Joseph und die Hirten, anssen Che- 
ruhiin. Grund und Band sind vergoldet. Die Ausführung ist sehr 
schön und reclitfertiget alle Lobeserhebungen, welche Vasari dem 
Künstler ertheilt. Der Biograph von Arezzo lässt ihn ein Alter 
von 46. Jahren erreichen. In der ersten Ausgabe sagt er, Antg- 
nio habe seine Werke um 1460 vollfiihrt, in der zweiten ungefähr 
um 1490. Der Künstler arbeite noch um 1468, und somit hat die 
frühere Angabe grössere Wichtigkeit als die spätere. Nach 1470 
lebte er nicht mehr lange. 
BOSSGP, JOlIEIUII, Maler zu Bamberg, wird von Murr (Merkwür- 
digkeiten etc. 150) erwähnt. In der Dominikaner-Kirche zu Bam- 
berg sah Murr {ein Altarbild zum heiligen Iiusenlaranz. Dieser 
Rosser könnte mit dem oben erwähnten Hans Rossa Eine Person 
seyu. 
BOSSBIU, CCSEITG, einer derjenigen liiittstler, die es bei aller Ge- 
sehickliclmkeit doch nicht zu Ansehen bringen. Er wurde im Zeit- 
alter Rafael? zu Perugia geboren, und von Pietro Perugino in 
der Malerei unterrichtet, worin er bereits glückliche Fortschritte 
gemacht hatte, als ihm  böse Freunde heisst es  riethen , die 
Bildhauerkunst zu ergreifen. Er that dieses, und zog auch die 
Architektur in, seinen Iireis, wurde aber unter der Masse guter 
Künstler unberiicksichtiget gelassen. In Horn beschäftigte ihn Ra- 
fael, und nach dessen Tod wollte er im Vaterlande sein Heil (in- 
den. Er blieb indessen da ohne Aufträge, und fand daher Musse 
genug zur Ausarbeitung eines Werkes über Civilarehitektur und 
Kriegsbaukuttst. Diese Abhandlung verkaufte er an einen Ober- 
sten, später aber gerieth sie in türkische _Hände. Rossetti starb 1550 
im 60. Jahre. Pascoli gedenkt seiner mit Ehren.  
B-Qssettl, GCSaTC, Maler zu Rom, arbeitete in der ersten Hälfte 
des 17. Jahrhunderts. G. Cesari bediente sich seiner Hülfe im La- 
teran und auf dem Capitol, es finden sich aber auch eigeneWerke 
von ihm. Starb um 1655 im hohen Alter. Bagliunx erhxelt uns 
sein Andenken. 
Rossetti , 
Domenico , 
s. Bosetti.
        

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