Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1780625
Bobbin , 
dclla. 
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zu Berlin, Tieclfs Verzeichniss Lit. H. Seine Werke sind sehr 
zahlreich gCWCSCII. Vasari nennt sie gar unzählig, da der liünst. 
ler ein Alter von  Jahren erreichte. 
Im Jahre 132d sull Andrea mit Luea das Spital von Pistujn ver- 
ziert haben. tWTan sieht da in 12 'l'h0nreliet's die Werke der Bai-m- 
lierziglieit. Vasari und andere Schriftsteller schweigen davon, oder 
setzen das NVerla spliter. Darüber gibt aber fnlgcnilcs Werh Aus- 
liunft und Abbildung: Nlonunientti lluhbianu nella lnggia dello spe. 
dale di Pistuja illust. dcll PruL Cnntrueci 19.35 iT. Nach Beendi- 
gung dieses Wlerhes dürfte der liiinstler nicht mehr viel gearbei- 
tet haben, da er nach VasnrPs Angabe 1523 starb, in einem Alter 
von 81;. Jahren. Dieses stimmt nicht mit der Eingangs erwähnten 
Genealugie, und überhaupt bleibt es zweifelhaft, dass der achtzig- 
jiihrige Andrea einer solchen Arbeit gewachsen war. Luca jun. 
hat wahrscheinlich den griissten Anthcil. 
Dann sagt Vasari noch, dass die della liobbia auch Medail- 
len mit dem Bildnisse des Savnnarultt verfertiget haben, und da er 
zunächst von Andrea syricht, dessen beide Söhne Savanarulu als 
lYliinche eingehleitlet hatte, behauptet ßaltlinucci gerade hin, A. 
della liohbia habe sie gefertiget. Diese Itledriillen sind gegossen, 
ohngefiihr zwei Soldi gross, und haben au!" der Vurtlerseite das 
Bildniss mit der Umschrift: Hierunynius Sav. Per. Vir ductiss. ur- 
dinis Praetlichartlni (sie). Auf der lliiclsseite ist die Stadt Florenz 
und ein Arm mit dem Dolche darüber. Ob diese Medaille von An- 
drea herriihre ist nicht ausgemacht; es könnte auch Andrea liieei 
genannt Brioscn, darauf Anspruch machen. 
Andrea's Bildniss hat Andrea del Sarto in dem Gemälde 
des Iireuzganges der Annunziata angebracht, wo die Servitenmön- 
ehe die lileider des heiligen Filippo Benizi auf die Häupter der 
Iiinder legen. Der Iiiinstlei- erscheint unter der Gestalt eines roth- 
gehleideten, auf einen Stock gestützten Alten. 
Gio v a n ni d e l l a R o b b i a, Andreas Sohmwidmetesich derliunst 
des Vaters, und liihrte mehrere XVerke aus, deren Baldinucci auf- 
ziihlt. Eine Verltiintligung (eigentlich eine Priisepe) aus 'l.'erra- 
cotta ist in der Kirche S. Girolunio delle Puverino neben der al- 
ten Münze zu Florenz, mit dem Namen und der Jahrzahl 1531 
bezeichnet. Iin Schlusse Lari im Pisanisclien ist ein Bild von 151.1, 
Giuvanui hatte nach Vasari's Angabe drei Söhne: iVlarcci, Luc- 
antonio und Simone. die sich mit Erlolg der liunst widmeten, aber 
1527 an der Pest starben. Baldinilcci wollte ans Familienpapieren 
wissen, dass diese drei Künstler Andrea's Enkel, und nur die beiden 
folgenden GiovannYs Söhne gewesen seien. 
Luea della Robbia, der ältere von GiovannVs Söhnen, der 
mit dem oben erwähnten alten Luca nicht zu verwechseln ist, wid- 
mete sich der Bildhauerlaunst, und hinterliess viele Werke, wie Vasari 
versichert, nennt aber nur den Estrieh der päbstlichetn Loggien, wei- 
che Leo X. unter Anordnung RafaeVs ausführen liess. Auch in ande- 
ren Zimmern machte er den Estrich, und Wappen der Päbste. Vun 
diesem Luca, oder von seinem Vater Andrea, diirlte nach von lin- 
mohr eine Madonna mit Engeln und Heiligen scyti, 1520 gefertiget, 
und jetzt in der Capelle des Seminiirs zu Fiesule. In einem Gärt- 
chen hinter dem Chure der Carmeliterltirche zu Florenz ist ein andes 
res Bildwerlt von 1528, von ihm oder von Andrea. Im Jahre 152i 
verzierte Luca mit Andrea das Spital von Pistoja wie oben be- 
merkt. Der jüngere Luca starb in Frankreich, wohin ihn Girola- 
m0 berief, wahrscheinlich 1552, wie es scheint in den Fünfzigern, 
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