Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1781975
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B005, 
PhiliPP 
Peter. 
 Einige seiner Gemälde wurden gestochen: von A. Balzer eine 
Landschaft mit Viehheerde, foL; von L. Zucchi vier Blätter für 
den Trionfo della fcdeltä, Dresden 1754, 4., und drei italieniwhe 
Landschaften, qu. fuL; von L. Janscha eine schöne GebirgslancL 
schalt mit einer Heerde, s. gr. qu. FuL: von O. E. Saltler eine 
Gebirgslandschaft in Tuschmanier, qu. fol. C. Fellner hatsein 
von Haubensticher gemaltes Bildniss gestochen. 
Dann hat Rosa selbst mehrere Blätter radirt, die aber jenen 
des J. H. [loos nicht gleichkommen.  
1) Eine Ehlgtv von Schafen und Ziegen, mit Titel. Links auf 
einem Steine- am Brunnen steht: Joseph Bons inv. et fem 
aqua f. 1754. Gute Blätter, qu- 8- 
2) Prezniere suite de six pieces de plusieurs animaux, 6 Blätter 
mit Kühen , Schafen und andern Thieren in schönen Laud- 
schaften, 1780, qu. ful. 
5) Seconde suite de six pieces etc. 6 Blätter mit Pferden, liü- 
hen und Schafen in schönen Landschaften. 1790, qu, (OL 
Im frühem Drucke haben diese beiden Folgen die Adresse 
von Armria et Comp. nicht.   
lt) Landschaft mit zwei Schafen und zwei Zlegen im Vorgrunde, 
im Eiiiltergrunde Ruinen, gr. hoch ful. 
5) Landschaft mit mehreren Thieren, gr. qu. fol. 
R005, Philipp Peter, genannt Rosa di Tivoli. wurde 1655 (1657) 
ziu Frankfurt geboren, und von seinern_Vate_r J. Heimßoos in der 
Malerei unterrichtet. Im Jahre 1677 liess Ihn der Lanclgraf von 
l-lessen-Car-sel nach Rum reisen. um (laSßlbSl 59m0 Ausbildung 
zu vollenden. Er entwickelte anfangs unteriLeitungzfles H. Brandi 
auch viele Thiitigheit, wozu ihn zgber die hchenswurdige Tochter 
des Meisters spurnte. Pmns nahm 1079 ihr zu lieb sogar die katho- 
lische Religion an, und floh mit dem unerfahrnßn Mädchen nach 
'l'iv-iali, wo sie aber später als seine Gattin nur Hummer und Sor- 
gen erndtete. Rosa, von der Schildcrhent Mercurius genannt. hatte 
sich der Schwelgei-ei ergeben, und nur dann die Schenlstiverlas. 
sen, wenn der Wirth nicht mehr borgen wollte. Jetzt war es Zeit 
1.u arbeiten. um Geld zu gewinnen, und R005 blieb bis an sein 
Ende der alle berüchtigte Schwelger. Im Jahre 1705 starb er.  
Rusa di Tivoli malte Landschaften mit Thieren , welche 
grossen Beifall fanden. Es zeigt siclndarin ein ernstes Stu- 
dium des Thierlehens , und ungewöhnliche Sicherheit in der 
Darstellung. In Güthe's VVinckelmann wird ihm an Kühnheit und 
Iiraft Castigliune xiaehgesetzt, er ist abeixflixchtiger und ohne snn. 
dcrlichen lieiz der Farbe. ln der h. li. Galleric zu Wien sind 
drei Bilder von ihm; auch die Gallerien zu Dresden, Schleissheim, 
Cassel u. s. w. bewahren VVerke von Rosa di Tivoli. Mehrere 
kamen nach England und Russland. Seine Zeichnungen sind in 
Ülfusch. mit den Feder oder mit Hnthstein behandelt. Einige sei- 
11er XVei-he sind auch gestochen: von P. Monaco die Eleerde des 
Laban an der Tränke; vun C. Zieglcr zwei Landschaften mit schii- 
nen Thiergruppcn; von H. Tischhein eine_ThiIex-heerde; von M_ 
C. Prestel ein sehr gl-oSses Aqnatixitablatt mit Buchen undschafen 
in einer römischen Landschaft; von P. C. Canut der Hirt unter 
der Hecrde; von VvrElliut eine Ansicht von Tivoli; vun W001- 
lßt eine Landschaft mit Thieren; von Bernard eine Hirtm zu 
Pferde mit der Heerde etc.  
Rosa rli Tivoli soll selbst sehr fein und geistreich geiitzt In- 
ben; nllrein seine Blätter rniissen nicht bekannt scyn. l_n den rei- 
chen Sammlungen eines Aretin, Sternberg-Mandcrscheid , BIigQL
        

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