Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1780904
Bobnsti , 
Jacopo. 
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dienst nicht wenig geschmälert. Fiorillo II. 119 E. ist über (liege; 
Urtheil sehr aufgebracht, und behauptet, es sei zur bösen Stunde 
niedergeschrieben. Doch auch Fiorillo hat den Charakter dieses 
Künstlers nicht so richtig erfasst, als neuere Iiunstkritiker, Wounter 
Waagen und liugler besonders Gewicht haben. Waagen gibt in 
seinem Werke: Kunstwerke und Künstler in England und Paris, in- 
teressante Notizen über daselbst vorhandene Bilder Robustfs. Wenn 
wir lesen, dass Tintoretto dreierlei Pinsel gehabt habe, von Gold 
von Silber und von Eisen, so bezieht dieses sich auf die Un leich- 
heit der Arbeiten desselben. S0 sagt schon Biclolfi, der das ieben 
des Künstlers beschrieb und 1612 das VVcrk herausgab. 
Dass ein Künstler von seinem Geiste und von so wunderbarer Leich- 
tigkeit, bei langem Leben undimmerwährencler Thätigkeit, viele Werke 
hinterlassen habe, ist olfenbar. Einige seiner Werke sind von bedeuten- 
dem Umfange, aber diese gehören nicht immer zu seinen gediegen- 
sten. Die Portraitbilder, deren sich in mehreren Sammlungen fin- 
den, sind aber durchaus zu seinen geistreichsten, grossartigsten 
Leistungen zu zählen. Was ausserdem noch von Bedeutung ist 
zählen wir hier nach dem Inhalte der Bilder auf und geben einige 
Stiche nach denselben an. Venedig, wo der Künstler fast immer 
verweilte, und das übrige Italien, Frankreich, England und Deutsch- 
land, besitzt Werke von ihm. Ausgezeichnete bewahren die Gal- 
lerieu in München, Wien, Dresden, Berlin, Paris und die engli- 
schen Sammlungen. Es ist indessen fast keine bedeutende Samm- 
lung, die nicht irgend ein Werk von 'l'intoretto aufzuweisen hat. 
Bildnisse. 
Bildniss des schon bejahrtcn Künstlers von vorn genommen, 
durch die breite Behandlung und die ganz schwarzen Schatten von 
etwas rohem Eindruck. Museum des Louvre. 
Bildniss des Künstlers, wie er seinen Sohn dem Dogen 
zu empfehlen scheint, Iiniestiick in Lebensgrüsse. Pinakothek zu 
München. 
Portrait des Künstlers in schwarzer Kleidung. Pinakothek zu 
München. 
 (Tintorettds Bildniss stach Marcenay de Guy. In Ftidolfiä 
Biographie des Itiinstlers ist ebenfalls das Bildniss Bobustfs 'und 
seiner Tochter gestochen.)    
Juan d'Austria, eines der schönsten Bildnisse Tintorefs. Mu- 
seum zu Neapel. 
Das Bildniss des heil. Carolus Borromäus, von van Sommer 
in Mezzotinto gestochen. 
Ein vornehmer, ritterlicher Herr in kräftiger Jugend, mit fei- 
nem geistvollen Gesicht. 
Ein würdiger Greis in der feierlichen Tracht der Procuratoren 
des hl. Marcus.  
Diese beiden Bildnisse, welche die Gallerie des Museums zu 
Berlin bewahrt, gehören zu den geistreichstell Werken des Mei- 
ßteß, Wie liugler (Besch. d. Gallerie S. 121) behauptet. 
Bilclniss eines bärtigen, kahlküpfigen Mannes in schwarzer 
Kleidung. in der Rechten ein Schnupttuch, in der Linken eine 
Mütze haltend, grossartig und wahr in der Auflassung, warm und 
tief in der Färbung. Museum des Louvre. 
Portrait eines Mannes mit rothem Bart, im violetten Wammß 
und schwarzem Rock, die Linke in die Hüfte gestemmt, in der 
Rechten ein Papier haltend. Anno 1540.
        

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