Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1781950
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B005, 
Johann 
Mclchior. 
Gras frisst, welcher aber nur zur Hälfte sichtbar ist, da ihn 
die alte Pyramide theilweise verdeckt. An der Pyramide 
steht: Animalia ad vivuin delineata. et aqua fnrti aeri ink 
pressa studio et arte Job. Hen. Bons 1OT0. H. 5 Z. 2 L" 
Br. 4 Z. 7 L. 
Dieses Blatt kannte Bartsch nicht; in Hiisgenä Nachricli- 
fen von Frankfurter Iiiinstlern. S. 10.1 wird es aber erwähnt. 
Auch in der Arctiniscben San-imlung war ein Abdruck. 
42) Fine italienische Landschaft, zur Linken drei Säulen vnn o; 
nern antiken 'l'empel, im Wirgruntle eine sitzende Hirtin mit 
ihren Kindern und ein Büffel , Weiler ZllrÜCk eine kleine 
Heer-de von Schafen. dabei auch eine ltiuh und ein Hi" 
beim Flusse, dessen Ufer von Biiumen und Gesträuchen be- 
setzt ist. Im Hintergrunds: sind Berge. H. 8 Z. 10 L" 3h 
10 Z. 9 L.  
Dieses eminent seltene Blatt aus der besten Zeit des Iiiinst. 
lers beschreibt einzig B. VVeigel, Iiunstkatalog Nro. 1109m 
Es gibt eine neuere Copie, die öfter vorkommt, Wahn 
scheinlich von Schweyer. 
45) Zwei ruhende Ziegen, die eine vom Rücken gesehen. die 
andere, welche nach links gerichtet ist, wendet den Iiqpf 
nach rechts. Im Grunde ist ein Zaun. Dieses Blatt gehört 
zu einer oben Nro. 55 erwähnten Folge. Bartsch kannte es 
nicht; Bönard beschreibt es im Cabinet Paignon Dijonval 
Nro. 2146. Es hat mit jenen Blättern die gleiche Grösse. 
B005, Johann IEClChlOP, Maler, Sohn und Schiiler des beriihm. 
tcn Heinrich Roos, wurde 1659 zu Frankfurt a.  geboren, und 
obgleich ihn der Vater zur Lanclschalts- und Thieriualerei anlei- 
tete. so malte er doch anfangs Bildnisse und historische Darstel. 
hingen. Von 1686  90 hielt er sich in Italien auf, endlich aber 
lsehrtexer nach Deutschland zurück, vermählte sich in Nürnberg 
mit der 'I'uchter rlesDr. Landhansen und liess sich in Idranltfui-g 
haushablich nieder. So erzählt der Franklurter lsliisgen, und so. 
' mit könnte die VVittvve des Malers J. Werner jun., welche D85- 
camps Gattin uusers Künstlers nennt, (lessen zweite lirau gewe- 
sen scyn. Rnos lebte selbst einige Zeit in der Schweiz, in- 
dem er zu Schaffhausen, zu Winterthur u. a. O. mehrere Bildnisse 
von Herren und lllainen malte. Er stallirte auch einige Landschaf- 
ten des F. Weyer in Winterthur mit Figuren. Am zahlreichsteu 
waren jedoch seine Bilder in Frankfurt, wo fast jedes Haus ein 
Bildniss oder ein Thieijstücls von ihui besass. In seiner späteren 
Zeit malte er fast ausschliesslieh Landschaften mit Thieren, Bilder 
die zwar jenen des Juli. Ruos nicht gleiulikominen. Meluhior liuos 
malte meistens zu flüchtig, man erkennt aber immer den Iiiinst- 
1er von Verstand, und von grossem Talente. Er trug seine Far. 
ben stark auf, tiihrle den Pinsel kühn und sicher, und bei aller 
Flüchtigkeit herrscht in seinen Bildern doch noch einelsehr lu- 
beuswcrthe Correktheit der Zeichnung. In seinen Darstellungen 
aus der Thierwelt olfenbaret sich ein bewegtes Leben, und grosse 
Wahrheit, selbst in den forcirtesten Stellungen. Roos hätte viel 
lßlälßn können, wenn sein übriges Leben geregelter gewesen wäre. 
 Er war der Schwelgerei ergeben, verlor die beste Zeit zum Arbeiten, 
und IIIUSS-tß daher schnell auf Erwerb hiunmlen. Zur Zeit der Noth 
liess er seine Gemälde hausiren tragen, meistens an Sauistagen, 
wenn die Frau Marktgelrl brauchte. Uesswegeu tinue der hunstlei- 
deu Beinamen des Samstags-Boas. Eines seiner Hauptwerlts
        

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