Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1780684
P: obert , 
Robert , 
Leopold. 
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nach eigener Compositien. Den" zweiten Theil seiner Werke bil- 
den die Bilder in Oel, deren er ebenfalls eine grusse Anzahl malte. 
Auch diese aind von ausgezeichnetem Werthe. Sie zeichnen sich 
durch Naturtreue, so wie durch Schönheit und Frische der Färbung 
aus. Man erkennt überall die liebevolle Vollendung des Minia- 
turmalers. Seine Bilder auf Porzellain sind von bedeutender Grösse. 
So hat man von ihm eine im Durchmesser vier Fuss haltende 
Platte, auf welcher er die königlichen Schlösser darstellte. In Be- 
zug auf Verbesserung der Schmelzfarben verdankt ihm die Manu- 
faktur ebenfalls sehr viel, da Robert ein tüchtiger Chemiker ist. 
Dann haben wir von diesem Künstler eine Menge lithogra- 
phirter Blätter. Proben dieser Art findet man in dem von ihm ver- 
anstalteten Album de Sevres: 
BObETI,   , Maler, arbeitete in der ersten Hälfte des 13. Jahr- 
hunderts in Deutschland. J. G. Krüger zu Leipzig stach nach ihm 
das Bildniss von Christian Kluge. 
Bobert le Fevre, S. re revm, 
RObßPt, LCOPOlÜ , berühmter Genremaler, wurde 1795 zu la Chaux de 
Fons im Cantun Neuchatel geboren, und als derSuhn eines armen Uhr- 
machers sollte auch ordern Handwerke sich zuwenden. Allein es (iden- 
harte sich in ihm schon in friiher Jugend entschiedene Anlage zur Iiunst, 
so dass selbst der Vater darein willigte, den jungen Leopold zu ei- 
nem Kupferstecher in die Lehre zu schicken. Sein erster Meister 
war Girardet in Paris, welcher schon 1812 das Vergnügen hatte, 
seinen Zögling als zweiten Preistriiger zu begriissen Zu gleicher 
Zeit machte Robert auch seine Malerstudien in der Schule von 
David, bis er endlich nach Italien sich begab, wo er ohne Freunde 
und schützende Gönner ein einsames, nur der Iiunst geiveihtes Leben 
führte und bald dem Grabstiehel ganz entsagte, um fortan nur den 
Pinsel allein zu handhaben. Er setzte nun seine begonnenen Stu- 
dien mit unermiideteni Eifer fort, und lebte arm und nnbeliannt 
in verschiedenen Städten Italiens, bis endlich sein Talent und sein 
anhaltender Fleiss alle Schwierigkeiten besiegte und dem Ruh- 
'xne ihn entgcgenliihrte. Robert arbeitete wenig und langsam; fast 
immer unzufrieden mit sich selbst und dem, was er gemacht hatte, 
vernichtete er oft zwei, ilreimal seine Gartens und fing nicht sel- 
ten ein Gemälde ganz Wieder von Neuem an, wenn es schon zur 
Hälfte vollendet gewesen war. Mit folgenden Bildern (liirfte das 
Verzcichniss seiner Gemälde ziemlich vollständig seyn, und die Haupt- 
werlse sind die zuletzt genannten. Auf der liunstausstcllung zu 
Paris sah man 1322 Corinna auf dem Cap von lVlisena improvisi- 
rend, die Ansicht der Berge von Teracina, die Wahrsagerin und 
das Mädchen von Sinino. die eine junge Nonne segnende Abtis- 
sin, die Prozession der Mönche von St. Cosmas und Damian auf 
dem Campu Vaecinu; 18211 den neapolitanischen Schiffer als Impro- 
visatur, zwei Nonnen bei der Plünderung ihres Iilostcrs durch die 
Türken , die Pilger in der Campagna di Rßma ruhend, die Zie- 
genhirten der Apenninen, den Räuber mit seinen-r Weibe betend, 
den Tod des Iläubers; 1827 Pilger vor der lilosterpforle von der 
Abtissin empfangen, das Stelldichein eines Mädchen von lschiß, 
 den Eremiten, welchem die junge lschierin Früchte reicht, das 
Mädchen von Prucida, wie es dem Fischer zu trinken reicht, iPe- 
coraro, wie er einen todten Eremiteu findet, zwei badende Mäd- 
chen von St. Donato. 
Ünlßr (leit frühßfen Werken, welche die Aufmerksamkeit der 
Kunstwelt auf ihren Urheber zogen, nennen wir vor allen den Im-
        

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