Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1779764
B ichler , 
Johann. 
Richter , 
August. 
Johann 
141 
Tod abgegangen war, setzte er unter Leitung des berühmten es- 
rard seine Studien fort. Später kehrte er in die Heiniuth zurück, 
und malte da, ausser mehreren Portraiten, fiir eine Kirche in Co- 
blenz den heil. Sebastian, und ein Bild (die hl. Magdalena) kam 
in den Besitz des Prinzen Friedrich von Preussen. Um diese Zeit 
malte er auch drei Bildnisse der fürstlichen Familie von _Neuwicd_ 
in Lebensgrösse, und nachdem er eine zweite Reise nach Paris und 
in die Niederlande unternommen hatte, ging er nach München. 
Hier führte er in der Akademie der liiinste mehrere historische 
Compositionexi in Cnrtons aus, und bald darauf wurde ihm der 
allerhöchste Auftrag zu Theil, die Portraite des Königs Otto von 
Griechenland und der Prinzessin Mathilde, der jetzigen Erhgross- 
herzogin von Hessen-Darmstadt zu malen. Diese Bilder befinden 
sich im Cnbinete l. M. der regierenden Königin von Bayern. Von 
nun an widmete sich Richter fast ausschliesslich der Portraitmalerei. 
Er malte in lYliinchc-n viele Bildnisse, darunter auch jene der bei- 
den Herzoge von Leuchtenberg, und der Prinzessin Etigenie, ihrer 
Schwester. Andere Bilder sind zu YVicn im Besitze der Erzherzo- 
gin von Ocsterreich. 
Im Jahre 1852 reiste Richter nach Italiens um die Meisterwerke 
der älteren Schulen jenes Landes zu studiren. Er verweilte in 
Florenz , zu Neapel und Rom, und malte jetzt auch verschiedene 
Bilder aus dem italienischen Leben, deren zwei in der ausgezeich- 
neten Sammlung des Ritters Thorwaldsen sich befinden. Das Bild 
einer Alhaneserin besitzt der Grusshcrzog von Baden, und das 
Portrait der schöner: Furtunata kam in den Besitz des Prinzen Curl 
von Neuwied. Einige andere Bilder, ebenfalls in Korn gemalt, 
sind theils in lldünuhen, theils in Coblcnz zerstreut. Nach seiner 
lliicklsehr aus Italien xnznlte er in München für den Saal der Stifter 
in der k. Pinakothek das Bildniss des Churfiirstcn Johann VVil- 
helm von der Pfalz, und dann das Bildniss des Erbprinzen von 
Hohenzollern-Hechingcn. Im Jahre 1855 besuchte er endlich seine 
Vaterstadt wieder, wo ihm jetzt zahlreiche Aufträge zu Theil wur- 
den. Das Bild einer {Ptömerin in einer Landschaft, mit Blick 
auf den St. Petersdom, kaufte, der Strassburger Kunstverein 
an. Dann malte er den Prinzen Liiwcnstein-VVcrthheim, den Fiir- 
sten Liiwenstein-Iieubach, den Fürsten von Solms, den Comman- 
danten von Duchermann in Saarluuis und dessen Gemahlin, so wie 
mehrere andere Portraite hoher Personen. 1m Jahre 13.10 ging 
Richter nach Holland, und zunächst nach dem Haag, um die Por- 
traite des Generals von Lüsserah und seiner Gemahlin zu malen. 
Diese Bildnisse, so wie jenes des Grafen von Bosch, ehemaligen 
Gouverneurs von Ostindien, erwarben dem liiinstler allgemeinen 
Beifall. und es folgten zahlreiche Aufträge zu meistens lebensgros- 
sen Bildnissen, die im Herzig, zu Amsterdam, Iiotterdam, Leyden 
und Ilerzogenhusch sich befinden. Die Bildnisse dieses Künstlers 
zeichnen sich durch Aehnlichkeit und charakteristische Auffassung 
aus, so wie durch geschmackvolle Anordnung. durch traf-Eiche Be- 
handlung der Stofie und durch eine kräftige schöne Färbung. 
B1chter,_ JOhann August, Zeichner und Architekt von Dresden, 
war eine lange Reihe von Jahren auf mannigfaltige Weise bethä- 
tiget. Er zeichnete Bildnisse, wovon Störr jenes des englischen 
Bischofes VVm. Beveridge gestochen hat. Störr radirte auch ver- 
schiedene Prospekte nach seinen Zeichnungen; Boetius stach eben- 
fälls näßh ihm, S0 Wie Bernigeroth u. a. Darunter sind mehrere 
Titellsupfer und Vignetten. 
Dieser Richter war k. Finanz-Conduhteur, und starb nach 1813.
        

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