Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1782145
Rosa, 
Salvalorc. 
379 
ln der Gallerie Gerini claselbst riihmt Fiorillo die Figur des 
am Boden geketteten Titius. 
ln der Johanneslsirche (Capella Nerli) ist die Marter und das 
Wunder der Heiligen Cosmas und Dnniian, ein grosses Altarbild 
von P. Simon glänzend gestochen. 
In S. Giovanni della Casa zu Mailand ist das Gemälde, wel- 
ches die heil. Junglrau vorstellt, wie sie Seelen aus dem Fcgfeuer 
erlöst. Dieses Bild wurde unter Napoleun nach Paris gebracht 
und im Central-Nluseum aufgestellt. Landen (Annales XV. 21.) 
erklärt es als ein Hauptwerk des Iiiinstlers und gibt es in Ab- 
bildung. 
1m Dome zu Pisa sind historische Malereien von ihm, die ihn 
aber nicht von seiner besten Seite kennen lernen lassen. 
Im Museum zu Neapel sieht man Christus mit den Schriftge- 
lehrten, wcfruuter der Mann mit der schwarzen Miitze den Iiiinst- 
ler selbst vorstellt. Dann ist da: das Gleichniss aus Matthäus 1. 3., 
ein Franziskaner Mönch, und ein Schlachtbild. 
Russland. In der lagl. Eremitage zu St. Petersburg ist das 
Bildniss des Künstlers, in welchem das ganze Wesen dieses origi- 
nellen Mannes hlar vnrs Auge tritt. Von der Schulter füllt ihm 
ein schwarzer Mantel, und auch die eine Hand ist geschwärzt. 
Dieses Bild kam aus Hougtonhall nach St. IBetei-sburg. Boydell 
besorgte einen Stich. In der Eremitage findet man auch (las Por- 
trait eines geharnischtcn Reiters, dann eines Mannes im grünen 
Iileide, dem ein anderer hinter ihm etwas vorliest, und das Bild- 
niss eines jungen Mannes. Ein anderes bekanntes Bild in St. l'e- 
tcrsburg, welches aus Elongthonhall stammt, stellt den verlernen 
Sohn dar, wie er im tiefsten Elende die Schweine hiitet, und-von 
Reue durchdrungen nach dem Himmel blickt. Dieses acht Fuss 
hohe Bild hat F. Iiavenet gestochen, und J. B. lVIichel fiir Boy- 
dell. B. Earlom hat die Büste des Reuigen gestochen. Ein au- 
deres grosscs Gemälde in brauner Grundfarbe, zeigt Ulysses, wie 
er nach dem SchiFFbruche nacist vor der liiinigstochter Nausikaa er- 
scheint. Ein weiteres Bild der Eremitage stellt St. Petrus mit dem 
Fische dar, und ein drittes aus Hougitonhall stammendes Gemälde 
zeigt in einer von Bäumen umgebenen Gegend den Protagoras. Wel- 
cher den von Democrit gelösten Biindel von Holzstiielsen wieder zu- 
sammenschniirt, und zu dem Philosophen aufbliclit. J. Taylor hat 
dieses Bild für Boydell gestochen, Labenslty es im Umrisse gege- 
ben. Dann sieht man in der Eremitage noch: Diidalus und Ikarus. 
zwei im Spiele beschäftigte Männer, und drei auf einem Steine 
sitzende Soldaten, das Gegenstück zu dem vorhergehenden Bilde, 
von Boydcll in Kupfer gestochen. Uebcrdiess sind 7 landschaft- 
liche Gemälde in der ltsl. Eremitage. 
 Paris. In der Gallerie des Louvre ist ein furchtbar-es Schlacht- 
geßiihl von Fussvolli und Reitern. Tod und Verzweiflung und die 
grössten SchreL-hensmomente sind in ergreifender Energie und ei- 
ner wahren Frechheit der Phantasie, wenn schon nicht ohne Üeber- 
treibungen, (lau-gestellt, und durch die satten, leuchtend gelben 
oder braunen Lichtcrund schwarzen Schatten von erstaunlicher, 
wenn gleich unwuhrerer Wirkung. Die Latzdschaftiuntl Architek- 
tur bildet grossartigc, Ämcistcrhaft breit behandelte Massen von 
vorlrelllichcr Haltung.  'Di'escsißiltl malte liosü in Rom für den 
französischen Gesandten, welcher es Ludwig XIV. sehenlitß- Ei" 
 zweites Bild zeigt die Hexe von Endor, wie sie dem Saul den Geist 
Szamuehs citirt, von phantastischer Erfindun , das Fleisch roth- 
braun, das Ganze sehr dunkel. Laurent hat iiiicses Bild schön ra-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.