Richter,
Beugt
(Benedikt).
Richter,
Carl
All?
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nem andern lebenden Iliinstler diese; Namens unterschieden wer-
den, dessen Lebensverhältnisse wir nicht kennen, da uns auf zwei-
maliges hriefliches Ansuchen nichts Weniger als eine giitige Aus-
kunft zu Theil wurde. Professor A. Richter behauptet jedenfalls
die Superiorität. Abbildungen seiner Werlae llndet man in der Chro-
nik des Dresdner Kunstvereins, deren Blätter auch einzeln vor-
kommen. Wir nennen: Rehecca am Brunnen, gest. von L. Krü-
ger; Christus, wie er den Jiingern erscheint, gest. von Thäter;
Jalsub und Babel, gest. von Stölzel, Hager in der Wüste, gest.
von demselben; die Findung Mosis, gest. von Stölzel; eine ähn-
liche Darstellung. im Besitze der Grosslterzogin von Toscana, gest-
von A. Krüger; Jakob, die Nachkommen Joseph's segnend, gest.
von A. liriiger. Jedes dieser Blätter ist in qu. fol.
Richter, Btillgi? (Benedikt), Mcdailleur von Stockholm, war
Schiiler von Iiarlsteen, und ging dann nach Frankreich, wo er
an der Ilistuire metnllique Lildwigs XIV, thätigen Antheil nahm.
Nach seiner Rückkehr schnitt er einige Stüclse zur Geschichte Carl's
XII. Nach Vollendung dieser Arbeit, 11m 1715, trat aber der Iiunst-
1er in kaiserliche Dienste, und jetzt war Wien sein ständiger Auf-
enthalt. Er arbeitete da vieles nach der Angabe und Erfindung des
berühmten Nllllliällltlllilißfä Heriius. Im Jahre 1726 wurde er der:
neuen Akademie i_n Wien einverleibt. Sein Todesjahr ist uns un-
bekannt.
Es gibt eine zu seinem Andenken gefertigte Medaille. Nico-
laus lieder liess sie in Schweden prägen.
BiChtBr, Carl AUgUSlZ, Zeichner und Kupferstecher, wurde 1776
zu Dresden geboren, und daselbst von Zingg in seiner Kunst un-
terrichtet, was auch aus seinen Werken unliiugbar hervorgeht. Er
arbeitete sogar Mehreres unter dem Namen dieses ,Meisters, da
der letztere seines vorgerückten Alters wegen den Aufträgen der
liunstfreunde allein nicht mehr] nachkommen konnte. Auch die
"i Zeichnungen Ilichteris wurden damals für jene eines Zingg ge-
nommen, da sie vollkommen in dessen Manier behandelt sind; al-
lein später mlissigte Richter die Härte desselben, ohne jedoch
aufzuhören mit Sorgfalt und Bestimmtheit zu verfahren. Seine
Werbe sind ungemein zierlich behandelt, und was bei Künstlern
seines Faches selten ist, auch die Zeichnungen von hohem Wer-
the. Diese sind mit Bieter, in Sepia, in Tusch- oder mit der Fe-
der meisterhaft behandelt. Einem so verdienstvollen Künstler konnte
auch Auszeichnung nicht fehlen; er wurde 1310 Mitglied der Akade.
mie der Künste in Dresden, und endlich ausserordentlicher Professor
der Iiupferstecherei an derselben. Der obengenanute Adrian Lud-
wig ist sein Sohn und Schüler, so wie Theilnehxuer an grösseren
landschaftlichen Folgen, die um so interessanter sind, da beide
liiinstler in hohem Grade tüchtig sind.
1) La Solitude foröstiere , schöne Waldlandschaft RuysdaePs in
der hgl. Gallerie zu Dresden. H. 15 Z., BP- 22 Z.
I. Iru reinen Aezdruclse. l
II. Abdrücke vor der Schrift.
III. Mit der Schrift.
g) IJÜS beaux Environs, schöne Landschaft nach Swanevelt, das
Gegenstuch zum obigen.
Die Abdriickewvie bei demselben.
5) Dresden von der Bautzener Strass: und Dresden von Mo-