Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1779645
Bicher , 
Richier 
oder 
Bicher , 
Jakob. 
129 
in fravkreich._ Er. stach verschiedene Darstellungen aus der Zeit- 
gegchichte, thexlwexse satyrrschen Inhalts. 
RiChGT, Im; Iiupferstecher, ein nach seinen Lebensverhältnissen 
unbekannter Künstler, arbeitete im 17. Jahrhunderte zu London. 
Seine Blätter (in schwarzer Manier) sind mit den Buchstaben L. 
R. f. bezeichnet. 
Bicher , 
reich. 
N- , Maler, lebte gegen Ende des 
Er malte Bildnisse. 
Jahrhunderte in Frank- 
Bisher, 
Anton, 
Basan 
lXTlg 
nennt 
den 
Bichieri. 
BICIIGHI, FPGUCCSCO, Bildhauer und Giesser zu Rom, ein Zeit- 
genosse de: berühmten A. Canova, mit dem er sich öfter zu arti- 
Cchen Unternehmungen verband. Richetti goss nach Canovzfs Model- 
len zwei Statuen Napoleorfs, dxe eine zu Fuss, die andere zu Pferde, 
RIChIC-EÖO, MGTCO, Maler von Brescia, wird in Cozzandifs Vage 
e curiuso ristretto dell' Istoria Bresciana 1694 erwähnt. Er riihnxt 
ein Bild des heil. Apostels Thomas, wie dieser den Finger in die 
Wundmale des lleilandes legt, in der Kirche des Heiligen. 
Richter, HUgO, Bildhauer von St. Mihiel (Mihel) in Lothringen, 
wird unter die Schüler des Michel Angeln gezählt, und obgleich 
ein Iiünstler von Bedeutung, hat sich dennoch die Vaterländische 
Kunstgeschichte wenig um ihn belsiixnmert. Sein Name wurde erst 
1838 näher bekannt, indem damals ein Paar Monumente entdeckt 
wurden, die zu den bedeutendsten Werken ihrer Art gehören. 
Das Iiunstblatt vom Jahre 1859 macht Anzeige von dieser Entde- 
ckung. Ein von der Hand dieses liiinstlers herriihrendes Grabmal 
ist in der liirche zu St. Miliiel, welches in neuester Zeit von dem 
Bildhauer Brun restaurirt wurde. Es wurde 1858 von einem 
Herrn Etienne entdeckt, und dem Bichier zugeschrieben, sicher 
unser llugo de St. Mihiel, von welchem nach der Angabe bei 
Gueudeville (Atlas hist. 1705 III. 157i) in der Kirche der Stadt St. 
Mihiel ein tretlliches Grabmal zu finden war. Wahrscheinlich das ge- 
nannte, so dass also nicht alle Schriftsteller iron ihm schweigen. Nur 
dürfte er mit einem späteren Jakob Iliclner oder Pucher manch- 
mal verwechselt worden seyn. Ein zweites Monument von unserm 
Bünstler ist in der Kirche zu Hattonchatel, ein meisterhaftes Werk 
mit Darstellungen aus der Geschichte des Heilandes geziert. Auch 
dieses Werk wurde erst in neuester Zeit wieder bekannt. Die 
Verfertigung fällt nach dem Beriehtgeber im liunstblatte des be- 
zeichneten Jahres wahrscheinlich nicht vor 1531. In diesem Jahre 
kehrte Hugo wieder in die Heimath zuriich, und arbcitetetda noch 
1561. BIS dahin wird die Lebenszeit des Künstlers ausgedehnt. 
Ihchier oder Bicher, Jakob, Bildhauer, ebenfalls ein bedeu- 
tender franziisischer Iiiinstler, dessen Lebensverhältnisse wenig be- 
kannt sind. Sein Werk ist das prächtige Nlausglßum der Familie 
Lescliguieres in der Salu-istei der alten Cathßdrale zu Gapp im süd- 
lichen Frankreich. Dieses Monument zieren vier Basreliefs, Web 
ehe die vornehmsten Schlachten und Gefechte (Im-stellen, in wel- 
chen sich der berühmte Cunnetable Lesdigtiieres in den Jahren 
1590, 91, 97 und 98_ ausgezeichnet hatte. Auch die Iebensgrosfe 
Statue des Elerzugs ist da aufgestellt, in voller Rüstung und m 
Naglefs Künstler-Lax. Bd. XIII. 9
        

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