Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1782367
Bosetti. 
Bosex, 
Nicola. 
401 
9) Der Sieg der venetianischen Flotte in Pirono gegen Otto, 
den Sohn des Barbarossa, nach Tinloretto, qn. fol. 
10) Die venetianischen Gesandten vor Friedrich Barbarossa, nach 
P. Veronese's grossem Bilde im Rathssaale zu Venedig, qu. 
folio. 
11) Der Friedensschluss mit Kaiser Otto, nach Palma vecchicfs 
Bild im Ralhssaale zu Venedig, gr. qu. fol. 
12) Das Gefecht (Faustkampf) auf dem Ponte Bialto. Veneliarum 
Pugillatus, nach P. Liberi, aus drei Platten bestehend. Ve- 
netiis 1670.  
13) Das Gefecht auf dem Po, nach Palma sen. qu. folio. 
14) Die Erorberung von Padua, Ilflchflemfelisen. qu. ful. 
15) Einige Landschaften nach P. Llben, mit 01110!!! Monogramme 
bezeichnet.  
Bo setti , 
auch 
Rossetti. 
ROSBX, NlcOlü, Goldschmied und Iiupfersteclier von Movdena, und 
daher auch Nicoletto da Modena genannt. Unter diesem Namen 
war er lange allein bekannt, und selbst Tiraboschi (Notizie dei 
pittori etc. Modenesi. Modena 1786) W065!!! 1100i! 115911511011 einer 
Familie Rosex. Füssly glaubt bei Yedriani (Raccolta etc.  44) 
gefunden zu haben , dass der Künstler Nicola Bolin heisse. lgieser 
Belin, angeblich ein geschickter Perspektivmaler, soll unter dem 
Namen Nicoletto da Modena bekannt gewesen seyn, allein gesetzt 
auch dass dieses Richtigkeit hat, und auch in den Blättern unser: 
Goldschmicls öfter gut gezeichnete Architektur vorkommt, so ist 
er doch niit Rosex nicht Eine Person. Andere nannten ihn Ni- 
colo Romano, wahrscheinlich nur weil sie das B. und B0. auf 
seinen Blättern nicht anders erklären konnten, und..nicht wussten, 
dass es Rosex bedeute. Den Familiennamen des Künstlers ent- 
deckte Zani zuerst, und zwar auf dem Blatte, welches. das Urtheil 
des Paris, oder nach Anderen den Streit der drei Göttinnen vorstellt, 
welche aber Hosex aus Dürer's Blatt mit denvvier Hexen entnahm. 
Nicoletto bezeichnete seine Copie mit den; vollen Namen: Qpui 
Nicoletti Modencnsil Bosex, und somit ist der Streit entschieden. 
Dagegen sind die Lebensverhältnisse des Künstlers ßnoch im- 
bekannt. iVIan glaubt er sei 1454 56110)?" Wtärdeni und habe bis 
gegen 1515 gelebt. Allein auf seinen Blättern findet man nur zwei 
Jahrzahlen: 1506 und 1512. In der Stichweise sind seine Blättcx 
sehr ungleich. Anfangs ahmte er Mantegna nach, dann nahm er 
etwas von der deutschen Schule an, indem er einige Blätter von Mar, 
tin Schongauer und Dürer copirte.  Manchmal schraftirte er mit; 
geraden Strichen, und füllte die Zwischenräume aus. Andere Blät- 
ter sind mit grösserer Freiheit und Zartheit gestochen  und dabei 
wendete Ilosex lireuzstriche an. In den Figuren herrscht wenig 
Grazie, die Licht- und Schattenparthien sind oft nicht sehr ver- 
ständig angebracht, aber dennoch betrachtet man die Blätter die- 
ses Meisters nicht ohne Wohlgefallen. Basan und Gandellini gehen 
daher gar zu weit, wenn sie behaupten. Nicolettds unförinliche Dar- 
stellungen hätten nur durch ihr Alterthum Interesse. 
Bartsch (gr. XIII. p. 254 H.) beschreibt 68 Blätter von Nico- 
lctto da Modena, und Brulliot (Dictionnaire de Mouogrammes) 
fügte noch einige andere bei. Ottley reducirt diese Zahl auf Q2. 0b- 
gleicher noch? Blätter hinzufügt, die Bartsch nichtkannte. Die ubrigen 
[von Bartsch aufgezählten Blätter, erklärt er als anonyme Arbeiten von 
Meistern der toskanischen Schule. Dann hat Nicoletto auch niel- 
Naglefs Künstler-Lax. Bd. XIII.  25
        

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