Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1781772
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Bomney, 
George. 
Phantasiekiipfa und anze Figuren, besonders weibliche Chilfilhtere_ 
Für komische und ioch-tragische Darstellungen hatte er wenig 
Sinn, am meisten zog ihn die romantisch-historische iVIalerei au. 
die zu seiner Zeit durch Boydelhs Beiniilaiiiigeii geweckt wvupde. 
besonders durch die SimiSG5pCtll'6-Gi1ll8t'i8, einem Cyclus von Darste], 
lungcn aus Shakespeares Dichtungen, die bekanntlich Buytiell von 
den besten englischen Iiiiiistlern stechen liess. Boiniiey iiialte für 
den ersten Iiand Shahespeare als liiml l VOR der Natur und 
den Leidenschaften begleitet, cin_ geriiliintes Bild , (gestochen 
von B. Siiiith.) Hierauf inaltc er eine Scene aus dein Sturm. Act, 
l. 2. The Iusclianterl Island, (gest. Will 3- Smilh); TrrillUS und 
Cressida, Act. II. 2. (gestochen von Legal), und Shaliespeare von 
der Tragödie und Comödie genährt. eines der llauäihzthilder der gan- 
zen Sammlung (gest. von Sniith). Sein Bild der '1itania nach Sha- 
Iiespeare wurde 1812 von Scriven für LlDSßRTbCPiSI The {ine aus Of 
english school gestochen. Zu seinen vorzuglichsten liiltlern gehört 
auch eine Scene aus Aescliylos, da Ilomney auch die Dichte;- des 
classischen Altertliums studirte. Zwei frühere belohte Werke sind 
aus Tristam Shandy entnommen. Das eine stellt die Ankunft des 
Dr. Slop in Shandy-Hall dar, das andere den Tod des le Fevre. 
In mehreren späteren Gemälden erscheint die Ijlmina Lyon. Horn- 
ney war von der liebenswürdigen Persönlichkeit dieses noch mehp 
unter dem Namen der Lady Hainiltun bekannten Weibes ganz be- 
zaubert, wie es auch vielen anderen Künstlern ergingxAliein [ioing 
ney genoss vor allen das Vertrauen derselben, und die Lady fand 
stets einen edlen Stolz darin, dem grossen Maler Roniney zum Mo- 
dell gedient zu haben. An diese Portaithilder reihet sich (lang eine 
Menge anderer, weibliche und männliche Bildnisse, die er theil- 
weise ebenfalls mit besonderer Sorgfalt behandelt hat, wie die bei. 
den über die Vergänglichkeit des lrdischen nachdenhenden Schwe- 
stern. (gest. von Dunharton), die tanzende Nymphe (Allegro), die 
ihr Haupt auf die Hand stützende junge VViltwe (Penscrosu), beide 
gestochen von Dunliarton, die Gräfin Dervhvin (gesl. von Denn), 
Miss Ramus (gestochen von Diclsinsun), Miss Yates als tragische 
Muse und M. Huinphrey (gestochen von V. Green), eine junge 
Daine, (gestochen von J. R- Sniith unter dem Titel: Natura), Serena 
junge Dame (gestochen von Smith), Richard Cumberland (gest. von 
V. Greenl, die Gräfin von Carlisle (gcst. V00 J- Wßllißr). die Grä- 
iin Elisabeth Derby im Park (gßst- V0" D63"), MlSS Cumbßrlahd 
(gest. von Smith), Isabella Hamilton, jüngere Tochter des Earl of 
Buchan (gest. von Welker). Miss _Ann P_arr (gestochen von Dean), 
Lady Sturinont (gestochen von Smith), die Gräfin von Warwicl-i im 
Park (gestochen von Smith), Miss Woodley (gestochen von VVaL 
lier), Admiral Sir Hydc Pariser (gest. von VWdlieFl, Charles Her- 
zog von Richmond (gest. von Watsoii), Sir l-lyde Pariser, Vice- 
Admiral (gcst. von Townley), Mr. Hnniphry (gest. von V. Green), 
Admiral August Iieppel (gest. von Dichinson), Lord Grantham (ge- 
stechen von Dicliinson), Joseph Tayadanec-"ga, Heerfiihrer der Mo. 
hawlts (gest. von Smith) etc. Alle diese Blätter, und mehrere an. 
dere, wurden zu ihrer Zeit ausserordentlich geriihmt.  
Bomney wohnte von 1775 - 1796 in Cavendish Square, und 
obgleich er zwanzig Jahre Ruhm behauptet hatte, wurde er doch 
nicht Mitglied der kgl. Akademie. Er stellte auch nie ein Bild in 
den Räumen derselben aus. Im Jahre 17g? war er noch thätig, a)- 
lein auf die vielen Anstrengungen erfolgte endlich ein Schlagan- 
faill. Desswegen begab er sich 1799 nach Dalxon in Lancashira 
und starb daselbst 1802- A. Cuningham beschrieb das Leben diß,
        

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