Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1779722
Richter . 
Christian. 
137 
Herzogs zu Weimar, schon vor 1627, denn er malte den Herzog 
Johann Ernst iun., der in dem erwähnten Jahre starb. Herrmann 
(Nachlese zu den Beiträgen der Lebensgeschichte Johann Ernsfs 
von Sachsen-Weimar, 1736, S. ößlsagt auch, Richter habe an der Ab- 
bbildung des Leichenbegängnisses dieses Herzogs sechs Wochen gear- 
beitet, welches P. lsselhurg auf sechs grosseh Platten gestochen hat, 
nicht der Goldschmied Christoph Richter, wie Fiissly meint. Diese! 
seltene Werk hat den Titel: Vera repraesentatio, quo ritu luguhri qui- 
busque prinnipum fastigio etc. wahrhaftige Ahbildun mit was Trau- 
er und fürstlich geziemenden Leichengepränge der Eurchlauchtige 
etc. begraben wurde. Ueberdiess malte unscr Künstler verschie- 
Clenc andere Bildnisse sächsischer Herzo e. deren von J. Diirr und 
'W. [iilian gestochen wurden. Auch Bildnisse von Gelehrten, Etlel- 
leuten u. s. w. wurden nach ihm gestochen. Um 1648 malte er an 
den Feldern der Kanzel in der Hofhirche zu Friedenstein sieben 
biblische Dasstellungen. Diese Kanzel wurde 1680 in die neue 
Iiirche zu Graefentona gebracht. im Gnthaischen Schlosse Frie- 
denstein malte er um 1658 ein grosses Bild, welches Lucullus und 
Archimedes vorstelltc und durch Brand zu Grunde ging. Dieses 
Werkes erwähnt Rudolphi in der Gotha diplomatiea Il. 165. Rich- 
ter hatte mehrere historische Bilder gemalt; allein sie sind nicht 
von grosser Bedeutung. Die Zeichnung ist manierirt und die Fär- 
bung grau. Dann hatte man von ihm auch Landschaften. die wahr- 
scheinlich nicht brillanter waren, Sehr gut sind jedoch dic'von Chr. 
Richter vorhandenen landschaftlichen Radirungen, die aber ge- 
wöhnlich einem Christoph Richter zugeschrieben werden. So wird 
nämlich auch unser Iiiinstler genannt, wahrscheinlich durch Ver- 
wechselung mit dem Goldschmiede diese: Namens. Folgende Blät- 
ter sind leicht und geistreich radirt. 
1) Eine Landschaft mit Bauernhiitten und Bäumen im Vor- 
grunde, und einer Stadt am schilTbaren Flusse. Sonnenauf- 
gang. lYlit den verschlungenen Buchstaben C R. qu. fol. 
Seltenes BlatL 
2) Ö Blätter mit bergigen Landschaften und ländlichen Figu- 
ren. Das eine dieser Blätter ist mit 16 (Monogramm) 29 
bezeichnet, gr. qu. 8. 
BlChteY; Chnstlan; Architekt. wahrscheinlich von Weimar gebür- 
tig, stand gegen Ende des 17. Jahrhunderts im Dienste des Fiir- 
sten Heinrich von Römhild, welcher sich dieses Künstlers auch bei 
der Herausgabe seines Werkes bediente: Herzog Heinrichs zu Sach- 
sen Fürstliche Baulust. Bömhild 1698, fol. Nach dem 1710 erfolg- 
ten Aussterben seines Fürstenhauses kam er als Hofbaumeister nach 
Weimar, und wirkte da noch mehrere Jahre. Im Jahre 1720 lieSS 
Herzog Ernst durch ihn die steinerne Brücke zu Ober-VVeimar 
bauen, und wahrscheinlich ist er auch noch jener Ober- und Land- 
haumeister Richter, der 1755 die Herstellung der Hauptkirche zu 
Ober-Weimar, und 1755 die Restauration der Ilauptkirche in Wei- 
mar leitete. Wetterfs Weimar a. m. O. 
3101115933 Ghnstlan, Maler, arbeitete in der zweiten Hälfte des 
17. Jahrhunderts in Leipzig. Ixn Jahre 1671 suchte er um das Mei- 
sterrecht nach, und legte (lesswegcn dem Halbe eine Scene aus 
dem Leben Christi vor. Davon erwähnt Stcpner, Inscript.Lips.322- 
Richter, CÜÜSÜQU, ein Schwede von Geburt, ging 1702 7011 Stück" 
lmlm nach England, und machte da sein Glück. Er malte Bild-
        

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