Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1781467
Roger , 
Eugäne. 
Roger, 
BOgGP, Eugöne, Historienmalenwurdeitw? zu Sensgeboremundvon 
Hersent unterrichtet, bis Ingres seine weitere Ausbildung übernahm. 
Dieser Meister sah seine Mühe bald auf das erfreulichste belohnt, 
denn Roger hatte nicht nur von Natur aus entschiedenes Talent zur 
Iiunst, sondern unterstützte dasselbe auch mit unermiidetem Fleisse. 
Zu seinen ersten YVerken gehören jene, welche den Silen bei den 
Hirten, und Ulysses mit Philoktet auf Lemnos vorstellen, Diese 
beiden Gemälde wurden mit Medaillen beehrt, und jenes, welches 
Jakob vorstellt, wie er sich weigert den Benjamin auszuliefern, er- 
hielt beim Concurse von 182g den zweiten Preis des Instituts. Aui diese 
Bilder folgten mehrere, die in Composition, sowie in Correlstheit 
der Zeichnung und in Schärfe des Ausdrucks gewöhnlich in hohem 
Grade geniigten, nur in der Färbung nicht gleiche Vorzüge ge- 
währten, so wie denn auch in späterer Zeit die Kritik hierin lYliingel 
rügte. Diese; ist mit dem Gemälde der Fall, in welchem er 1855 
den Aufruhr in Boni von 1795 darstellte. In der Erfindung und in 
den Charakteren hat dieses Bild grosse Vorzüge in der Färbung 
ist es aber weniger gelungen. lm Jahre {hält malte er auf Befehl 
des Königs für das historische Museum in Versailles Carl V., wie 
er als Daophin in den Louvre zurückkehrt, und von Jean Vaillard, 
von mehrere Parlamentsmitgliedern etc. empfangen wird. Jetzt fand 
Roger Gelegenheit in Romseiner weiteren Ausbildung ohzuliegen, da er 
als Pensionär des Iiönigs in die französische Akademie daselbst ein- 
trat. Da malte er das grosse Bild. welches die Aullindtiug der 
Leiche 'Carl des Iiiihnen nach der Schlacht bei Nancy vorstellt. 
Dieses Werk wird imliunstblatte von 1857 gewiirtliget. Der Referent 
nagt, es sei glücklich compoiiirt und dramatisch aufgefasst, aber in 
der Färbung nennt er es erdfarben und phantastisch, und bemerkt 
dabei, dass die Lebenden beinahe ebenso blau aussehen, als die 
Todten. Es schien dem Berichtgeber, dass der liiinstler seine Com- 
position systematisch verdorben habe, wahrscheinlich dadurch, dass 
er dem Gemälde einen recht diistern Anstrich geben wollte; denn 
in den Draperien bemerkt man einige Seidenstoffe, welche eine glän- 
Palette kund geben. Dieses Bild ist jetzt im Museum der Stadt 
Nantes. Ein anderes Gemälde aus jener Zeit stellt das Innere des 
Justizpallastes von Siena vor, und ein zweites grosses Gemälde, 
welches er für das historische Museum in Versailles ausfiihrte, zeigt 
 den Uebergang Carl des Grossen über die Alpen. Mit diesem Bilde 
ging der Vliünstler 1857 selbstnach Paris, kehrte aber, mit der grus- 
sen goldenen Medaille beehrt. bald wieder nach Boni zurück, uru' 
seinen fünfjährigen Cursus zu vollenden. Jetzt begann er jenes 
herrlich gruppirte Bild, welches Moses vorstellt, wie er die Töch- 
ter Jethrds gegen die Hirten von Midian vertheidiget. Eines sei- 
ner letzten Werke stellt den Prediger Johannes in der Wüste dar, 
das bedeutendste historische VVerk, welches 1859 die Iiunstaus- 
stellung zu Paris zierte. Es ist treHlich in der Composition, und 
auch im Colorite hat Roger das geleistet, was ihm öfter nicht ge- 
lang. Im Jahre 1840 starb dieser Iiiinstlcr.  
RQQGT, A-g Maler zu Paris, ein. jetzt lebender Künstler. Im Jahre 
18150 beendigte er die reiche malerische Aqszlerung der 'I'auflsapelle 
in der Iiirdixe Notre-Dame-de-Lorette 1m vurrafaelischexx Style. 
Die beiden anderen Kapellen malten Orsel und Perrin. Alle Bil- 
der sindjn encaustisclner lYlanier behandelt. 
Roger, Bildhauer im Haag, ein Künstlers unserg Jahrhundqrls. E1: 
fertige: schöne Büsten. Im Jahre 1837 modellirte er die Büste Ku-
        

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