Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1780327
Ring: 
Ludger 
zum. 
Bin? 
Pieter 
197 
Akademie der Hünqte, _und erfreute sich der Leitung des Professors 
läolbe. Er malt Bxldmsscf. und Genrestüclae, von welchen mehrere 
ausgezeichnetes Lob verdlencn. 
Rlflg, Ludgcr zum, Maler, gehört einer zahlreichen westphälischen 
Iiünstlerfruxiilie an, die zu Münster blühte, und deren Werke den 
Uehcrgang in die moderne Richtung der Iiunst bezeichnen, indem 
diese Iiiinstler sich die italienische Behandlungsweise anzueignen 
suchten. Den älteren Ludger lässt Heller (Monogrammen Lexicon) 
11196) gchuren werden und 15H sterben. Sein Hauptwerk, vom 
Jahre 1553, ist jetzt im Besitze des westphiilischen Hunstvereins zu. 
Münster. Es stellt Gntt Vater von himmlischen Heerschaarennm- 
geben als liiichcr der Sünden dar. Christus und Maria fürbiltend 
zu den Seiten. Dieses Bild ist nach Iiugier II. 152 von grossartigem 
Ernst, aber ohne Anmutli, und leider verletzt. Ob das in dieser 
Sammlung befindliche Bildniss dem älteren oder jüngeren Lud- 
ger angehöre, wissen wir nicht. 
Der jüngere Ludger zum Ring scheint von nicht geringe- 
rer Bedeutung zu seyn. Im ltgl. Museum zu Berlin ist ein tüch- 
tig gemaltes Bildniss von ihm, und mit einem Monogramme be- 
zeichnet. Dann ist da ein etwas wunderlichcs liuchenstück von 1562. 
mit der Schritt: Lvdgerv. Ringivs. Monast. Eriinsis. Pictor. Diese 
grosse Iiüche ist mit Vurriithen angefüllt, und hinterwiirts fällt der 
Blick in ein offenes Gemach, in welchem so eben die Hochzeit zu 
Cana gefeiert wird. Die Figuren sind nach Kugler (Besch. d. Gal- 
leric des Museums S. 187! von wenig Bedeutung, nur die Köpfe 
von ziemlichem Portrait-Charakter. Das Beiwerk ist im Einzelnen 
meisterhaft ausgeführt, und bildet ein merkwürdiges Beispiel von 
dem ersten bedeutenderen Hervortreten dieser dem Stillleben an- 
gehörigen Gegenstände. 
Dann finden sich auch Zeichnungen, die einem dieser beiden Künst- 
Ier angehören dürften. In der königlichen Sammlung der Handzeich- 
nungen zu München ist eine getusehteZeichnung, Mucius Scävola 
vorstellend, mit dem Buchstaben K. Dieses R. soll Bingel oder 
Ringly bedeuten, was sich somit auch auf einen der Schweizer 
llingly beziehen könnte. Auf anderen Zeichnungen ist das Mo- 
nugramm L. B. und in einer Reihe: et WHI, ebenfalls lflm M0- 
nogramm verbunden. Das Monogramm L. R. könnte einen der 
L. zum Hing bedeuten. 
Pung, Hermann zum, Maler von Münster, der Sohn des älteren 
Ludger zum Ring, ist nach seinen Lebensverhältnissen ebenfalls 
unbekannt. Sein Hauptwerk ist die Auferstehung des Lazurus im 
Dome zu Münster, ein Gemälde Von reicher Cumposition. schöner 
Charakteristik und trefl-licher Ausführung. Dieses Gemälde steht 
nach liugler II. 151 etwa rlen Arbeiten, welche man dem Schoreel 
beimir-st. zur Seite. Heller und Brulliot deuten ein Munugramm 
auf diesen Meister. 
Pung, Plßtfif de . Maler, ein in seillerAlll treßlicher Künstler, dessen 
Lebensverhältnisse aber dennoch unbekannt sind. Van Gool nennt ihn 
nicht, nur G. Hnet zählt ihn den Meistern "de; niederländimhen 
Schule bei. In Fiissljfs Lexikon heisst ein Ring kurzweg Maler 
aus Flandern, van Eyuden Gesch. I. 11b glaubt ihn zu den hollän- 
dischen liünstlern zählen zu nziissen, weil seine Werke meistens in 
Hnllanrl gefunden wurden. Van Eynclen nennt aber doch nur ein 
einziges Bild, welches der Archinlur de Nlan zu Nymwegen besass.
        

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