Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1781968
Beos , 
John. 
Bons, 
Joseph. 
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wariim Museum zu Cassel, ein grnssres Bildgvclches sihnmtliche Thiere 
der Mnnagerie des damaligen Laudgrufcxt darstellte. Auch in der Gal- 
lerie Lichtenstein zu Wien sind zwei grosse Landschaften mit Vieh 
aller Art. ln S-ulzduhlum sah man neben laleincrexx Gemälden und 
dem Bildnisse des Künstlers ebenfalls ein grosses Bild mit wilden 
und zahtnen Thieren; Andere Werlse stellen Elansthiere in land- 
schaftlicher Umgebung, Jagden aufllirsehe, Löwen, Tieger, Bil- 
iennii. s. w. dar. An diese reihte sich eine Menge von Studien, 
lebensgmsse Charnlnerküpfe, "fhierc u. a. (lurstellencl, uft auf Oel- 
grund meisterhaft hingclileclcst. Seine Hnndzeichnungeit sind mit 
Röthel oder schwarzen Kreide flüchtig behandelt. Einige VVcrlse 
dieses Iiünslers, welcher1751 in Frankfurt starb, wurden auch ge- 
stochen. Seiler stach sein Bilclniss in schwarzer Manier, halbe Fi- 
gur im Ovale. A..Bartsch radirte ein Blatt mit einer stehenden 
Iiuh. en face genmnlnen. Zwei andere Radirungen ohne Namen 
'des Künstlers stellen Bären vor, k]. -fol. J. F. llilurgenstern ra- 
dirte 1800 einen grussen Hundslaopf, lsl. fol. Von J. Vvlllli!!! ha- 
ben wir drei Jagclstüclae, lsl. qu. ful. B. S. Selletzlsz lieferte eine 
Folge von Gruppen von Iiiihen und Schafen, gr. ful. 
 
Dann haben wir von HI. Beos ein rnrlirtes Blatt, welches sclir sel- 
ten ist und theuer bezahlt wird. B. XVeigel werlliet ein Exemplar 
auf 56 Thlr. Auf Auktionen ging es nach Wßrliältniss der Güte 
des Druckes zu 18  20'I'lil. weg. Dieses Blatt stellt einen stehenden 
Ochsen vor, in ganzer AnsichL Linlss vorn steckt ein Pfahl, und 
rechts unten steht: M. Roos 1685. In der Führung der Nadel be- 
merkt man keine grosse Uebung. dennoch aber ist die Üarlirxlng 
geistreich unrl cnrrekt in der Zeichnung. Die Seliralliiruugen sind 
breit ünd roh, er wusste aber die Muskeln des 'l'hieres gut anzu- 
deuten. H. 6 Z. 6 L., Br. 5 Z. 5 L. 
A. Bartsch hat dieses Blatt schön copirt. 
B005, John, Medailleur, lebte zur Zeit der Regierung Georg I. in 
London, und bekleidete du die Stelle eines llofmcdaillcurs. Er 
scheint indessen nur Miilyzstempel geschnitten zu haben. 
BOOS, JOSCPh, Maler, wird von Ilüsgelz (Frankfurter Künstler, 
S. 108 Nota) als Sohn des P. P. Rous (Rosa di Tivoli) genannt, 
Andere aber hallen ihn mit Jnlaob Roos (von Neapel) für Eine l'ar- 
son. Joseph Hoos sull ebenlhlls in Neapel gelebt, und den Ruhm 
seiner Vuriiltem fortgepflanzt haben. 
R905: JÜSCPh, Maler und Radirer, auch Rose und de Rosa ge- 
nannt, wvnrde 1728 (1752) zu Wien geboren, und ilaselbst von sei- 
nem Vater Caietai) unterrichtet. Er malte ebenfalls Landschaften 
mit Vieh, schöne Bilder, die sowohl in Darstellung der thieri- 
 sehen Natur, als in der allgemeinen Haltung der Landschaft Lnb 
verdienen. Zwei seiner Gemälde sieht man in der li- k. Gallerie 
zu VVien: eine Landschaft mit Wasserfall und einer Heerde, de- 
ren Hirt schläft, und eine zweite Landschaft mit Viehheerde, wo 
die Hirtin mit dem liinde au!" dem Schonsse sitzt, beide mit J. 
Iiuszi f. bezeichnet. Im Lustschlosse zu Schönbrunn sind noch ei- 
nige Landschaften von ihm. E'riiher malte er Mehreres für den 
Huf in Dresden. Roms gab 1796 als Inspelttur der Galleric des Belvc- 
dere ein Verzeichniss der Gemälde der k. lt. GaHm-ie lwraus. Spä- 
ter wurdeer Gallcrie-Dirclitur, und kurz vor seinem 1805 ßffßlß" 
tem 'I'odc k. h. Hath.
        

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